Die in 2026 gegründete Sektion quantitative molekulare Bildgebung und Dosimetrie unter der Leitung von Frau Dr. Julia Brosch-Lenz befasst sich mit nuklearmedizinischer Bildgebung und Dosisverifikation bei neuen und etablierten Radiopharmaka für Diagnostik und Therapie. Das Feld der nuklearmedizinischen Theranostik ist strategisch besonders wichtig für personalisierte Medizin und ist ein schnell wachsendes Gebiet der Forschung mit vielversprechender klinischer Anwendung und bereits etablierten Methoden für Diagnose und Therapie.
Die Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Augsburg bietet neben den bereits zugelassenen nuklearmedizinischen Therapien wie die Radiojodtherapie, die Peptid-Radio-Rezeptor-Therapie (PRRT) von neuroendokrinen Tumoren und die Radioliganden-Therapie von metastasierten Prostatakarzinomen, auch den Zugang zu neuesten Bildgebung und Therapiemöglichkeiten und klinischen Studien.
Die Erforschung von optimalen Bildgebungsprotokollen und Dosisabschätzung für neue Radiopharmaka ist eine Herausforderung und die klinische Implementierung von Theranostischer Molekularer Bildgebung und Dosimetrieprotokollen ist dabei ein komplexer, aber entscheidender Schritt, um die präzise Diagnose und individuelle Therapieplanung zu verbessern.
Molekulare Bildgebung
Molekulare Bildgebung nutzt spezielle Kameras (Gammakamera, SPECT und PET) und ermöglicht durch Verabreichung spezieller radioaktiv-markierter Arzneimittel tiefere Einblicke in biologische Prozesse, Organfunktion und Stoffwechselaktivitäten zu gewinnen und bildlich darzustellen.
Die Optimierung der Protokolle für diagnostische PET Aufnahmen, konventionelle nuklearmedizinische Diagnostik mittels planarer Bildgebung und SPECT sowie die post-therapeutische Bildgebung steht dabei im Mittelpunkt. Die Bearbeitung, quantitative Analyse und Auswertung unterstützten die Diagnose und Befundung nach neuestem Stand der Technik und Forschung und im Einklang mit nationalen und internationalen Leitlinien. Bildbasierte Biomarker wie beispielsweise das metabolische Tumorvolumen und maximale und minimale sogenannte ‚Standardized Uptake Values‘ helfen die Tumorlast zu bewerten und molekulare Prozesse zu evaluieren.
Dosimetrie
Der zweite Schwerpunkt der Sektion liegt auf der Dosimetrie, also der Berechnung und Abschätzung der Strahlendosis auf gesundes und erkranktes Gewebe sowohl bei der Bildgebung als auch bei nuklearmedizinischen Therapien. Mittelst neuester PET/CT und SPECT/CT Geräten zur Hybridbildgebung, kann die Verteilung des radioaktiven Arzneimittels in den Organen und Regionen von Interesse zeitlich dargestellt werden. Dieser zeitliche Verlauf ist organ- und patienten-spezifisch und wird als Berechnungsgrundlage für die Dosimetrie verwendet. Die patienten-individuelle Dosisberechnung hilft dem Verständnis und der Etablierung von Dosis-Effekt Beziehungen und soll die Sicherheit sowie Effektivität der Behandlung für Patienten zu maximieren.
Kontakt
Sie haben Fragen zu diesem Bereich oder möchten für eine Abschlussarbeit (Bachelor-, Master-, oder Doktorarbeit) anfragen? Wir sind gerne für Sie da:
Dr. rer. nat. Julia Brosch-Lenz
Leitung der Sektion
Telefon: 0821 400-165984
E-Mail: Julia.Brosch-Lenz@uk-augsburg.de