2,7 Millionen Euro Förderung für digitalen Innovationshub
Die Universitätsmedizin Augsburg erhält gemeinsam mit der Universität Augsburg eine Förderung in Höhe von insgesamt 2.667.229,22 Euro für das Verbundprojekt „Medizinisch Digitaler Innovationshub in Augsburg“ (MeDIHA). Das Projekt wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-STEP) im Rahmen des Förderprogramms „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum Bayern 2021–2027“ gefördert. Projektträger ist das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
Augsburg I MeDIHA soll die Keimzelle der Universitätsmedizin Augsburg als wirtschaftlicher Impulsgeber und Innovationshub für Ausgründungen bilden. Mit dem am 12. Mai 2026 eingegangenen Förderbescheid kann die Arbeit nun richtig losgehen. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2029. Insgesamt umfasst das Vorhaben ein Volumen von 3.334.036,53 Euro. Davon entfallen rund 1,6 Millionen Euro der EFRE-Förderung auf das Universitätsklinikum Augsburg sowie rund eine Millionen Euro auf die Universität Augsburg. Ergänzt wird die Förderung durch einen Eigenanteil von 20 Prozent.
MeDIHA verfolgt das Ziel, innovative Ideen aus dem klinischen Alltag frühzeitig zu identifizieren und über Technologietransfer, Kooperationen mit Unternehmen sowie mögliche Ausgründungen in die praktische Anwendung zu überführen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf medizinischer Softwareentwicklung und Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
„Mit MeDIHA schaffen wir in Augsburg eine Struktur, die medizinische Innovation deutlich schneller in die praktische Anwendung bringen kann. Unser Ziel ist es, aus Ideen konkrete Lösungen für Patientinnen und Patienten sowie neue Möglichkeiten der Wertschöpfung für den Gesundheitsstandort Augsburg zu entwickeln“, sagt Michael Bungarten, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Augsburg.
Im Zentrum des Projekts steht der Aufbau eines digitalen Innovationshubs in Augsburg, der die Überführung neuer digitaler Lösungen aus Forschung und Versorgung in marktfähige Anwendungen beschleunigen soll. Gleichzeitig wird am Institut für Digitale Medizin künftig auch eine Zertifizierung nach ISO 13485 angeboten. „Diese Norm definiert internationale Qualitätsanforderungen für die Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten und schafft damit wichtige Voraussetzungen für die regulatorische Umsetzung medizinischer Innovationen. Entwicklung in einzigartiger Weise miteinander zu verbinden“, betont der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Markstaller.
Für das Projekt werden insgesamt elf wissenschaftliche und hilfswissenschaftliche Mitarbeitende sowie administrative Unterstützung eingesetzt.