Neue Professur stärkt die onkologische Chirurgie
Die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg baut ihre chirurgische Forschung weiter aus: Prof. Dr. Johannes Lauscher übernimmt die neu eingerichtete W2-Professur für onkologische Chirurgie und klinische Forschung. Die Professur ist dem Lehrstuhl für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg zugeordnet.
Augsburg | Mit der neuen Professur stärkt die Medizinische Fakultät Augsburg gezielt ihre klinische und translationale Forschung in der onkologischen Chirurgie. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller in die Patientenversorgung zu überführen und innovative operative Verfahren evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Dr. Johannes Lauscher konzentriert sich auf die chirurgische Behandlung von Tumorerkrankungen, insbesondere des kolorektalen Karzinoms, sowie auf die perioperative Medizin. Weitere Schwerpunkte sind die Standardisierung von Operationsabläufen und die Digitalisierung des Operationssaals. Mit klinischen Studien untersucht seine Arbeitsgruppe, wie sich postoperative Komplikationen reduzieren und Behandlungsergebnisse nachhaltig verbessern lassen.
Digitalisierung und Robotik im Fokus
Ein besonderes Zukunftsfeld der Professur ist die wissenschaftliche Begleitung digitaler und robotisch assistierter Operationsverfahren. Dabei sollen Daten aus dem Operationssaal systematisch analysiert und mit dem Behandlungserfolg verknüpft werden. Ziel ist es, die Qualität chirurgischer Eingriffe weiter zu steigern und neue Erkenntnisse für eine sichere und präzisere Patientenversorgung zu gewinnen.
„Die Universitätsmedizin Augsburg bietet hervorragende Voraussetzungen, um innovative chirurgische Forschung und klinische Versorgung eng miteinander zu verbinden. Besonders reizt mich die Möglichkeit, moderne digitale Technologien und robotische Operationsverfahren wissenschaftlich zu begleiten und ihre Potenziale für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten systematisch zu erschließen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen möchte ich dazu beitragen, neue Erkenntnisse zügig in die klinische Praxis zu überführen“, sagt Prof. Dr. Johannes Lauscher.
„Mit der Einrichtung dieser Professur investieren wir gezielt in den weiteren Ausbau der klinischen und translationalen Forschung in der onkologischen Chirurgie. Prof. Dr. Johannes Lauscher verbindet hohe klinisch-chirurgische Expertise mit ausgewiesener Erfahrung in der patientennahen Forschung und klinischen Studien“, sagt Dekanin Prof. Dr. Martina Kadmon.
Zur Person
Prof. Dr. Johannes Lauscher studierte Medizin an der RWTH Aachen, wo er auch 2005 promoviert wurde, und erwarb einen Master of Health Business Administration an der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Habilitation im Fach Chirurgie erfolgte an der Charité Berlin, wo er 2022 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde; an der dortigen Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie war er für viele Jahre tätig, zuletzt als leitender Oberarzt. Prof. Lauscher verfügt über die Zusatzbezeichnungen Spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie und ist als Fellow des European Board of Surgery (FEBS) international zertifiziert. Bereits während seiner Ausbildung und beruflichen Laufbahn sammelte er klinische Erfahrungen im Ausland, unter anderem in Spanien, den USA und Kanada. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde Lauscher mehrfach mit dem Abstractpreis der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie ausgezeichnet. Seit dem 1. September 2026 ist er Professor für onkologische Chirurgie und klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg; seit Juli 2025 ist er bereits Stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg.
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