Das CCCA-Forschungsretreat 2026: Rückblicke und Ausblicke
Fast 60 Teilnehmende aus 19 Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums sowie der Universität Augsburg versammelten sich für zwei Tage, um aktuelle Forschung in den interdisziplinären Dialog zu bringen – für den Standort Augsburg, aber auch weit darüber hinaus.
© Foto: CCCA/UKA (N. Fischer)
Vom 6. Bis 7. März rief das Comprehensive Cancer Center Augsburg (CCCA) zum 4. Forschungsretreat am Starnberger See zusammen. Das Retreat ist mittlerweile ein etabliertes und von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern überaus geschätztes Format, bietet dieses doch seit vier Jahren nicht nur die Gelegenheit für wechselseitigen Informationsfluss hinsichtlich aktueller Wissenschaftsprojekte und Neuigkeiten, sondern auch vielfältige Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Kooperationen und gemeinsame Zielsetzungen.
Gemeinsame Ziele
Unter dem Motto Collaborative Research – Innovative Care („gemeinsames Forschen für eine innovative Versorgung“) wird jedes Frühjahr ein gemeinsamer Rückzugsort des konzentrierten (Kennen)Lernens und Austausches geschaffen. Mittels wissenschaftlicher Präsentationen werden Grundlagen und „common grounds“ für bestehende wie neuartige fachübergreifende Synergien, gemeinsame Ressourcenteilung und translationale Projekte am Standort Augsburg gelegt. Verbindendes Element ist das Bestreben, eine möglichst reibungslose und schnelle „Überführung“ (Translation) von innovativer Grundlagenforschung in neue medizinische Therapien und Verfahren für Patienten – vom Labor zum Krankenbett – zu ermöglichen. Die Reichweite dieser Erträge erweitert sich durch die hierbei maßgeblich involvierten Forschungsnetzwerke in das das CCCA mitwirkt und vor allem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beispielsweise innerhalb des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF), der CCC Allianz WERA und des Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT WERA). Die Besonderheit in diesem Jahr war der sowohl in die (gemeinsame) Vergangenheit wie auch Zukunft gerichtete Fokus: Mittels Rückschau konnte die bisherige Zusammenarbeit konsolidiert werden und zugleich Ausblicke auf innovative Forschungsprojekte gegeben werden.
Das Rückgrat aller bisherigen Retreats ist zweifelsohne neben der wechselseitigen Informationsvergabe auch der fachliche und persönliche Austausch und damit einhergehendes Networking. Zu letzterem zählt auch die Darstellung der CCCA Netzwerke und weiterer Fördermöglichkeiten.
Die Highlights von 2026
Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr eine Keynote Lecture anbieten und Herr Dr. Vivek Venkataramani vom Universitätsklinikum Würzburg für seinen inspirierenden Hauptvortrag „Decode to treat: multi-omics based precision medicine for rare tumors“ gewinnen konnten. Dieser hat die Bedeutung der translationalen Achse (Ergebnisse aus der Forschung werden in die Versorgung übertragen, genauso wie Ergebnisse aus der Klinik in die Forschung getragen werden) in Hinblick auf eine verbesserte individuelle Krebsbehandlung eindrucksvoll hervorgehoben.
Besonders freuen wir uns zudem, über die vielen Beiträge von jungen Forschenden, die auf wissenschaftlich hohem Niveau ihre Projekte vorgestellt haben und sich mit anderen Personen am Standort Augsburg vernetzen konnten. Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für ihren Einsatz und ihre Zeit - Veranstaltungen wie diese unterstreichen die Stärke der interdisziplinären Krebsforschung in Augsburg, und wir freuen uns bereits auf das 5. CCCA Forschungsretreat im März 2027.