Prof. Dr. rer. nat. Rebecca Kesselring
Professorin für Translationale Tumorforschung
Telefon: 0821 400-165971
E-Mail: rebecca.kesselring@uk-augsburg.de
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Auszug zum Werdegang
Prof. Dr. Rebecca Kesselring studierte Molecular Life Science und Molekulare Biotechnologie an den Universitäten Heidelberg und Lübeck. 2011 erfolgte die Promotion zur Dr. rer. nat. an der Universität zu Lübeck, 2017 die Habilitation im Fach Experimentelle Chirurgie an der Universität Regensburg, wo sie im Anschluss wissenschaftlich tätig war. Zuletzt hatte Kesselring die wissenschaftliche Forschungsleitung der Experimentellen Forschung an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg inne, bevor sie am 1. Mai 2026 die Professur für Translationale Tumorforschung am Universitätsklinikum Augsburg antrat. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien, darunter den Zukunftspreis der Deutschen Arbeitsgruppe für Chronisch-Entzündliche Darmerkrankungen DACED.
Forschungsprofil translationale Tumorforschung
Forschung an der Schnittstelle von Tumor, Immunsystem und Mikrobiom
Im Zentrum der Forschung steht das sogenannte Tumormikroenvironment – also die komplexe Umgebung von Tumorzellen, die unter anderem aus Immunzellen, Bindegewebe, Blutgefäßen und Mikroorganismen besteht. Diese Umgebung beeinflusst maßgeblich, wie Tumoren entstehen, wachsen und Metastasen bilden. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Darmkrebs, einer der häufigsten und tödlichsten Krebsarten weltweit. Hier werden insbesondere untersucht, wie Bakterien und das körpereigene Immunsystem mit Tumorzellen interagieren. Tumoren sind keine isolierten Zellansammlungen, sondern stehen in ständigem Austausch mit ihrer Umgebung, wenn das Verständnis gewonnen wird, wie Immunzellen und Mikroorganismen das Tumorwachstum beeinflussen, können gezielt neue Therapien entwickelt werden.
Neue Ansätze für personalisierte Krebstherapien
Ein zentrales Ziel der Forschung ist es, die Mechanismen der Metastasierung – also der Ausbreitung von Krebs im Körper – besser zu verstehen. Meine Arbeiten zeigen, dass Bakterien eine bislang unterschätzte Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Metastasen spielen können. Unsere Forschung deutet darauf hin, dass bestimmte Bakterien Tumorzellen auf ihrem Weg durch den Körper begleiten und die Bildung von Metastasen fördern oder beeinflussen. Das eröffnet völlig neue Ansatzpunkte für Therapien, die gezielt auf das Mikrobiom abzielen. Darüber wird die Rolle verschiedener Immunzellen, insbesondere von B-Zellen, bei der Tumorentwicklung und beim Ansprechen auf Immuntherapien untersucht.
