Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den in unserer Klinik durchgeführten szintigraphischen Verfahren.
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0821/400 - 2068 bzw. 2067
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Diagnostik des Herzens
Die Myokardszintigraphie dient vor allem der Darstellung der Durchblutung der linken Herzkammer. Hierfür wird ein radioaktives Mittel in eine Vene gespritzt. Dieses reichert sich dann entsprechend der Durchblutung in den Herzmuskelzellen an. Anschließend erfolgen Aufnahmen mit einer Kamera. Einsatz findet die Untersuchung z. B. zur Beurteilung einer möglichen oder bekannten Verengung eines Herzkranzgefäßes. Hierfür wird die Durchblutung in der Regel sowohl unter Belastung als auch unter Ruhebedingungen untersucht und miteinander verglichen.
Vorbereitung
Voraufnahmen sowie Berichte (z.B. Arztbericht vom Krankenhaus) sollten mitgebracht werden. Für die Myokardszintigraphie ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Zudem sollten die Herzmedikamente (z.B. ß-Blocker) am Untersuchungstag vor der Untersuchung nicht eingenommen werden. Die Medikamente sowie einen aktuellen Medikamentenplan sollten Sie mitbringen. Am Untersuchungstag sollten keine koffeinhaltigen Getränke (z.B. Kaffee oder Tee) getrunken werden. Wasser darf getrunken werden.
Ablauf der Untersuchung
Man beginnt in der Regel mit der Untersuchung der Durchblutung unter Belastung (mittels Fahrrad-Ergometer und /oder einem gefäßerweiternden Medikament). Hierbei erfolgt auch die Injektion des radioaktiven Arzneimittels in eine Vene, welches sich dann in Abhängigkeit von der Durchblutungssituation in den Herzmuskelzellen anreichert. Im Anschluss erfolgt eine Pause, in der die Patienten die mitgebrachten üblichen Medikamente sowie eine Mahlzeit zu sich nehmen. Danach werden die Aufnahmen (Szintigraphie sowie sehr niedrig dosierte Computertomographie) durchgeführt. Für die Untersuchung der Ruhedurchblutung (ohne körperliche Belastung und nach Einnahme der üblichen Herzmedikamente), welche in der Regel am Folgetag stattfindet, ist eine neuerliche Injektion des radioaktiven Arzneimittels erforderlich.
Nebenwirkungen
Passagere Beschwerden können im Rahmen der fahrradergometrischen und/oder medikamentösen Belastung auftreten. Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie sowie die sehr niedrig dosierte Computertomographie zur Schwächungskorrektur sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Bei der Szintigraphie beträgt die Strahlenbelastung etwa 6 mSv.
Bei der Radionuklidventrikulographie kann die Bewegung der Herzbinnenräume dargestellt und quantifiziert werden (sog. Pumpfunktion). Hierfür werden Arzneimittel verabreicht, wodurch sich ein Teil der körpereigenen roten Blutkörperchen radioaktiv markieren lässt.
Vorbereitung
Voraufnahmen sowie Berichte (z.B. Arztbericht vom Krankenhaus) sollten mitgebracht werden. Für die Radionuklidventrikulographie ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
Über eine Vene werden Arzneimittel (Pyrophosphat, 99mTc Pertechnetat) verabreicht, wodurch sich ein Teil der körpereigenen roten Blutkörperchen radioaktiv markieren lassen. Da sich das radioaktive Arzneimittel in der Schilddrüse anreichern kann, erfolgt zudem die Gabe eines Medikaments (Perchlorat), welches dies verhindert. Anschließend erfolgen Aufnahmen bis zu einer Stunde mit einer Kamera.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt um 5 mSv.
Eine Untersuchung mittels MIBG-(Herz)-Szintigraphie kann eine kardiale Beteiligung bei Morbus Parkinson oder auch Innervationsstörung des Herzens anzeigen. Hierfür wird ein radioaktives Mittel in eine Vene gespritzt. Dieses reichert sich abhängig vom Blutfluss und der Dichte der kardialen postganglionären sympathischen Innervation an. Anschließend erfolgen Aufnahmen mit einer Kamera.
Vorbereitung
Bestimmte Medikamente beeinflussen die Verteilung bzw. die Aufnahme des radioaktiven Mittels im Herz. Zur Planung des Untersuchungszeitpunkts (ggfs. müssen Medikamente vorab pausiert werden) sollten uns daher vorab eine aktuelle Medikamentenliste sowie eventuell anderweitige Berichte (z.B. Arztbericht vom Krankenhaus) zugesandt werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen.
Ablauf der Untersuchung
Da sich das radioaktive Arzneimittel in der Schilddrüse anreichern kann, erfolgt zuvor die Gabe eines Medikaments (Perchlorat), welches dies verhindert. Es erfolgt dann nach 30 Minuten die Injektion des radioaktiven Arzneimittels in eine Vene. Danach werden die Aufnahmen (Szintigraphie sowie ggfs. sehr niedrig dosierte Computertomographie) durchgeführt.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie sowie die ggfs. erforderliche sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Bei Erwachsenen beträgt die Strahlenbelastung etwa 2-3 mSv.
Diagnostik der Lunge
Mit Hilfe der Lungenszintigraphie lässt sich die Verteilung der Atemluft und des Blutes in der Lunge darstellen. Der häufigste Grund für die Durchführung einer Lungenszintigraphie ist der Ausschluss oder die Bestätigung einer Lungenembolie (z.B. bei einer chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie). Die Untersuchung erfolgt auch zur Abschätzung der postoperativen Lungenfunktion vor einer Lungenoperation.
Vorbereitung
Eventuelle Voraufnahmen (auch radiologische Voruntersuchungen wie z.B. Thorax-Röntgen oder CT) sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
In der Regel wird eine kombinierte Lungenventilations- und Lungenperfusionsszintigraphie durchgeführt. Zuerst erfolgt die Lungenventilatiosszintigraphie. Über eine Atemmaske wird durch tiefes und gleichmäßiges Atmen während einiger Atemzüge ein schwach radioaktives Arzneimittelgas (z. B. 99mTc-Technegas) eingeatmet, das sich in der Lunge verteilt. Im Anschluss erfolgen Aufnahmen mittels einer Gammakamera. Hierdurch kann die Verteilung der inhalierten Substanz in der Lunge dargestellt werden. Bei der anschließenden Lungenperfusionsszintigraphie wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels (z. B. 99mTc-MAA) in eine Vene injiziert, was eine Beurteilung der Lungendurchblutung ermöglicht. Zur anatomischen Orientierung und morphologischen Korrelation erfolgt im gleichen Untersuchungsgang eine ergänzende Röntgenschichtdarstellung des entsprechenden Bereichs (sogenannte Niedrigdosis-Computertomographie).
Nebenwirkungen
Bei der Injektion kann es sehr selten zu allergischen Reaktionen kommen, aufgrund von Eiweißbestandteilen im radioaktiv markierten Präparat. Die Szintigraphie sowie die sehr niedrig dosierte Computertomographie zur Schwächungskorrektur sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen (jeweils um 2 mSv) verbunden.
Diagnostik der Niere & Nebenniere
Die Nierenfunktionsszintigraphie bildet die Leistung der Nieren ab. Störungen der Durchblutung, der Funktion und des Harnabflusses der einzelnen Niere können durch die tubuläre Nierenfunktionsszintigraphie dargestellt werden.
Vorbereitung
Eventuelle Voraufnahmen sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Eine Untersuchung mit Röntgenkontrastmitteln sollte nicht unmittelbar vor der Nierenfunktionsszintigraphie erfolgt sein. Vor der Untersuchung sollte eine ausreichende Flüssigkeitsmenge (z.B. ein halber Liter) getrunken worden sein.
Ablauf der Untersuchung
An beide Arme wird eine Venenverweilkanüle gelegt. Auf der einen Seite erfolgt die Injektion des schwach radioaktiven Arzneimittels. Auf der anderen Seite können Blutproben entnommen werden. Sollten aufgrund der Fragestellung keine Blutentnahmen notwendig sein, wird nur eine Venenverweilkanüle gelegt (bei Kindern nur eine Venenverweilkanülen durch Kinderärztin/-arzt und keine Blutentnahme). Zeitgleich mit der Injektion wird die Aufnahme gestartet. Das radioaktive Arzneimittel wird über die Nieren ausgeschieden, was mittels einer Kamera für die Dauer von 45 Minuten beobachtet wird. Häufig ist es erforderlich, dass während der Untersuchung ein Medikament (Diuretikum) gespritzt wird, um die Urinausscheidung zu fördern. In der Regel schließen sich danach noch einzelne Aufnahmen an.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt bei Erwachsenen etwa 0,6 mSv. Bei Kindern wird die injizierte Aktivität entsprechend reduziert.
Die glomeruläre Nierenfunktionsszintigraphie erfasst einen spezifischen Teilaspekt der Nierenfunktion. Das hierfür verwendete schwach radioaktive Arzneimittel wird nahezu ausschließlich in den Nierenkörperchen glomerulär filtriert, so dass über die dynamische Messung der 99mTc-DTPA-Verteilung in den Nieren und der Blutkonzentration eine Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) beider Nieren möglich ist. Zudem kann hierbei auch die seitengetrennte Nierenfunktion angegeben werden.
Vorbereitung
Eventuelle Voraufnahmen sollten uns zur Verfügung gestellt werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Vor der Untersuchung sollte eine ausreichende Flüssigkeitsmenge (mindestens ½ Liter) getrunken werden. Eine Untersuchung mit Röntgenkontrastmitteln sollte nicht unmittelbar vor der Nierenfunktionsszintigraphie erfolgt sein.
Ablauf der Untersuchung
An beide Arme wird eine Venenverweilkanüle gelegt. Auf der einen Seite erfolgt die Injektion des schwach radioaktiven Arzneimittels. Auf der anderen Seite können Blutproben entnommen werden. Zeitgleich mit der Injektion wird die Aufnahme gestartet. Das radioaktive Arzneimittel wird über die Nieren ausgeschieden, was mittels einer Kamera für die Dauer von 45 Minuten beobachtet wird. Während der Untersuchung sowie nach drei Stunden erfolgt jeweils noch eine Blutentnahme.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden (bei Erwachsenen ca. 0,5 mSv). Bei Kindern wird die injizierte Aktivität entsprechend reduziert.
Diese Untersuchung dient der Darstellung von funktionellem bzw. funktionsgemindertem Nierengewebe. Beispielsweise können hiermit Narben nach Entzündungen (Pyelonephritis) dargestellt werden. Auch kann vor einer operativen Nierenentfernung die seitenanteilige Leistung der Nieren prozentual angegeben werden.
Vorbereitung
Eventuelle Voraufnahmen sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu sein. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Eine Untersuchung mit Röntgenkontrastmitteln sollte nicht unmittelbar vor der Nierenszintigraphie erfolgt sein.
Ablauf der Untersuchung
Das schwach radioaktive Arzneimittel wird eine Vene injiziert, verteilt sich und reichert sich innerhalb der nächsten Stunden in den Nieren an. Nach etwa drei Stunden zeichnet eine Kamera Bilder auf. Gelegentlich werden zusätzlich durch Drehung der Kameras um den Körper Schnittbilder angefertigt, so dass kleine Defekte besser sichtbar werden.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt bei Erwachsenen um 0,6 mSv. Bei Kindern wird die injizierte Aktivität entsprechend reduziert.
MIBG (Meta-Iodo-Benzyl-Guanidin) ist dem Noradrenalin ähnlich und reichert sich in Katecholamin-produzierenden Tumoren wie dem Neuroblastom oder dem Phäochromozytom an.
Vorbereitung
Vorab sollten uns die Medikamente mitgeteilt werden, da Medikamente, die mit der Aufnahme von 123I-MIBG wechselwirken können, zuvor pausiert werden sollten. Eventuelle Voraufnahmen (z.B. radiologische Voruntersuchungen wie CT) sollten zur Untersuchung mitgebracht werden. Da sich das im Arzneimittel enthaltene radioaktive Jod in der Schilddrüse anreichern kann ist zum Schutz der Schilddrüse vor der Untersuchung die Gabe von Perchlorat-Tropfen erforderlich, welches bis zu drei Tage nach der Untersuchung fortgeführt wird.
Ablauf der Untersuchung
Sofern Perchlorat eingenommen wurde, erfolgt in zeitlichem Abstand (ca. 30 Minuten) hierzu die Gabe des schwach radioaktiven Arzneimittels über eine Vene. Das Arzneimittel verteilt sich und reichert sich innerhalb der nächsten Stunden in Tumorzellen an. Einige andere Organe nehmen ebenfalls geringe Mengen dieses Stoffes auf. Nach ein paar Stunden erfolgt eine Aufnahme von der Verteilung der radioaktiven Substanz. Weitere Aufnahmen werden dann am folgenden Tag und gegebenenfalls auch am übernächsten Tag angefertigt. In der Regel erfolgt auch eine niedrig-dosierte Computertomographie zur besseren Tumorlokalisation.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie sowie die ggfs. erforderliche sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt ca. 6 mSv.
Diagnostik des Lymphsystems
Als Wächterlymphknoten wird der erste (gelegentlich sind es auch mehrere) Lymphknoten bezeichnet, über den der Abfluss der Lymphflüssigkeit erfolgt. Mittels Szintigraphie kann der zu einem Tumor zugehörige Wächterlymphknoten markiert und identifiziert werden, der nach operativer Entfernung feingeweblich untersucht wird. Hierdurch kann die Anzahl der Lymphknoten, die operativ entfernt werden müssen und damit auch das Ausmaß der Nebenwirkungen reduziert werden. Die Untersuchung wird üblicherweise einen Tag vor einer Operation durchgeführt. Einsatz findet die Untersuchung beim Mammakarzinom, Melanom, Prostatakarzinom sowie anderen Tumoren.
Vorbereitung
Eine bestimmte Vorbereitung ist nicht notwendig. Voruntersuchungen (Bericht und Aufnahmen) sollte jedoch mitgebracht werden.
Ablauf der Untersuchung
Mit einer feinen Nadel wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz injiziert. Das Arzneimittel wird über die Lymphgefäße abtransportiert. Dies wird mittels einer Kamera aufgezeichnet. Nach einer Pause von etwa zwei Stunden erfolgen erneut Aufnahmen des Lymphabflussbereiches mit der Gammakamera. Durch zusätzliche Schichtaufnahmen sowie niedrig dosierter Computertomographie zur anatomischen Orientierung ist gelegentlich eine bessere Lokalisierung des Wächterlymphknotens möglich. Auf der Haut wird mit einem Stift der Punkt markiert, auf den sich der Wächterlymphknoten projiziert. Die operative Entfernung des Lymphknotens erfolgt in der Regel am Folgetag.
Nebenwirkungen
Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten. Die Szintigraphie sowie die evtl. erforderliche, sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Die Strahlenbelastung durch die Szintigraphie beträgt weniger als 2 mSv.
Die Lymphszintigraphie dient u.a. der Erkennung von Lymphtransportstörungen (Lymphödem) bzw. der Abgrenzung gegenüber anderweitig bedingten Schwellungen der Extremitäten (z. B. Lipödem).
Vorbereitung
Eine bestimmte Vorbereitung ist nicht notwendig. Voruntersuchungen (Bericht und Aufnahmen) sollte jedoch mitgebracht werden.
Ablauf der Untersuchung
Mit einer feinen Nadel wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz im Bereich der Hände bzw. Füße injiziert. Das Arzneimittel wird über die Lymphgefäße abtransportiert. Dies wird mittels einer Kamera aufgezeichnet. Nach einer Pause erfolgen erneut Aufnahmen des Lymphabflussbereiches mit der Gammakamera.
Nebenwirkungen
Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt weniger als 2 mSv.
Diagnostik der Schilddrüse
Beispielsweise können hierdurch die Art und das Ausmaß einer Funktionsstörung der Schilddrüse bzw. einzelner Läsionen in der Schilddrüse untersucht werden.
Vorbereitung
Für die Schilddrüsenszintigraphie ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden (Ausnahme jodhaltige Präparate). Voruntersuchungen (Bericht und Aufnahmen) sowie ein aktueller Medikamentenplan sollte mitgebracht werden.
Ablauf der Untersuchung
Für die Szintigraphie wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels (99mTc-Pertechnetat) in eine Armvene injiziert. 99mTc-Pertechnetat wird wie das für die Hormonsynthese erforderliche Jod in die Schilddrüsenzellen aufgenommen. Nach etwa 15-20 Minuten wird die Verteilung der radioaktiven Substanz in der Schilddrüse mit Hilfe einer Kamera aufgezeichnet. Die Aufnahme dauert 5 Minuten.
Nebenwirkungen
Da bei der Szintigraphie ein schwach radioaktives Arzneimittel verwendet wird, ist diese Untersuchung mit einer geringen Strahlenexposition verbunden (< 1 mSv). Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten.
Die Nebenschilddrüsen befinden sich für gewöhnlich unmittelbar hinter der Schilddrüse. Abweichungen von dieser Lage (z.B. Thorax) sind möglich. Mit der Nebenschilddrüsenszintigraphie lassen sich vergrößerte, überaktive Nebenschilddrüsenadenome darstellen bzw. lokalisieren (z.B. bei primärem Hyperparahyreoidismus).
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Voraufnahmen und aktuelle Laborwerte (Parathormon, Calcium) sollten mitgebracht oder vorab zugeschickt werden.
Ablauf der Untersuchung
Für die Szintigraphie wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels (99mTc-MIBI, Methoxyisobutylisonitril) in eine Armvene injiziert. Nach etwa 10-15 Minuten werden mittels einer Kamera Bilder aufgezeichnet. Im Anschluss werden noch weitere Aufnahmen sowie eine zusätzliche Schichtaufnahmen (SPECT-CT) durchgeführt. Zudem erfolgt eine Untersuchung mit Ultraschall am Hals. Für die Untersuchung sollten etwa 4 Stunden Zeit eingeplant werden. In Abhängigkeit vom Untersuchungsumfang und Patientenaufkommen kann es jedoch zu zeitlichen Abweichungen kommen.
Nebenwirkungen
Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten. Die Szintigraphie sowie die sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Bei der Szintigraphie beträgt die Strahlenbelastung etwa 3 mSv.
Diagnostik der Knochen & Gelenke
Die Untersuchung dient der Darstellung eines alterierten Knochenstoffwechsels (z. B. bei Metastasen bzw. Tumoren, Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen, Frakturen), da das schwach radioaktiv markierte Arzneimittel in die stoffwechselaktiven Bereiche des Knochens eingebaut wird.
Vorbereitung
Voraufnahmen (z.B. CT-, MRT-Untersuchungen) sollten mitgebracht werden. Hierdurch lassen sich auch evtl. Zusatzaufnahmen vermeiden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
Das schwach radioaktive Arzneimittel wird in die Vene injiziert. Das Arzneimittel reichert sich in den Knochen an. Nach der Injektion und einer evtl. Frühaufnahme sollte Flüssigkeit getrunken und die Blase wiederholt entleert werden, damit das nicht in die Knochen aufgenommene radioaktive Arzneimittel über die Nieren ausgeschieden werden kann. Dies dient sowohl der Verbesserung der Bildqualität als auch der Reduktion der Strahlenexposition. Später (in der Regel nach etwa drei Stunden) erfolgen Aufnahmen der Verteilung der radioaktiven Substanz mittels einer Kamera. Bei speziellen Fragestellungen werden unmittelbar während oder nach der Injektion bereits zusätzliche Bilder aufgenommen. Durch zusätzliche Schichtaufnahmen (SPECT) sowie niedrig dosierte Computertomographie (CT) zur anatomischen Orientierung ist gelegentlich eine bessere Beurteilung fraglicher Bereiche möglich.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie sowie die evtl. erforderliche, sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Bei der Szintigraphie beträgt die Strahlenbelastung etwa um 5 mSv. Bei der Untersuchung von Kindern wird die injizierte Aktivität entsprechend reduziert.
Als Leukozyten werden die weißen Blutkörperchen bezeichnet. Diese Blutkörperchen lassen sich radioaktiv markieren und deren Verteilung erfassen. Ein Entzündungsherd mit einer vermehrten Ansammlung der Leukozyten (beispielsweise eine Knochenmarkentzündung) kann sich mittels dieser Untersuchung nachweisen lassen.
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Voraufnahmen sollten mitgebracht oder vorab zugeschickt werden.
Ablauf der Untersuchung
Es erfolgt zuerst eine Blutentnahme. Nach radioaktiver Markierung der weißen Blutkörperchen werden diese über eine Vene wieder injiziert. Die Leukozyten wandern in den Entzündungsherd. Nach einer etwa vier stündigen Wartezeit werden Aufnahmen angefertigt, die die Verteilung der radioaktiv markierten Leukozyten anzeigen. Eine weitere Aufnahme nach 24 Stunden ist für gewöhnlich erforderlich. Falls erforderlich lässt sich mittels zusätzlicher Schichtaufnahmen (SPECT) sowie eine Computertomographie (CT) die Beurteilung verbessern.
Nebenwirkungen
Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten. Die Szintigraphie geht mit einer Strahlenexposition einher, die für gewöhnlich etwas über dem dreifachen der natürlichen Strahlenbelastung liegt. Die evtl. erforderliche, sehr niedrig dosierte Computertomographie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden.
Diagnostik des Hirns
Ein Absterben bestimmter Nervenzellen tritt bei neurologischen Erkrankungen wie der Parkinsonerkrankung auf. Dies kann durch eine verminderte Aufnahme eines radioaktiven Arzneimittels (123Iod-Ioflupan) in diese Nervenzellen dargestellt werden. Damit lassen sich auch Erkrankungen voneinander abgrenzen (z.B. zwischen einer Parkinsonerkrankung und einem essentiellen Tremor).
Vorbereitung
Voraufnahmen sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu escheinen. Zur Planung des Untersuchungszeitpunkts sollten uns vorab die Medikamente mitgeteilt werden, da Medikamente, die mit der Aufnahme des radioaktiven Arzneimittels wechselwirken können, pausiert werden sollten. Da sich das im Arzneimittel enthaltene radioaktive Jod in der Schilddrüse anreichern kann, ist zum Schutz der Schilddrüse vor der Untersuchung die Einnahme von Perchlorat-Tropfen erforderlich
Ablauf der Untersuchung
Nach Einnahme von Perchlorat-Tropfen und einer Wartezeit von 30 Minuten erfolgt die Injektion des schwach radioaktiven Arzneimittels in eine Vene. Das Arzneimittel verteilt sich dann über den Blutkreislauf und reichert sich innerhalb der nächsten 3-4 Stunden im Bereich bestimmter (Dopamin freisetzender bzw. wieder aufnehmender) Nervenzellen im Gehirn an. Es erfolgen dann Schichtaufnahmen (SPECT) auf denen die Verteilung des Arzneimittels im Gehirn und so die Funktionalität der Nervenzellen sichtbar wird. Während der Aufnahmen darf der Kopf nicht bewegt werden.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt etwa 4 mSv.
Anmerkung
Sofern nach dieser Untersuchung ein weitergehender Abklärungsbedarf besteht (z.B. ob ein atypisches Parkinson-Syndrom vorliegt) ist die Durchführung einer FDG-Hirn-PET anzuraten.
Einsatz findet diese Untersuchung u.a. zur Darstellung einer eventuell eingeschränkten zerebralen Perfusionsreserve aufgrund einer Einengung hirnversorgender Blutgefäße.
Vorbereitung
Voraufnahmen (z.B. CT-, MRT-Untersuchungen) sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen.
Ablauf der Untersuchung
Nach einer Ruhephase erfolgt die Injektion einer geringen Menge des radioaktiven Arzneimittels in eine Vene. Das Arzneimittel verteilt sich nach der Injektion über den Blutkreislauf und reichert sich innerhalb der nächsten Minuten im Gehirn an. Nachfolgend werden Schichtbilder (SPECT) aufgezeichnet, auf denen die Verteilung des Arzneimittels im Gehirn und so die Hirndurchblutung sichtbar wird. Zur Beurteilung der Perfusionsreserve wird zusätzlich ein Untersuchungsabschnitt mit pharmakologischer Belastung (Azetazolamid) sowie erneuter Injektion des radioaktiven Arzneimittels durchgeführt.
Nebenwirkungen
Bei der Untersuchung unter pharmakologischer Belastung mit Azetazolamid treten gelegentlich Nebenwirkungen in Form von Schwindel, Tinnitus, Übelkeit und Blutdruckabfall auf, die in den meisten Fällen keiner medikamentösen Therapie bedürfen. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt etwa 6 mSv.
Diagnostik des Gastrointestinaltraktes
Bei bestimmten Erkrankungen kann eine Verlangsamung des Nahrungstransports in der Speiseröhre auftreten (z. B. bei Sklerodermie), die mit Hilfe der Ösophagusszintigraphie nachgewiesen werden kann. Hierfür wird ein schwach radioaktiv markierter Brei in kleinen Portionen geschluckt und mit einer Gammakamera verfolgt.
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Vorab sollten uns die Medikamente mitgeteilt werden, da bestimmte Medikamente (Prokinetika), die Funktion der Speiseröhrenmuskulatur beeinflussen und vorab pausiert werden sollten.
Ablauf der Untersuchung
Die Untersuchung erfolgt im Liegen. Der schwach radioaktiv markierte Brei wird in kleinen Portionen geschluckt. Mittels einer Gammakamera werden zeitgleich Aufnahmen angefertigt.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt etwa 0,2 mSv.
Mit dieser Untersuchung kann eine Beschleunigung oder Verlangsamung des Nahrungstransports im Magen (z. B. bei Diabetes mellitus, Magenausgangsstenose, Dumping-Syndrom) objektiviert werden. Hierfür wird eine schwach radioaktiv markierte Testmahlzeit (Haferbrei) getrunken und der Abtransport aus dem Magen mittels einer Kamera aufgezeichnet.
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Vorab sollten Medikamente (Prokinetika), die die Funktion des Magen beeinflussen, pausiert werden.
Ablauf der Untersuchung
Die Untersuchung erfolgt im Sitzen neben einer Gammakamera und beginnt mit dem Trinken der Testmahlzeit (Haferbrei), welche ein schwach radioaktives Arzneimittel (z.B. 99mTc-Schwefelkolloid) enthält. Die Aufnahme dauert 45 Minuten, in denen man ruhig sitzen bleiben sollte.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt weniger als 1 mSv.
Mit dieser Untersuchung kann der Verlust von Gallensäuren (z.B. bei ungeklärter Diarrhoe bzw. bei V.a. ein Gallensäureverlustsyndrom) quantifiziert werden. Nach Gabe des radioaktiven Arzneimittels werden Messungen üblicherweise bis zum siebten Tag nach der Einnahme durchgeführt und die verbliebene Aktivität in Prozent des Ausgangswertes angegeben (7-Tage-Retention).
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Vorab sollten Medikamente, die die Gallensäureausscheidung oder die Diarrhoen beeinflussen (z.B. Cholestyramin), pausiert werden.
Ablauf der Untersuchung
Nach Einnahme der Testkapsel werden im Sitzen für ein paar Minuten Messungen durchgeführt.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer geringen Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und liegt bei Erwachsenen um 0,3 mSv.
Gelegentlich führt ein Meckel-Divertikel zu Komplikationen wie z.B. einer Blutung. Die Untersuchung dient dem Nachweis bzw. der Lokalisation eines solchen Meckel-Divertikels.
Vorbereitung
Für die Untersuchung ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
Nachdem vorab für drei Tage Triiodthyronin (Thybon) zum Schutz der Schilddrüse eingenommen wurde, wird am Untersuchungstag das schwach radioaktive Arzneimittel in eine Armvene injiziert. Zeitgleich erfolgt eine Aufnahme mittels einer Gammakamera. Das Arzneimittel verteilt sich und reichert sich in der Magenschleimhaut an. Ein Meckel-Divertikel, das ektope Magenschleimhaut enthält, zeigt ebenfalls eine Aktivitätsanreicherung. Gegebenenfalls werden zusätzlich Schichtbilder aufgezeichnet, auf denen die Anreicherung besser lokalisiert werden kann. Die Dauer der Untersuchung beträgt 45 Minuten und kann sich in Abhängigkeit von der Anzahl zusätzlicher Aufnahmen verlängern.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt bei Erwachsenen um 2 mSv.
Bei Blutungen im Magen-Darm-Trakt kann die Untersuchung hilfreich sein, um den Blutungsort auch bei geringerer Blutungsstärke ausfindig zu machen.
Vorbereitung
Es ist nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
Die patienteneigenen Erythrozyten werden radioaktiv markiert. Für diesen Zweck wird eine Venenverweilkanüle gelegt. Nach der Injektion des radioaktiven Arzneimittels werden Aufnahmen angefertigt. Im Falle einer gastrointestinalen Blutung kann eine Anreicherung der radioaktiven Substanz sowie ein Abtransport im Darm beobachtet werden. Die Dauer der Untersuchung hängt vom Auftreten und der Ausprägung der Blutung ab und kann sich über mehrere Stunden erstrecken.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden (ca. 5 mSv).
Diagnostik der Prostata
Das Prostata-spezifische Membran-Antigen (PSMA) ist ein Bestandteil der Prostatazellen und kommt beim Prostatakrebs und deren Metastasen gehäuft vor. Dieses Protein kann mit einer radioaktiven Substanz adressiert werden. Hierdurch lassen sich der Tumor bzw. die Metastasen identifizieren und zielgerichtet im Rahmen einer Operation entfernen.
Vorbereitung
Eine bestimmte Vorbereitung ist nicht notwendig. Voruntersuchungen (Bericht und Aufnahmen) sollten jedoch mitgebracht werden.
Ablauf der Untersuchung
Über eine Armvene wird am Tag vor der Operation eine schwach radioaktiv markierte Substanz injiziert. Das Arzneimittel reichert sich im Tumor an, was mittels einer Gammakamera vorab am Tag der Operation dargestellt wird. Durch zusätzliche Schichtaufnahmen sowie niedrig dosierter Computertomographie ist eine bessere Lokalisierung (z.B. einer Lymphknotenmetastase) möglich.
Nebenwirkungen
Relevante, durch das radioaktive Arzneimittel auftretende Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht zu erwarten. Die Szintigraphie sowie die sehr niedrig dosierte Computertomographie sind jeweils mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden. Bei der Szintigraphie beträgt die Strahlenbelastung um 6 mSv.
Diagnostik der Milz
Die Milzszintigraphie dient dem Erkennen einer Nebenmilz, einem Milzrest oder einer Regeneratmilz nach einer operativen Entfernung.
Vorbereitung
Voraufnahmen sowie Berichte (z.B. Arztbericht vom Krankenhaus) sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden.
Ablauf der Untersuchung
Es wird über eine Vene eine kleine Menge Blut entnommen und nach radioaktiver Markierung wieder injiziert. Da sich das radioaktive Arzneimittel in der Schilddrüse anreichern kann, erfolgt zudem die Gabe eines Medikaments, welches dies verhindert. Anschließend erfolgen Aufnahmen mit einer Kamera. Falls erforderlich lässt sich mittels zusätzlicher Schichtaufnahmen (SPECT) sowie eine Computertomographie (CT) die Beurteilung verbessern.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer geringen Strahlenbelastung (bei Erwachsenen weniger als 0,5 mSv) verbunden. Die Strahlenexposition einer evtl. erforderlichen, sehr niedrig dosierten Computertomographie liegt im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen.
Diagnostik der Leber
Die Leberfunktionsszintigraphie kann ergänzende Informationen zur Differenzierung einer fokal-nodulären-Hyperplasie (FNH), bei Verdacht auf eine angeborene Anomalie des Gallengangssystems (z.B. Atresie) oder zum Nachweis eines Gallelecks (z.B. postoperativ) liefern.
Vorbereitung
Voraufnahmen sowie Berichte (z.B. Arztbericht vom Krankenhaus) sollten mitgebracht werden. Für die Untersuchung ist es erforderlich nüchtern zu erscheinen. Bei Erwachsenen sollte auf Nikotinkonsum verzichtet werden. Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Für die Diagnostik einer Gallengangsatresie ist eine vorbereitende Gabe von Phenobarbital erforderlich.
Ablauf der Untersuchung
Über eine Armvene wird ein schwach radioaktives Arzneimittel injiziert. Zeitgleich mit der Injektion wird die Aufnahme gestartet. Das Arzneimittel wird von den Leberzellen aufgenommen und ins Gallengangsystem ausgeschieden. Die Dauer der Untersuchung hängt von der jeweiligen Fragestellung ab, beträgt aber mindestens etwa eine Stunde. Sie kann sich jedoch auch über mehrere Stunden erstrecken, da ggf. zwischen einzelnen Aufnahmen eine sogenannte Reizmahlzeit gegeben werden muss, die die Ausscheidung des Arzneimittels über die Leber fördert. Gelegentlich sind statische Aufnahmen in größerem zeitlichem Abstand notwendig.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden und beträgt bei Erwachsenen ca. 2 mSv.
Diagnostik des Hämatologischen Systems
Durch die Markierung der Thrombozyten mit 111In-Oxinat kann die Überlebenszeit dieser Zellen anhand von Blutentnahmen und Messung der Aktivität bestimmt werden. Zudem lässt sich der Abbauort bestimmen, was bei organbevorzugtem Thrombozytenabbau (z. B. im Rahmen einer Immunthrombozytopenie) ggf. die Indikation zur Splenektomie unterstützen kann.
Vorbereitung
Es ist erforderlich nüchtern zu erscheinen. Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Bei deutlich erniedrigter Thrombozytenanzahl wird die Untersuchung mit Spenderthrombozyten durchgeführt.
Ablauf der Untersuchung
Zunächst wird an einem Arm eine Venenverweilkanüle gelegt und Blut entnommen. Es folgt eine Pause, in der im Labor die Thrombozyten radioaktiv markiert werden. Diese werden dann reinjiziert. Die markierten Thrombozyten verteilen sich nun, genau wie die normalen Thrombozyten, über die Blutgefäße im Körper und werden in der Leber und Milz abgebaut. Am ersten Tag sowie den folgenden Tagen erfolgen neben Aufnahmen noch Blutentnahmen.
Nebenwirkungen
Häufiger auftretende Nebenwirkungen des verwendeten radioaktiven Arzneimittels sind nicht bekannt. Die Szintigraphie ist mit einer Strahlenexposition im Bereich üblicher Röntgenuntersuchungen verbunden (ca. 6 mSv).
Kontakt
Sie haben Fragen zu diesem Bereich, die Sie gerne persönlich stellen möchten? Wir sind für Sie da:
Prof. Dr. med. Constantin Lapa
Direktor der Klinik für Nuklearmedizin
Telefon: 0821 400-2050
E-Mail: nuklearmedizin@uk-augsburg.de
Bernd Nittbaur
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