UKA stärkt Herzmedizin in der Region: Kooperationsvertrag mit den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach
Das UKA baut seine herzmedizinische Expertise in der Region weiter aus und intensiviert die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach. Am Montag unterzeichneten Vorstände und Chefärzte beider Häuser in Günzburg den „Kooperationsvertrag Kardiologie“, der die Grundlage für eine eng verzahnte, patientenorientierte Versorgung über alle Versorgungsstufen hinweg schafft.
Augsburg | Das UKA baut seine herzmedizinische Expertise in der Region weiter aus und intensiviert die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach. Am Montag unterzeichneten Vorstände und Chefärzte beider Häuser in Günzburg den „Kooperationsvertrag Kardiologie“, der die Grundlage für eine eng verzahnte, patientenorientierte Versorgung über alle Versorgungsstufen hinweg schafft. Seit dem 1. November fungieren die Kreiskliniken offiziell als Lehrkrankenhaus der Universität Augsburg. Mit dem neuen Vertrag wird nun auch die herzmedizinische Kooperation zwischen universitärem Zentrum und regionalem Versorgungspartner auf ein neues Niveau gehoben.
Stärkung der universitären Spitzenmedizin – Verbesserung regionaler Versorgungswege
Für das UKA steht dabei klar die Weiterentwicklung der Supra-Maximalversorgung im Fokus: die Behandlung schwerer und hochkomplexer Krankheitsbilder, verbunden mit einem Ausbau von Forschung und Lehre. Gleichzeitig ermöglicht die Kooperation eine abgestimmte und hochwertige Versorgung für Herzpatientinnen und -patienten im Landkreis – mit klar geregelten Übernahmestrukturen für komplexe Fälle. „Die Kreiskliniken zeigen Mut, neue Wege gemeinsam mit uns zu gehen. Auf Basis offener, professioneller Kommunikation entsteht hier eine Zusammenarbeit, die unseren Patientinnen und Patienten, unseren Mitarbeitenden und den beiden Klinikträgern zugutekommt“, betonte Prof. Dr. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKA. „Ich bin sehr sicher, dass dieses Modell ein Erfolg wird.“
Gemeinsame Heart-Team-Konferenzen und moderne Telemedizin
Bereits seit Oktober finden regelmäßige interdisziplinäre Heart-Team-Konferenzen im Wochenrhythmus statt. In diesen Videokonferenzen besprechen medizinische Expertinnen und Experten beider Häuser komplexe Fälle, entwickeln Therapieempfehlungen und sichern die Behandlungsqualität – gestützt auf neueste Forschung, klinische Leitlinien und umfassende universitäre Expertise. Darüber hinaus steht das Fachpersonal der I. Medizinischen Klinik des UKA den Kreiskliniken jederzeit für konsiliarärztliche Rücksprachen zur Verfügung – telefonisch oder als Telekonsilium, bei Bedarf auch in Anwesenheit der Patientinnen und Patienten.
„Für die Herzpatientinnen und -patienten in Günzburg und Krumbach entsteht ein direkter, schneller Weg in die Spitzenmedizin. Zusätzlich möchten wir Pflegekräfte für den Einsatz in Herzkatheterlaboren qualifizieren und prüfen gemeinsame Forschungsprojekte“, erklärte Prof. Dr. Philip Raake, Direktor der I. Medizinischen Klinik am UKA. Auch die UKA-Herzchirurgie ist ein zentraler Bestandteil der Kooperation. Prof. Dr. Friedrich Eckstein, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am UKA, betont: „Patientinnen und Patienten profitieren künftig von grundlegend abgestimmten Behandlungswegen beider Häuser. Das erhöht die Sicherheit und die Qualität der Therapie.“
Für Robert Wieland, Vorstand der Kreiskliniken, ist das die Verstetigung und der Ausbau des gemeinsam beschrittenen Weges. „Damit erreichen wir mit einer abgestuften Versorgungssystematik für unsere Patientinnen und Patienten eine hochprofessionelle Anbindung an die universitäre Medizin – und das in unserer ländlich geprägten Region“, sagte er während des Treffens in der Klinik Günzburg.
Ausblick: Weitere Kooperationen geplant
Der Kardiologie-Kooperationsvertrag soll der Auftakt für weitere fachliche Partnerschaften zwischen den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und dem Universitätsklinikum Augsburg sein.