Uterus-Arterien-Embolisation - UAE

Myome der Gebärmutter sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen im gebärfähigen Alter und sind in der Mehrzahl der Fälle asymptomatische Zufallsbefunde, die keiner Behandlung bedürfen. Sie können allerdings auch zum Teil starke Beschwerden verursachen, die nicht sinnvoll  medikamentös zu kontrollieren sind. Dies sind vor allem sehr starke und schmerzhafte Regelblutungen, die bis hin zur Blutarmut führen können, sowie ein abdominelles Völle- und Druckgefühl. Noch immer ist diese Diagnose die häufigste Indikation zur Gebärmutterentfernung. Mit der Uterus-Arterien-Embolisation (syn. Myomembolisation, UAE) steht jedoch seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten eine effektive und sichere Alternative mit dem Ziel des Organerhalts als alternative zur OP zur Verfügung.

Zur Vorbereitung auf die Behandlung erfolgt in der Regel eine Magnetresonanztomografie (MRT), u. a. um Größe, Lage und Anzahl der Myomknoten und deren Gefäßversorgung zu erfassen und mögliche Kontraindikationen für die Embolisation auszuschließen. Über die Leistenarterie wird ein schmaler Katheter bis in die Gebärmutterarterie vorgeführt. Die korrekte Lage wird unter Röntgenkontrolle und mittels Kontrastmittelgabe überprüft. Dabei wird streng auf eine möglichst niedrige Exposition an Röntgenstrahlung geachtet. Über die entsprechenden Gefäße werden dann winzige Kunstoffkügelchen in die Myome eingeschwemmt. Diese unterbinden die weitere Blutzufuhr in die Tumoren. Dadurch sterben diese ab und verkleinern sich. Dies führt zur Reduktion der assoziierten Beschwerden.

Ein langfristiger Erfolg der Behandlung mit einer deutlichen Verbesserung der Symptome bzw. einer Beschwerdefreiheit mit konsekutiver Normalisierung der krankheitsspezifischen Lebensqualität konnte bei gut 3/4 aller Patientinnen beobachtet werden. Da die Gebärmutter und damit die Möglichkeit zur neuerlichen Ausbildung von Myomen verbleibt, kann es in seltenen Fällen auch nach Jahren erforderlich sein, die Therapie zu wiederholen. Dies ist in der Regel jedoch problemlos möglich.

Weitere Informationen zur Uterusmyomembolisation / Uterus-Arterien-Embolisation finden sie in dem hier verlinkten Informationsschreiben der Fachgesellschaft CIRSE (Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe).

Patienteninformation Embolisation von Uterusmyomen (UAE)

 

Ansprechperson: 
Michelle Bauer - Tel.: 0821 400-2945 - E-Mail: radiologie@uk-augsburg.de