Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Universitätsklinikum Augsburg
Austausch über Innovation, Patientensicherheit und die Zukunft der Universitätsmedizin. Warken: „Der Transformationsprozess ist in Augsburg bereits effizient eingeleitet“.
Augsburg | Bewegte Tage am Universitätsklinikum Augsburg: eine Woche nach der historischen Finanzierungsentscheidung über fünf Milliarden Euro für den Neubau des Universitätsklinikums Augsburg hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken heute den Universitätsmedizinstandort Augsburg besucht. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs standen die Zukunft der Augsburger Universitätsmedizin, innovative Entwicklungen in Versorgung, Forschung und Lehre sowie zentrale Zukunftsthemen wie Patientensicherheit, Resilienz und robotergestützte Chirurgie. Auch aktuelle, gesundheitspolitische Entwicklungen wurden im internen Kreis erläutert und diskutiert.
Der Besuch der Bundesgesundheitsministerin unterstreicht die wachsende Bedeutung des jungen Universitätsmedizinstandorts im Bereich der Weiterentwicklung einer leistungsfähigen, innovativen und resilienten Gesundheitsversorgung in Deutschland. Prof. Dr. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Augsburg, erklärte: „Das heutige Treffen mit Frau Bundesgesundheitsministerin Warken ist für unser Universitätsklinikum eine besondere Anerkennung und ein wichtiges Signal für den gesamten Standort. Ich freue mich insbesondere, dass unsere Anstrengungen und Innovationen im hochaktuellen Bereich der Patientensicherheit und resilienten Gesundheitsversorgung auf großes Interesse gestoßen sind. Der Austausch hat gezeigt, dass eine offene Kommunikation zwischen Medizin und Politik von höchster Bedeutung ist, wenn wir das Gesundheitssystem in Deutschland gemeinsam und nachhaltig modernisieren wollen. “
Zu Beginn des Besuchs begrüßte der Gesamtvorstand des Universitätsklinikums Augsburg die Ministerin zu einem strategischen Austausch über die Entwicklung des Standorts. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen einer jungen Universitätsmedizin, die sich in wenigen Jahren zu einem leistungsstarken Zentrum für hochspezialisierte Patientenversorgung, exzellente Forschung und innovative Lehre entwickelt hat. Die Gesprächspartner diskutierten die nächsten Entwicklungsschritte des Standorts und die Frage, wie die Transformation der medizinischen Versorgung, der Digitalisierung, der interprofessionellen Zusammenarbeit sowie beim Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis zum Wohle der Patienten eingesetzt werden. Ebenso wurden neue Forschungsfelder, innovative Versorgungsstrukturen und die enge Verzahnung von Wissenschaft und Krankenversorgung thematisiert.
Im weiteren Verlauf informierte sich die Bundesgesundheitsministerin über die strategischen Aktivitäten des Universitätsklinikums im Bereich „Safety in Medicine“. Vorgestellt wurde das internationale Konferenzformat Safety Camp, das Anfang 2026 in Augsburg seine erfolgreiche Premiere feierte und Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Politik, Industrie sowie Sicherheits- und Hilfsorganisationen zusammenführte. Die zweite Auflage findet im Januar 2027 statt; Bundesgesundheitsministerin Warken wurde hierzu persönlich eingeladen.
Darüber hinaus erhielt die Ministerin Einblicke in die Planungen des „Safety Campus“ am UKA. Mit dem Projekt entsteht am Universitätsklinikum Augsburg ein neuartiges Trainings-, Simulations- und Kompetenzzentrum für Patientensicherheit, Daten und medizinische Resilienz. Ziel ist es, medizinische Teams unter realitätsnahen Bedingungen auf komplexe Versorgungssituationen, Großschadenslagen und geopolitisch bedingte Krisenszenarien vorzubereiten. Damit greift das Universitätsklinikum ein Thema auf, das angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Beim anschließenden Rundgang durch das Robotische Zentrum des Universitätsklinikums stellte Prof. Dr. Katharina Beyer, Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie, die robotergestützte Chirurgie am Standort vor. Mit inzwischen drei Da-Vinci-Operationssystemen verfügt das Universitätsklinikum Augsburg über eines der modernsten Robotikzentren Deutschlands. Die Ministerin erhielt einen Einblick in hochpräzise minimalinvasive Operationsverfahren, die insbesondere in der Tumorchirurgie zu einer noch schonenderen Behandlung der Patientinnen und Patienten beitragen.
An einer Trainingskonsole nahm Bundesgesundheitsministerin Warken anschließend selbst Platz und steuerte die Instrumente des Operationsroboters. Bei der klassischen Trainingsübung – dem präzisen Präparieren einer Weintraube – konnte sie die außergewöhnliche Feinmotorik und Präzision moderner robotischer Assistenzsysteme unmittelbar erleben.
Zum Abschluss des Besuchs sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken:
„Unser Gesundheitswesen braucht moderne Strukturen und die Bündelung von Kompetenzen in der Spitzenmedizin. Dieser Transformationsprozess ist hier in Augsburg bereits eingeleitet worden – vernetzt, effizient und innovativ. Genau das wollen wir mit der Krankenhausreform erreichen und zugleich die Regel- und Notfallversorgung in der Fläche sicherstellen. Das Universitätsklinikum Augsburg zeigt eindrucksvoll, wie Innovation, Investition und Resilienz zusammen gedacht und umgesetzt werden können, denn neben Versorgung, Forschung und Lehre auf Spitzenniveau werden hier notwendige Vorbereitung für eine Gesundheitsversorgung im Krisenfall getroffen, die wir aufgrund der geopolitischen Entwicklungen für den Bedarfsfall neu ausrichten müssen.“
Der Besuch machte deutlich, dass sich das Universitätsklinikum Augsburg in wenigen Jahren zu einem der dynamischsten Universitätsmedizinstandorte Deutschlands entwickelt hat. Mit dem geplanten Neubau, einer konsequenten Innovationsstrategie sowie den Schwerpunkten Patientensicherheit, Digitalisierung und robotergestützte Medizin entstehen in Augsburg wichtige Impulse für die Gesundheitsversorgung von morgen – weit über die Region Bayerisch-Schwaben hinaus.
Fotos zum Abdruck honorarfrei freigegeben. Copyright Universitätsklinikum Augsburg (UKA).
Auf dem Gruppenfoto finden Sie von links nach rechts:
Michael Bungarten, Kaufmännischer Direktor
Susanne Arnold, Pflegedirektorin
Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin
Prof. Dr. Katharina Beyer, Klinikdirektorin AVTT
Prof. Dr. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. Alkomiet Hasan, Prodekan der Medizinischen Fakultät.