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Kinderurologie

Die Kinderurologie am UKA beinhaltet die Erkennung und Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen und Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege sowie des inneren und äußeren Genitales. Die Betreuung beginnt vielfach schon vorgeburtlich, wenn im Fehlbildungsultraschall eine Besonderheit festgestellt wird (pränatale Diagnostik, Perinatalzentrum).  

Die kinderurologischen Krankheitsbilder umfassen:

  • Kindliche Harninkontinenz und Einnässen nach dem 3., 4. Lebensjahr ohne körperliche Ursache (Enuresis)       
  • Druckanstieg im Nierenbecken durch Harnabflussstörung (Hydronephrose)
  • Harnleiterabgangsstenose, Harnleitermündungsstenose bzw. abnormal erweiterter Harnleiter (obstrukiver Megaureter)
  • Unphysiologischer Rückfluss von Harn aus der Blase in das Nierenbecken (Vesikoureterorenaler Reflux)
  • Doppelniere mit Harntransportstörung
  • Nieren-, Harnleitersteinleiden
  • Nierentumore, Nierenzysten
  • Komplexe Fehlbildungen z.B. des Enddarms, des Anus (anorektale Malformation/Analatresie)
  • Fehlbildung des inneren und äußeren weiblichen und männlichen Genitale (Hypospadie, seltene angeborene Penisfehlbildungen, Vaginalanomalien)
  • Krankhafte Verengung der Vorhaut (Phimose)  

Für die Diagnostik stehen uns modernste kindgerechte Untersuchungsmethoden in Zusammenarbeit mit der Kinderradiologie und der Klinik für Nuklearmedizin zur Verfügung:

  • Funktionsdiagnostik (Uroflowmetrie, Urodynamik, Video-Urodynamik)
  • Hochauflösender Ultraschall inkl. Kontrastmittel-Sonographie und Dopplersonographie
  • Miktionszysturographie (MCU) und Miktions-Uro-Sonographie (MUS)
  • Nuklearmedizinische Untersuchungen (MAG-III-Nierenfunktionsszintigraphie mit indirekter Refluxprüfung, DMSA-Szintigraphie)
  • MR-Urographie (Kernspintomographie-Urographie) mittels hochmodernem 3-Tesla MRT
  • Ggf. endoskopische Untersuchung in Narkose.

Die Kinderurologie stellt einen Teilbereich der Kinderchirurgie dar, in dem es fast immer gelingt, eine exakte Diagnose zu stellen und die Behandlungsmöglichkeiten entsprechend darzustellen und auszuwählen. Ferner ist das konservative und/oder operative Vorgehen von einer hohen Erfolgsrate begleitet. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich konservativer und operativer Behandlungsmaßnahmen und eine große persönliche Erfahrung fließen stets in das Behandlungskonzept mit ein. Die Kunst ist es, „nicht umsonst, aber auch nicht zu spät und mit entsprechender Qualität zu operieren“, wie Dr. Tobias Schuster, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie sagt.

Die operativen Behandlungsmaßnahmen reichen von diagnostischen und ggf. interventionellen endoskopischen Verfahren über minimalinvasive Verfahren bis hin zu den bewährten klassischen Operationstechniken.

Die persönliche Nachsorge und Langzeitbehandlung inklusive der Aspekte der Transitionsmedizin, also die Überleitung in die Medizin Erwachsener, sind für das Team von großer Bedeutung und Teil der hochspezialisierten Kinderurologie am Universitätsklinikum Augsburg.

Wo immer es dem Wohl des Kindes zugutekommt, besteht eine Zusammenarbeit mit der Neonatologie, Kindernephrologie, Entwicklungsneurologie und weiterer Disziplinen, ferner auch mit anderen kinderurologischen Zentren.

 

Kontakt

Dr. med. Tobias Schuster

Direktor der Klinik für Kinderchirurgie
Facharzt für Kinderchirurgie

Dr. med. Sara Saidy-Rad

Fachärztin

Fachärztin für Kinderchirurgie

E-Mail: sara.saidy-rad@uk-augsburg.de

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