Prostata-Arterien-Embolisation – PAE

Die gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist die häufigste gutartige Tumorerkrankung des Mannes und tritt vornehmlich im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Reicht eine medikamentöse Behandlung von begleitenden Symptomen der BPH nicht aus, wird in der Regel empfohlen, Teile der Prostata operativ zu entfernen. Die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) stellt dabei eine neue, minimal-invasive Behandlungsalternative zur operativen Therapie dar.

Ziel der PAE ist die Reduktion des Organvolumens und dadurch die Minderung der dass die typischen Beschwerden wie vermehrter und verlängerter Harndrang. Die PAE kann dabei eine Alternative für Patienten sein, die die Behandlung mittels der herkömmlichen transurethralen Resektion (TURP) ablehnen. Zudem kann die PAE vor allem bei sehr großen Drüsen, die typischerweise durch eine offene Operation behandelt würden, eine schonende Alternative darstellen.

Vor der Untersuchung muss das Vorliegen eines bösartigen Prostatakarzinoms ausgeschlossen werden. Über die Leistenarterie wird ein schmaler Katheter bis in die die Prostata versorgenden Arterien vorgeführt. Die korrekte Lage wird unter Röntgenkontrolle und mittels Kontrastmittelgabe überprüft.

Über die entsprechenden Gefäße werden dann winzige Kunstoffkügelchen in die Prostata eingeschwemmt. Diese unterbinden die weitere Blutzufuhr. Dadurch stirbt Prostatagewebe ab, das Organ verkleinert sich und der Druck auf die Harnröhre nimmt ab. Dies führt zur Reduktion der assoziierten Beschwerden. Die Linderung der Symptome tritt dabei in der Regel spätestens 4 bis 6 Wochen nach der Behandlung ein.

Nebenwirkungen der Therapie sind selten und in den überwiegenden Fällen leicht zu behandeln. Dazu zählen leichte Schmerzen oder ein brennendes Gefühl in der Harnröhre, Harnwegsinfekte, die sich gut antibiotisch behandeln lassen oder ein akuter Harnverhalt, der mittels kurzzeitiger Einlage eines Harnblasenkatheters überwunden werden kann. 

Weitere, seltenere Nebenwirkungen sind Blut im Urin, im Ejakulat oder geringe Blutauflagerungen auf dem Stuhl für einige Tage nach der PAE. 

Im Gegensatz zu den operativen Behandlungsoptionen sind bislang keine kurz- oder langfristig nachteiligen Effekte auf die sexuelle Potenz oder die Kontinenz beschrieben worden.

Weitere Informationen zur PAE finden sie in dem hier verlinkten Informationsschreiben der CIRSE (Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe).

Patienteninformation Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) 

 

Ansprechperson: 
Michelle Bauer - Tel.: 0821 400-2945 - E-Mail: radiologie@uk-augsburg.de