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Riesenerfolg: Pathologen der Uniklinik richten Jahrestagung ihres Faches erstmals in Augsburg aus

Im Mai 2026 war das Universitätsklinikum Augsburg Gastgeber eines wissenschaftlichen Highlights: Das Institut für Pathologie und Molekulare Diagnostik richtete die 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie aus und begrüßte zirka 800 Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland in der Fuggerstadt.

Augsburg | Im Mai 2026 war das Universitätsklinikum Augsburg Gastgeber eines besonderen wissenschaftlichen Highlights: Das Institut für Pathologie und Molekulare Diagnostik richtete die 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie aus und begrüßte zahlreiche Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland in der Fuggerstadt.
Unter dem Motto „United in Science“ stand die enge Vernetzung der Pathologie mit benachbarten Disziplinen im Mittelpunkt. Der interdisziplinäre Ansatz spiegelte sich im gesamten Programm wider und brachte Expertinnen und Experten aus klassischer Pathologie, Molekularpathologie, Neuropathologie, Veterinärpathologie, Rechtsmedizin und Zytologie zusammen. Auch die Leitgedanken „ONE TEAM“ und „ONE HEALTH“ unterstrichen die Bedeutung fachübergreifender Zusammenarbeit sowie den ganzheitlichen Blick auf Mensch, Tier und Umwelt.
Wissenschaftliches Programm und neue Formate
Ein zentrales Thema der Tagung waren innovative Technologien, die die Pathologie nachhaltig verändern. Fortschritte in Bereichen wie Molecular Radiomics, Massenspektrometrie, Next-Generation Sequencing und Lichtblattmikroskopie wurden ebenso diskutiert wie die rasanten Entwicklungen in der digitalen Pathologie – von Whole-Slide Imaging über KI-gestützte Diagnostik bis hin zu modernen Laborinformationssystemen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten auch neu entwickelte Sitzungsformate, die gezielt neue Zielgruppen (v.a. Naturwissenschaftler:innen) ansprachen:
•    „Pathologie für Nicht-Pathologen“ vermittelte in zwei Sitzungen praxisnah Grundlagen der Histopathologie. Von Gewebearten über Tumormuster bis hin zur diagnostischen Bedeutung histologischer Befunde. (Dr. Rentschler und Dr. Schaller)
•    Die Session „Onkologie für Nicht-Onkologen“ bot naturwissenschaftlich orientierten Teilnehmenden einen fundierten Einstieg in Tumorbiologie, Therapieansätze und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Krebsmedizin. (PD Dr. Waidhauser, Dr. Filippini Velazquez)
Diese Formate wurden sehr gut angenommen und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung über Fachgrenzen hinweg.

Besondere Programmpunkte
Neben den klassischen Vorträgen und Postersessions setzte die Tagung mit mehreren besonderen Programmpunkten zusätzliche Akzente:
•    Große Resonanz fand die Institutsführung des Junges Forums, die den Teilnehmenden exklusive Einblicke in die Arbeitsabläufe und modernen Technologien des Augsburger Instituts für Pathologie und Molekularer Diagnostik ermöglichte.
•    Ein wissenschaftlicher Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Autopsy – quo vadis?“, die erstmals in diesem Rahmen stattfand. International und national renommierte Expertinnen und Experten diskutierten gemeinsam den aktuellen Standpunkt und die Zukunft der Autopsie aus verschiedenen fachlichen Perspektiven.

Starke Beteiligung aus Augsburg
Die Tagung profitierte maßgeblich von der starken Beteiligung des Universitätsklinikums Augsburg und der Universität Augsburg. Zahlreiche Vorträge aus unterschiedlichen Fachbereichen, darunter beispielweise Pathologie, Onkologie und Nuklearmedizin, bereicherten das Programm. Mit Beiträgen von u. a. Prof. Dr. Willig, Prof. Dr. Ditsch, Prof. Dr. Claus, PD Dr. Waidhauser, Dr. Filippini Velazquez, Dr. Schaller, PD Dr. Reitsam und Dr. Rentschler war Augsburg wissenschaftlich breit vertreten.

Networking und Rahmenprogramm
Neben dem intensiven wissenschaftlichen Austausch bot die Tagung ein abwechslungsreiches Social Program, das wesentlich zur besonderen Atmosphäre beitrug:
•    Die Eröffnungsveranstaltung im Podcast Format bot einen besonders innovativen Auftakt der Tagung. Zwei Historiker der Ludwig Maximilians Universität München folgten der Einladung nach Augsburg und präsentierten eine gekürzte Live Version ihres Podcasts „Tatort Geschichte – True Crime meets History“. 
•    Beim „PathoRun“ entlang der historischen Stadtmauer sowie beim Networking Event „PathoConnect“ im Kurhaus Göggingen, das zugleich den festlichen Gesellschaftsabend des Kongresses bildete, konnten Kontakte in informellem Rahmen vertieft werden. Bayerische Spezialitäten und musikalische Begleitung durch eine Big Band sorgten dabei für einen besonderen Höhepunkt der Tagung.
•    Den sportlichen Abschluss des Kongresses bildete der „PathoBall“, ein Fußballspiel zwischen der Klinikumsmannschaft BSG Hirschbühl und einer Auswahl von Kongressteilnehmenden, das mit einem 2:0-Sieg für die Heimmannschaft endete und für eine ausgelassene Stimmung sorgte.
Fazit
Die 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in Augsburg hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Pathologie in einer hochdynamischen Entwicklungsphase befindet. Innovative Technologien, interdisziplinäre Zusammenarbeit und neue didaktische Formate eröffnen vielversprechende Perspektiven für Forschung und Patientenversorgung.

Tagungsteam: 
Prof. Dr. Bruno Märkl, Tagungspräsident
Prof. Dr. med. Patrick Adam, Tagungssekretär
Dr. rer. nat. Sebastian Dintner
Prof. Dr. med. Ralf Huss
PD Dr. Friederike Lische-Starnecker
Dr. med. Tina Schaller
Julia Fleck
Benedikt Lohner
Kerstin Bauer
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Kontakt:

Benedikt Lohner
Wissenschaftlicher Assistent
Institut für Pathologie und Molekulare Diagnostik 
Universitätsklinikum Augsburg
Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg 
Telefon: 0821/400-168178 
E-Mail: benedikt.lohner@uk-augsburg.de