Alle reden von Nachhaltigkeit – aber was ist damit gemeint?
Dr. med. Renate Linné, die stellvertretende Kaufmännische Direktorin, leitet und unterstützt die Kampagne »UMAGG« nicht nur von Herzen, sondern weiß auch um die Bedeutung für das Universitätsklinikum:
»Auch wenn der Nachhaltigkeitsbegriff, so wie wir ihn verstehen, verschiedene Punkte aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales aufgreift, ist es wichtig, dass wir uns nicht nur Schritt für Schritt diesen Themen zuwenden, sondern auch Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit entwickeln. Uns geht es nicht nur um die Verbesserung der Situation direkt hier vor Ort am Universitätsklinikum. Es geht uns auch darum, einen Beitrag zu leisten und ein Bewusstsein im Gesundheitswesen für diese Themen zu schaffen. Denn wir müssen jetzt handeln und konkrete Veränderungen herbeiführen.«
Dr. med. Renate Linné
Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) definiert Nachhaltigkeit als die erfolgreiche Umsetzung der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Verständnis umfasst sowohl lokale als auch globale Aspekte der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit.
Im Zentrum steht die Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und kommenden Generationen – orientiert an den planetaren Belastungsgrenzen und dem Ziel eines Lebens in Würde für alle. Das UKA versteht Nachhaltigkeit als umfassendes Prinzip, das alle Bereiche der Universitätsmedizin durchdringt: Medizinische Versorgung, Forschung und Lehre wie auch Verwaltung.
Leitbild
Die Verankerung von Nachhaltigkeit als eine der vier Säule des Leitbildes am Universitätsklinikum Augsburg (UKA) unterstreicht ihren hohen Stellenwert. Das UKA verpflichtet sich der ökologischen Nachhaltigkeit und dem Erreichen der Klimaneutralität. Die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Verantwortung erfordert einen kontinuierlichen Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigen Universitätsklinikum. Ein Umdenken in allen Bereichen sowie die laufende Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen mit universitätsmedizinischem Anspruch sind dabei wesentlich. Eine weitere Dimension von Nachhaltigkeit liegt am UKA in der Förderung des Nachwuchses und der Bindung der Mitarbeitenden.
Zielsetzung
Zentrale Ziele sind unter anderem die Reduktion des CO2-Ausstoßes („Zero Emission“ des UKA im Jahr 2040), die Minimierung von Abfällen mit nachhaltigem Abfallmanagement und die Förderung der Energieeffizienz. Dabei wird auch die nachhaltige Beschaffung von Materialien und Produkten berücksichtigt, ebenso wie die Reduktion des Wasserverbrauchs und die Umstellung auf klimafreundliche Mobilitätslösungen für Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten.
Zudem wird die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie etwa nachhaltigen Lieferanten oder regionalen Kooperationen, intensiviert. Nachhaltigkeit gelingt nur im Miteinander. Deshalb bindet das UKA seine Mitarbeitenden, Studierenden, Patientinnen und Patienten und Partner aktiv in seine Maßnahmen ein. Unterstützt wird dies auch durch interdisziplinäre Forschungsprojekte mit der Universität Augsburg zu den Themen Public und Environmental Health, Klimafolgen und nachhaltige Versorgung.
Gemeinsames Handeln
Ein Team des Universitätsklinikums sowie die Kooperations- und Netzwerkpartner der »UMAGG«-Initiative entwickeln dabei seit 2019 verschiedene Maßnahmen, die nachhaltig zum Klimaschutz beitragen.