Vorsicht: Klein, gefräßig, allergieauslösend
Vorkommen des Eichenprozessionsspinners in Park und Grünflächen der Uniklinik. Warnschilder sind angebracht. Bitte halten Sie ich von den Bäumen fern. Es besteht Allergiegefahr. In der KW 25 Absaugung der Nester und Raupen durch eine Fachfirma.
Augsburg | In Park und Grünflächen rund um das UKA hat sich leider wieder der Eichenprozessionsspinner eingenistet. Der letzte festgestellte Befall war im Jahr 2023. Der Eichenprozessionsspinner ist eine Nachtfalterart, die bei Haut- oder Schleimhautkontakt mit Mensch und Tier starke allergische Reaktionen der Haut, Augenreizungen, Fieber und Schwindel verursachen sowie in Einzelfällen zu einem allergischen Schock führen kann.
Er durchläuft in seiner Entwicklungsphase sechs Häutungen als Raupe. Ab der dritten Häutung entwickeln sich feinste Brennhaare. Bitte halten Sie sich von den Nestern und Raupen fern. Die befallenen Bereiche auf dem gesamten Gelände des UKA sind mit Warntafeln versehen. Das UKA hat für die KW 25 (Woche vom 15. bis 22. Juni) eine Absaugung der Nester und Raupen durch eine Fachfirma beauftragt. Auf den Einsatz von Chemie verzichtet das UKA selbstverständlich.
Vorbeugend bemüht sich das UKA, Lebensraum für die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Fledermäuse, Blaumeisen, Kuckucke, diverse Wanzen und Schlupfwespenarten zu schaffen, um so den Aufbau der Eichenprozessionsspinner-Population einzudämmen.
Der Eichenprozessionsspinner kommt in Süd- und Mitteleuropa, durch die Klimaentwicklung seit den 1990er Jahren verstärkt aber auch in Süddeutschland vor. Er ist grau mit einer Flügelspannweite von etwa 30 Millimetern. Die Raupe lebt fast ausschließlich auf Eichen im Zeitraum von April bis Ende Juni. Im fortgeschritten Stadium bilden sich Gespinstnester mit bis zu mehreren hundert Raupen im unteren Kronenbereich eines Baumes. Von dort wandern diese Raupen zum Fressen meist nachts in mehrreihigen Prozessionen – daher der Name – ins Kronendach. Die Nester können mit den Verpuppungsresten der gehäuteten Raupenlarven durchaus noch zwei Jahre am Baum verbleiben und sind auch in dieser Zeit nicht unproblematisch.