Schnittbildgebung

Bei den meisten Gehirn- und Wirbelsäulenerkrankungen ist eine Schnittbildgebung (Tomographie) notwendig. Im Jahr immerhin 

Hierfür werden neuroradiologische Arbeitsplätze direkt im CT und im MRT vorgehalten. Die Auswahl der Untersuchungstechnik und die Befundung wird von unseren NeuroradiologInnen mit spezieller Expertise in den modernsten Techniken individuell auf den Patienten zugeschnitten.

Wir verfügen über drei CTs inkl. einem Dual energy CT der neuesten Generation, sowie 3 MRTs, davon ein 3 Tesla Gerät, mit dem sich besonders hochauflösende Bilder erstellen lassen.

Schnittbildgebung in der Neuroradiologie

CT-Perfusion
Mit der CT-Perfusion kann die Durchblutung des Gehirns zeitaufgelöst dargestellt werden. Damit kann im Notfall herausgefunden werden, ob bei einem Schlaganfall noch Gehirngewebe zu retten ist.
CT-Angiographie
Mit Kontrastmittel kann eine hochauflösende Darstellung von Gefäßveränderungen erreicht werden.
Im Bild ein Gefäßverschluss der linken mittleren Hirnschlagader.
CT-Myelographie
Engstellen im Spinalkanal und Bandscheibenprobleme werden heutzutage meist in der Kernspintomographie (MRT) dargestellt. Wenn dies nicht möglich ist oder keine klare Aussage zu einer Beeinträchtigung an den neuralen Strukturen zulässt, kann die CT-Myelographie eindeutige Antworten liefern.
Dabei wird Kontrastmittel in den Spinalkanal injiziert, um den Verlauf der Nervenwurzeln und des Rückenmarks beurteilen zu können.
Dual energy CT
Mit der Dual energy Technik können verschiedene Arten von Weichteilen besser differenziert und Kontrastmittel von Blut unterschieden werden. Dies kann bei der Untersuchung von Schlaganfällen, Hirnblutungen und Tumoren deutlich bessere Bilder liefern.
Im Bild wird mit der Dual energy Technik nachgewiesen, dass die hellen Veränderungen im Bild durch eine Einblutung verursacht sind.
Dynamische MR-Angiographie
Mit der dynamischen MR-Gefäßdarstellung kann die sukzessive Füllung der Gefäße nach Kontrastmittelgabe dargestellt werden.
MR-Traktographie
Mit der sog. Diffusions-Tensor-Bildgebung können z.B. Faserbahnen im Gehirn sichtbar gemacht werden.
MRT-Liquorlecksuche
Winzige Lücken in der harten Hirnhaut an der Wirbelsäule können zu einem Verlust von Nervenwasser (Liquorleck) in den Spinalkanal oder die Muskulatur führen. Es kommt dann zum Liquorunterdrucksyndrom, das schwere lageabhängige Kopfschmerzen und neurologische Ausfälle verursachen kann.
Zur Lokalisation des Liquorlecks wird MR-Kontrastmittel in den Liquorraum injiziert und dann eine Aufnahme der Wirbelsäule angefertigt.
Im Bild sieht man den Kontrastmittel-Austritt an der Lendenwirbelsäule.
MR-Neurographie
Erkrankungen von peripheren Nerven und Nervenplexus (Nervengeflechte zu Armen und Beinen) erfordern spezielle MRT-Techniken, um die schwer abzugrenzenden Nerven darzustellen.
MR-Liquorflussmessung
Mit speziellen Sequenzen kann der Liquorfluss z.B. entlang des Aquädukts gemessen werden.
Im Bild sieht man dunkel den Jet des Liquors im Austrittsbereich des Aquädukts.
MR-Spektroskopie
Die MR-Spektroskopie erlaubt es, Stoffwechselprodukte im Gehirn zu untersuchen und damit verschiedene Erkrankungen zu unterscheiden wie etwa Tumoren von Entzündungen. Die MR-Spektroskopie wird bei uns am 3T-MRT durchgeführt.
Im Bild sieht man die Metabolitenverteilung eines Tumors im linken Kleinhirnschenkel.

Kontakt

Terminvereinbarung für spezielle MRT-Untersuchungen:

Sprechstunden, Ambulanzen und Kontakt

Dr. med. Christoph Maurer

Facharzt für Diagnostische Radiologie
Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie

E-Mail: christoph.maurer@uk-augsburg.de 

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