
Unsere Projekte
Übersicht der Projekte am Universitätsklinikum Augsburg
Weniger Plastik, mehr Nachhaltigkeit:
Umstellung der Wasserversorgung am UKA
Plastik vermeiden, wo es sinnvoll und möglich ist. Nach diesem Prinzip setzte die Stabsstelle Medizin und Gesellschaft gemeinsam mit der Klinikhygiene des UKA im Jahr 2019 ein wegweisendes Projekt zur Ressourcenschonung um. 0,4 Mio. Einweg-Plastikbecher für den Eigengebrauch ersetzten die Mitarbeitenden aller Berufsgruppen fortan durch mitgebrachte Mehrwegflaschen. Im Jahr 2022 folgte die Umstellung der 1,5 Mio. Kunststoffbecher aus der Patientenversorgung auf rPET-Becher.
Diese Umstellungen leisten einen spürbaren und sichtbaren Beitrag zur Reduktion von Einwegplastik am UKA. Das Projekt zeigt, wie auch scheinbar alltägliche Gebrauchsgegenstände nachhaltig gedacht und neu organisiert werden können, mit einem deutlichen Mehrwert für Umwelt und Ressourcenschutz.
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Textilrecycling am UKA
Das UKA setzt gezielte Maßnahmen zur Ressourcenschonung um. Ein Beispiel dafür ist die Förderung von Textilrecycling direkt auf dem Klinikgelände. Die Stabsstelle Medizin und Gesellschaft stellte in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz zwei Kleidercontainer auf, um den Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten wie auch Besuchern eine einfache Möglichkeit zu bieten, gebrauchte Kleidung verantwortungsvoll zu entsorgen.
Durch die Wiederverwertung von Textilien werden wertvolle Ressourcen geschont und Abfallmengen reduziert. Ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig fördert die Maßnahme das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im Alltag. Mit der Installation der beiden Kleidercontainer macht das UKA einen weiteren Schritt in Richtung umweltfreundlicher Klinikbetrieb – praktisch, sichtbar und wirkungsvoll.
Abfallmanagement am UKA
Im Klinikalltag fallen täglich große Mengen an Verpackungsmaterialien an, insbesondere Einweg-Abdeckungen für Betten und Nachtkästchen. Seit 2022 setzt das UKA hier gezielt auf Recycling: Die verwendeten PE-Folien werden nach Gebrauch gesammelt und einem spezialisierten externen Unternehmen zugeführt. Allein im Jahr 2024 konnten auf diese Weise 5,69 Tonnen PE-Folie dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Material, das sonst in der Müllverbrennung gelandet wäre. Das Projekt vermeidet somit klimaschädliche Emissionen, reduziert den Restmüll und verbessert die ökologische Bilanz des Klinikbetriebes.
Durch die gezielte Trennung und Rückführung von Kunststoffabfällen zeigt das UKA, wie auch Alltagsmaterialien einen Unterschied machen können, wenn sie bewusst erfasst und nachhaltig behandelt werden.
Nachhaltige Verpflegung am UKA
Nachhaltigkeit beginnt im Alltag. Dort setzt das Projekt „Nachhaltige Verpflegung am UKA“ an. Ziel ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie unseren Mitarbeitenden bewusster und ressourcenschonender zu gestalten. Dabei stehen sowohl ökologische Aspekte als auch die Förderung gesunder Ernährung im Mittelpunkt. Seit dem Jahr 2025 nimmt das UKA am bundesweit ausgelegten „Cool-Food-Projekt“, koordiniert über das UK Tübingen, teil. Das UKA folgt der Zielsetzung, die faserreichen Nahrungsbestandteile spürbar zu erhöhen.
Was erreichte das UKA bis 2025? ToGo-Becher im Betriebsrestaurant wurden im Herbst 2019 durch umweltfreundliche Mehrwegvarianten ersetzt. Bei der Speisenzubereitung wird verstärkt auf frische, regionale Zutaten gesetzt. Seit Oktober 2021 findet wöchentlich montags ein VeggieDay am UKA statt, der Lust auf vegetarische Vielfalt macht. Auch diese Wirkung kann sich bereits sehen lassen: Durch die gezielten Veränderungen können über acht Tonnen Fleisch und Fischprodukte jährlich eingespart werden – das entspricht rund 60 Tonnen CO2.
Ökologische Landschaftsplanung am UKA
Im Rahmen des innovativen Projektes zur ökologischen Landschaftsplanung setzt das UKA gezielt Maßnahmen um, um Biodiversität, Umweltbewusstsein und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu fördern. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. entstanden naturnahe Freiräume, die die Artenvielfalt stärken. Ein ehemaliger Fußballplatz der östlichen Liegenschaft des UKA verwandelte sich in eine Blühwiese. Dank der Förderung durch die „MUKIS“ bieten dort nun zwei Insektenhotels neuen Lebensraum für Bestäuber. Ein passendes Umweltbildungsangebot für die klinikeigene Kindertagesstätte ergänzte das Projekt. Am MCS gestalteten die Fachexperten die Terrasse der Palliativstation auch unter ökologischen Aspekte neu.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Gesundheitsversorgung und Umweltverantwortung Hand in Hand gehen können – direkt auf dem Klinikgelände, zum Nutzen von Mensch und Natur.
KLIKgreen Klimamanager | Krankenhaus trifft Klimaschutz
Klimaschutz braucht Menschen, die ihn gestalten – und genau das hat das UKA im Rahmen des KLIKgreen Projektes getan. Das UKA ist Teil einer bundesweiten Initiative, die Mitarbeitende zu Klimamanagern qualifiziert und konkrete Maßnahmen im Klinikalltag anstößt.
Das UKA freut sich, dass mit Herr Dr. Daniel Bolkenius, FOA in der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, im Jahr 2021 ein qualifizierter Klimamanager am Haus etabliert werden konnte. Ein enger Austausch mit anderen Einrichtungen im KLIKgreen Netzwerk bringt zusätzlich wertvolle Impulse und wird durch Herrn Dr. Bolkenius im Rahmen des internen Klimamanagements weitergetragen.
Klimaschutz im OP:
Umstellung auf klimafreundlichere Narkosegase am UKA
Auch im Operationssaal lassen sich wirksame Beiträge zum Klimaschutz leisten – das zeigt die Umstellung auf das wesentlich klimafreundlichere Narkosegas Sevofluran. Dank der internen Projektinitiative der Klinik für Anästhesiologie und Op. Intensivmedizin ist das extrem klimaschädliche Desfluran vollständig aus dem klinischen Alltag verschwunden. Stattdessen kommt nun Sevofluran zum Einsatz. Ein Anästhetikum, das in seiner Klimabilanz deutlich besser abschneidet: Es ist rund 21-mal weniger klimaschädlich.
Diese Umstellung spart pro Jahr ca. 16.000 EUR an Kosten und 370 t CO2-Äquivalente ein. Eine Maßnahme mit spürbarem Effekt. Damit reduziert das UKA nicht nur seinen ökologischen Fußabdruck, sondern zeigt auch, wie Klimaschutz und exzellente Patientenversorgung Hand und Hand gehen können.
Nachhaltigkeitsmanagement am UKA
Das UKA geht einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: Seit Februar 2022 ist eine eigenständige Nachhaltigkeitsmanagementstruktur fest in der Organisation verankert. Der Gesamtvorstand verabschiedete eine Satzung, die den organisatorischen Rahmen für nachhaltiges Handeln am UKA definiert.
Kernelement ist ein interdisziplinär besetzter Lenkungskreis, der unterhalb des Vorstandes angesiedelt ist. Er vereint Vertreterinnen und Vertreter und damit Fachkompetenz aus dem UKA und der Universität Augsburg. Der Lenkungskreis steuert die Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen in Bereichen wie Energie, Mobilität, Forschung und Versorgung.
Mit dieser Struktur schafft das UKA die Grundlage für eine langfristige, strategisch gesteuerte Nachhaltigkeitsentwicklung im Gesundheitswesen: verantwortungsbewusst, vorausschauend und institutionell abgesichert.
Abfalltrennung mit System:
Nachhaltige Mülloptimierung am UKA
Mit der gezielten Abfalltrennung Ressourcen schonen - das ist das Ziel eines interdisziplinären Projektes am UKA. Seit 2023 wird am Standort in Haunstetten der gesamte Müll konsequent getrennt (Krankenhausmüll, Papier/ Pappe, Glas und Kunststoff). Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Abfallwirtschaft in den Klinikalltag integriert werden.
Neben der patientennahen Versorgung liegt der Fokus auch auf den vorgelagerten Bereichen: in der Lagerlogistik, der Krankenhausapotheke und der Küche wird bereits bei Warenanlieferung getrennt, sodass Abfälle gar nicht erst unnötig vermischt werden.
Umstellung auf Ökostrom:
Klimaschutz durch zertifizierte Energie
Mit dem Bezug von zertifiziertem Ökostrom hat das UKA einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Im Jahr 2022 wurden Ökostromzertifikate im Wert von 120.000 EUR erworben, um die Stromversorgung des Universitätsklinikums nachhaltiger zu gestalten.
Die Zertifikate garantieren, dass die eingespeiste Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, etwa aus Wind-, Wasser- oder Solarkraft. Mit der Umstellung setzt das UKA ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Energiepolitik im Gesundheitswesen.
Energieeffizient dank LED:
Lichtprojekt am UKA
Das UKA treibt den klimafreundlichen Umbau seiner Infrastruktur weiter voran. Im Fokus steht aktuell die schrittweise Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung in patientenfernen Bereichen wie Fluren, Büros und Nebenräumen durch den Bereich Technik und Bau.
Im Zeitraum 2024/2025 werden herkömmliche Leuchtmittel, darunter Glüh-, Halogen- und Leuchtstofflampen, systematisch gegen moderne LED-Technik ausgetauscht. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,8 Mio. EUR. Nach Abschluss des Projektes erwartet das UKA eine jährliche Kosteneinsparung von rund 730.000 EUR und eine CO2-Reduktion von etwa 750 Tonnen pro Jahr. Die geplante Amortisationszeit liegt damit bei rund 2,5 Jahren.
Das Lichtprojekt verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Denken und ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem nachhaltigen Klinikbetrieb.
Optimierung der Klimatechnik im Zentral-OP
Operationssäle gehören zu den energieintensivsten Bereichen eines Krankenhauses. Vor allem aufgrund der leistungsstarken Raumlufttechnik, die für höchste Hygienestandards sorgt. Am UKA werden jährlich große Mengen Luft mit hoher Energiezufuhr gefiltert, gekühlt oder erwärmt, um eine keimarme Umgebung im OP sicherzustellen.
Um den CO2-Fußabdruck deutlich zu senken, macht sich das UKA im September 2025 auf den Weg den Modernisierungsbedarf für die Klimatechnik des Zentral-OP zu evaluieren. Je nach Ergebnis kann dann eine umfassend vorbereitete Projektvorlage für den Ruhebetrieb ausgesuchter OP-Säle zur Umsetzung kommen. Der Klimamanager arbeitete hier in enger Abstimmung mit den Nutzenden, dem Energiemanager und der Klinikhygiene.
Nachhaltig unterwegs:
Betriebliches Mobilitätsmanagement am UKA
Wie kommen Mitarbeitende möglichst nachhaltig und sicher zur Arbeit? Diese Frage steht im Zentrum des betrieblichen Mobilitätsmanagements am UKA. Aufbauend auf einer umfassenden Mobilitätsbefragung im Frühjahr 2023 brachte die Stabsstelle Medizin und Gesellschaft erste Maßnahmen auf den Weg mit dem Ziel, klimafreundliche Alternativen zum Pkw-Fahren zu stärken und die Erreichbarkeit des UKA zu verbessern.
Ein zentraler Baustein ist das Fahrrad-Leasing, das seit April 2025 allen Mitarbeitenden des Hauses zur Verfügung steht. Ergänzend dazu konnte eine Fahrrad-Reparaturstation eingerichtet werden. Wiederkehrend finden Aktionstage zum sicheren Fahrradfahren statt.
Darüber hinaus arbeitet das UKA gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Augsburg an der Verbesserung der ÖPNV-Anbindung und der Radinfrastruktur. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein strategisches Mobilitätskonzept, das in Kooperation mit der TH Ingolstadt entwickelt wurde. Die Prüfung konkreter Umsetzungsschritte und Handlungsimplikationen für das UKA laufen.
Effizienter mit weniger CO2:
Optimierung der Dampferzeugung am UKA
Zur Energieversorgung eines Großklinikums gehört auch die Erzeugung von Prozessdampf, ein energieintensiver Bereich mit großem Einsparungspotential. Am UKA wird deshalb unter Federführung des Energiemanagers (Bereich Technik und Bau) ein Projekt zur Optimierung der Dampf-Erzeugung und Dampf-Verteilung durchgeführt.
Ein zentraler Hebel ist die Leistungserhöhung des bestehenden Biomassekessels, der mit Hackschnitzeln betrieben wird. Durch die gesteigerte Nutzung erneuerbarer Energiequellen konnte der Anteil der erdgasbasierten Dampferzeugung deutlich reduziert werden. Parallel dazu wird die Verteilung des Dampfes effizienter gestaltet, unter anderem durch den Austausch defekter Kondensatableiter, die bisher zu unnötigen Verlusten führten.
Die erwartete Wirkung: eine prognostizierte CO2-Einsparung von rund 1.000 Tonnen jährlich, gemessen am durchschnittlichen Verbrauch der beiden Vorjahre. Das Projekt zeigt, wie technische Optimierung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, besonders in Bereichen, die bislang oft noch im Verborgenen lagen.