Zertifikate
TÜV Rheinland-Audit Re-Zertifizierungsaudit
Auditiert wurden in diesem Jahr 22 Kliniken, Institute, Bereiche und Stabsstellen. Die hervorragende interprofessionelle Zusammenarbeit in allen Bereichen und die Patientenversorgung auf hohem universitärem Niveau wurde besonders hervorgehoben. Zusammenfassend war das Feedback sehr positiv und die Performance an beiden Standorten wurde gelobt. Die Zertifizierung des Gesamthauses wird empfohlen.
Unfall- und Neurochirurgie: Zertifizierung als Wirbelsäulenzentrum
Es ist das höchste Zertifikat der DWG. Beide Kliniken und insbesondere die kollegiale, interdisziplinäre Zusammenarbeit wurden durchweg positiv bewertet und als herausragend hervorgehoben. Alle Auditoren haben für die Zertifizierung gestimmt. Geleitet wird das Zentrum gleichgestellt von der Direktorin Prof. Dr. Dorothee Mielke und dem Direktor Prof. Dr. Edgar Mayr, die sicherstellen werden, dass die Normen und gesetzlichen Regelungen der DWG umgesetzt werden.
Zentrum für Personalisierte Medizin (ZPM)
Das im Dezember 2024 gegründete Zentrum für Personalisierte Medizin (ZPM) am Universitätsklinikum Augsburg wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft als zertifiziertes Zentrum anerkannt. Damit setzt das ZPM neue Maßstäbe für maßgeschneiderte Therapiemöglichkeiten und innovative, individualisierte Behandlungsstrategien in der Region.
Zertifiziertes Energiemanagement am UKA
Auf dem Weg in eine energieeffiziente Zukunft haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das UKA hat ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 erfolgreich eingeführt. Auf Basis neuester Erkenntnisse will UKA-Energiemanager Daniel Dubbelfeld gemeinsam mit dem Energie-Team künftig weitere Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die die Energieeffizienz erhöhen und damit einen spürbaren Beitrag zu einem nachhaltigen und verantwortungsbewussten Universitätsklinikum leisten.
Projekte und Studien
Augsburger Universitätsmedizin Teil eines des EU Projekts JANE-2
Mit einer Förderung von über 40 Millionen Euro sind die Klinik für Palliativmedizin am UKA und der Lehrstuhl der Medizinischen Fakultät Augsburg Teil des EU-Projekts JANE-2 . Gemeinsam mit der Uni Kopenhagen übernimmt die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Eva Schildmann ein wichtiges Teilprojekt, um europaweit Daten zu erfassen und analysieren zu können. Ziel ist eine europaweite Verbesserung und strukturell verankerte Palliativversorgung durch die Entwicklung neuer Netzwerke im Bereich der Onkologie.
Virtual Science Hub
Ein gemeinsames Projekt der Medizinischen Fakultät und des Comprehensive Cancer Centers (CCCA) Augsburg, bei dem Prof. Dr. Martina Kadmon, Dekanin der Medizinischen Fakultät, die Bedeutung der neuen Plattform betont: „Mit dem Virtual Science Hub schaffen wir eine digitale Umgebung, die Vernetzung in der Forschung auf eine neue Ebene hebt. Der einfache Zugang und die innovative Struktur erleichtern den Austausch und stärken die Vernetzung – ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Augsburg als innovativer Wissenschaftsstandort.“
Survivorship-Programm für Überlebende einer Krebserkrankung
Als Ergänzung zur Tumornachsorge bietet das UKA als erster Standort des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) Patientinnen und Patienten mit abgeschlossener Therapie einer Darm- oder Lungenkrebserkrankung die Teilnahme am sogenannten „Survivorship Programm“ an. Ziel ist es für Patienten nach ihrer Krebsbehandlung einen individuellen Maßnahmenplan zu erstellen, der Betroffenen eine persönliche Orientierung gibt und auch die Hausärzte dabei unterstützt, die „erweiterte Nachsorge“ optimal zu koordinieren und etwaige Versorgungslücken zu schließen. Das Pilotprojekt ist derzeit ausschließlich im Comprehensive Cancer Center (CCCA) des Universitätsklinikums Augsburg verfügbar.
Robotikhelfer für die Pflege
Das Pilotprojekt der Stabsstelle Digitalisierung und Pflegewissenschaft am UKA setzt Serviceroboter zur Optimierung der Abläufe im Praxistest ein. Pflegedirektorin Susanne Arnold besucht den Ketty-Bot in der Strahlenambulanz, wo er bei Hol- und Bringdiensten und für Transport und Serviceeinsätze eingesetzt wird. Auch in der Eingangshalle soll er Besuchende zur Orientierung dienen. Der Roboter soll künftig Pflegeabläufe unterstützen, Prozesse optimieren und die Mensch-Maschine-Interaktion verbessern.
Förderung für Apotheke und II. Medizinische Klinik
Die Prognose vieler Krebsarten hat sich durch Immuntherapien verbessert, da das Immunsystem der Patientinnen und Patienten Krebszellen bekämpft. Checkpointinhibitoren werden gut vertragen, verursachen jedoch oft immunvermittelte Nebenwirkungen (irAE). Dr. Mareike Mannewitz (Apotheke) und Dr. Mathias Lutz (II. Medizinische Klinik) untersuchen den Einfluss patientenindividueller Risikofaktoren auf irAE. Die Fördermittel über ca. 100.000 Euro von der Stiftung Patient und Klinische Pharmazie unterstützen das Forschungsprojekt.
Interaktives Lernen am UKA
Erfolgreiche Projektausschreibung des UKA mit der Zielsetzung des Ausbaus und der Entwicklung neuer und innovativer Bildungskonzepte der Akademie für Gesundheitsberufe. Die Akademie freut sich über 270.000 Euro Fraktionspauschale zur Aufwertung bildungsbasierter, simulations- und interaktionsbasierter Lernformate im interdisziplinären Team. Geplant ist die Anschaffung des Gebärsimulators LUCINA für Augsburg-Schwaben. Es trainieren Ärzte und Ärztinnen aus der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie der Klinik für Anästhesiologie und Hebammen anhand von konzipierten Szenarien für die Patientensicherheit, so dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. LUCINA findet auch bei den Studierenden des Studiengangs Hebammenwissenschaft nicht zuletzt durch die ergänzende VR-Technik großen Anklang.
„Aktion Saubere Hände“ 2025/2026
Das UKA ist eine von nur 150 Kliniken in ganz Deutschland, die das Gold-Zertifikat der Aktion Saubere Hände tragen darf. Wir gratulieren der Stabsstelle Hygiene und Umweltmedizin, die seit 2023, unter anderem, den Händedesinfektionsmittelverbrauch stationenweit gemessen hat. Ziel der Aktion: bessere Händehygiene. Dazu gehören Hygieneschulungen, Lenkungsausschuss-Treffen, jährliche Aktionstage und Hygienestabsarbeit. Doch Zertifikate allein reichen nicht – alle Mitarbeitenden helfen kontinuierlich dabei, Infektionen zu vermeiden und die Patientensicherheit am UKA zu erhöhen.