Ambulantes OP-Zentrum verbessert medizinische Versorgung
Für zirka 35 Millionen Euro errichtet das Universitätsklinikum Augsburg ein ambulantes OP-Zentrum. Insbesondere Eingriffe der Neurochirurgie, der Augenheilkunde, der Dermatologie und Unfallchirurgie werden hier durchgeführt. Welche Patientinnen und Patienten vor allem davon profitieren, erklärt Projektmanager Marcus Murnauer.
Augsburg | Es entsteht unmittelbar vor der Zentralen Notaufnahme und wird zirka 35 Millionen Euro kosten: Das Ambulante OP-Zentrum (AOZ) wird in Modulbauweise errichtet werden und wird vier hochmoderne Operationssäle beispielsweise für Disziplinen wie HNO, Neurochirurgie, Augenheilkunde, Dermatologie und Unfallchirurgie beherbergen. „Besonders profitieren von unserem AOZ werden Patientinnen und Patienten mit Eingriffen, die gut planbar sind und ein unterstützendes Umfeld zuhause haben“, erklärt OP-Manager Marcus Murnauer, der das Projekt AOZ von Beginn an koordiniert und geleitet hat. Die Inbetriebnahme des Routinebetriebs ist nach derzeitiger Planung für den 31. August 2027 vorgesehen.
AOZ erhöht Patientensicherheit, Outcome und Effizienz
Damit trage die Uniklinik einer Entwicklung in der Gesundheitsversorgung Rechnung, die sich durch eine stärkere Arbeitsteilung zwischen ambulanten Strukturen und stationären Bereichen mit komplexen, mehrstündigen Operationen auszeichnet. „Anders ausgedrückt: Mit dem AOZ reagiert die Uniklinik auf eine notwendige Entwicklung im Gesundheitssystem, in der hoch effiziente ambulante Strukturen mit stationärer Zentralversorgung vernetzt wird“, erläutert Murnauer. „Damit möchten wir einerseits die Patientenzufriedenheit für ambulante Patientinnen und Patienten erhöhen, die derzeit aufgrund von Notfällen häufig verschoben werden müssen. Auf der anderen Seite können in einem hochspezialisierten ambulanten Zentrum Eingriffe deutlich effizienter durchgeführt werden.“
Verlagerung ins AOZ ermöglicht mehr komplexe Eingriffe wie der Robotik
Mit der Errichtung des AOZ und der entsprechenden Verlagerung werden die spezialisierten OP-Kapazitäten frei für komplexe Eingriffe der Maximalversorgung, wie sie etwa die Robotik oder andere Disziplinen erfordern. „In einem Gesundheitswesen, in dem die Kosten ständig steigen, ist eine Professionalisierung der Ambulantisierung ein notwendiger Schritt, um Effizienzpotentiale zu heben und eine optimale Versorgung sowohl für ambulante Patientinnen und Patienten, aber auch komplexe universitäre Fälle und Notfälle zu ermöglichen“, sagt Murnauer.