Studienübersicht für Patientinnen und Patienten
Glioblastom
Das Glioblastom („Glioblastoma multiforme) ist ein bösartiger, hirneigener Tumor, der zur Gruppe der Gliome gehört. Gliome sind Tumore, die normalerweise nur im Gehirn entstehen. Die Zellen dieser Tumore teilen sich meistens sehr schnell, was ein aggressives und rapides Wachstum zur Folge haben kann, sodass die WHO diese Tumore als Grad IV einstuft. Glioblastome können an einer oder mehreren Stellen im Gehirn lokalisiert werden. Die Zellen des Tumors wachsen unkontrolliert in das gesunde Gehirngewebe d.h. dass das Wachstum der Tumorzellen diffus und infiltrativ ist, sodass es vermutlich auch Tumorzellen gibt, welche für die Ärztin oder den Arzt nicht sichtbar sind.
Durch verschiedene neurologischen Beschwerden kann eine Glioblastomerkrankung auffällig werden. Mögliche Symptome sind:
- Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen à Hirndruckzeichen
- Sehstörungen, Sprachstörungen, Paresen à neurologische Ausfälle
- Erstmalige epileptische Anfälle
Leichte Reizbarkeit, Desorientierung >> psychische Veränderungen
Zuerst wird das Glioblastom operativ behandelt. Das bedeutet, dass das Glioblastom operativ entfernt wird. Man spricht hier von einer Tumorresektion. Ziel hierbei ist es, den sichtbaren Teil des Tumors möglichst vollständig zu entfernen. Da der Tumor nicht ganz entfernt werden kann, ist eine Nachbehandlung nötig.
Nach der Operation werden weitere Therapie zur Behandlung des Tumors eingesetzt. Hierzu gehören z.B. die Strahlentherapie, die Chemotherapie oder die Tumor Treating Fields.
Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
Die Strahlenklinik Augsburg nimmt derzeit an zwei klinischen Studien teil, welche Ihnen nachfolgend genauer erklärt werden. Sollten Sie bzgl. einer der Studien Interesse haben, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Eine multizentrische randomisierte Phase-III-Studie zur intraoperativen Strahlentherapie bei neu diagnostiziertem Glioblastoma multiforme.
Phase III
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob die Standardoperation plus intraoperative Strahlentherapie (IORT mit 20–30 Gy), gefolgt von einer Radiochemotherapie (EBRT: 60 Gy, 75 mg/m²/d Temozolomid) und einer adjuvanten Chemotherapie mit 150–200 mg/m²/d Temozolomid pro Zyklus (5/28 Tage) ein Rezidiv der Erkrankung hinauszögern kann und ob die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten verbessert werden kann.
Patienten in Arm A erhalten die Standardoperation inkl. IORT, EBRT sowie eine adjuvante Chemotherapie. Patienten in Arm B erhalten die Standardoperation gefolgt von einer EBRT mit 60 Gy und 75 mg/m²/d Temozolomid sowie eine adjuvanter Chemotherapie mit 150-200 mg/m²/d Temozolomid pro Zyklus (5/28 Tage)
Schützende VEGF-Hemmung für isotoxische Dosiseskalation bei Glioblastom (PRIDE = Protective VEGF Inhibition for Isotoxic Dose Escalation in Glioblastoma)
Phase II
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob durch die isotoxische Dosiseskalation mit Bevacizumab ein verbessertes Gesamtüberleben gegenüber einer optimalen historischen Kontrolle erreicht werden kann, ohne dass die Nebenwirkungsrate signifikant ansteigt.
Kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC)
Lungenkarzinome sind aus den epithelialen Zellen des Respirationstrakts (Gesamtheit der Organe und Strukturen, welche an der Atmung beteiligt sind) entstehende bösartige Tumore. Basierend auf der Zellliniendifferenzierung wird zwischen kleinzelligen Karzinomen (SCLC = Small Cell Lung Cancer) und nichtkleinzelligen Karzinomen (NSCLC = Non Small Cell Lung Cancer) unterschieden. Bei einem kleinzelligen Bronchialkarzinom handelt es sich also um kleinzelligen Lungenkrebs. Dieser Tumor wächst rapide und bildet sehr früh Metastasen in anderen Körperregionen, weswegen SCLC sehr gefährlich ist.
Die Symptome können je nach Ausbreitung des Tumors sehr unterschiedlich sein. Symptome, die auf ein lokales Wachstum des Tumors hindeuten sind z.B. chronischer Husten, wiederholt auftretende Erkältungskrankheiten, abhusten von Blut, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Kurzatmigkeit. Die Symptome, die auf eine Ausbreitung des Krebses (Metastasen) zurückzuführen sind, hängen vom Ort der Ausbreitung ab. So kann sich eine Ausbreitung auf das Gehirn z.B. durch Kopfschmerzen, mentale Veränderungen, Erbrechen oder Übelkeit bemerkbar machen. Eine Ausbreitung im Bereich der Wirbelsäule oder Knochen, kann dort jeweils zu Schmerzen führen.
Die Wahl einer geeigneten Therapie hängt von unterschiedlichen Faktoren wie dem Stadium der Krankheit, die Lokalisation und Größe des Tumors, dem Vorhandensein von Metastasen und dem körperlichen Zustand des Betroffenen ab. Neben dem operativen Eingriff stehen Strahlentherapie, Chemotherapie und eine medikamentöse Therapie zur Verfügung. Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
In der Strahlenklinik Augsburg wird bald eine klinische Studie beginnen, welche Ihnen nachfolgend genauer erklärt wird. Sollten Sie bzgl. einer Studie Interesse habe, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Durvalumab (MEDI4736) in Kombination mit konsolidierender Radiochemotherapie und ablativer stereotaktischer Strahlentherapie im ausgedehnten SCLC-Stadium (DuCoRa-SCLC)
Phase II
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob eine konsolidierende lokale Behandlung aller Tumorläsionen mit Strahlentherapie, begleitend zur Chemo-Immuntherapie und Erhaltungs-Immuntherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) beim oligometastatischen SCLC im ausgedehnten Stadium (bis zu 5 Tumorläsionen) verbessern kann.
Kopf – Hals – Tumore
Bei Kopf – Hals – Tumoren handelt es sich um verschiedene Krebsarten, die im Kopf- sowie Halsbereich auftreten. Dazu zählen beispielsweise bösartige Tumorarten der Nase, der Nasennebenhöhlen, des äußeren Halses, der Mundhöhle (Mundhöhlenkarzinome), des Rachens (Pharynxkarzinom), des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) sowie insbesondere der Schilddrüse.
Die Symptomatik bei bösartigen Kopf – Hals – Tumoren kann je nach Sitz des Tumors variieren. Tumore im Mundbereich können sich durch schmerzhafte oder schmerzfreie (z. B. Verfärbungen oder Schwellungen) Veränderungen an der Schleimhaut bemerkbar machen. Je nach Lage und Größe des Tumors kann auch die Beweglichkeit der Zunge eingeschränkt sein. Auch Schwellungen und Schluckbeschwerden können durch einen Tumor verursacht werden. Häufig kommt es bei Rachentumoren zu Schluckbeschwerden wohingegen sich Speicheltumore durch schmerzhafte Schwellungen äußern können. Symptome, die auf einen Kehlkopftumor hinweisen können, sind z. B. chronische Heiserkeit, ein anhaltendes Kratzen im Hals mit ständigem Zwang, sich zu räuspern, chronischer Husten, Schluckstörungen, Schmerzen im Hals, welche bis zu den Ohren ausstrahlen, eine Art Fremdkörpergefühl im Hals sowie Atembeschwerden unklarer Ursache.
In der Regel wird versucht Kopf – Hals – Tumore durch eine Operation vollständig zu entfernen oder durch eine Strahlentherapie komplett zu vernichten. Oft wird eine Strahlentherapie hierbei mit einer Chemo- oder Antikörpertherapie kombiniert. Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
In der Strahlenklinik Augsburg wird bald eine klinische Studie beginnen, welche Ihnen nachfolgend genauer erklärt wird. Sollten Sie bzgl. einer Studie Interesse habe, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Kombination aus Pembrolizumab und Lenvatinib nach definitiver Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem HNSCC bei PD-L1-positiven Patienten (CPS≥1)
Phase II
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob durch die Kombination von Pembrolizumab und Lenvatinib eine höhere Wirksamkeit im Vergleich zu der Standardtherapie gegeben ist.
Lymphome
Lymphome sind in der Regel bösartige Tumoren des lymphatischen Systems. Der umgangssprachliche Begriff ist Lymphdrüsenkrebs. Bei malignen (bösartigen) Lymphomen entarten die Lymphozyten und beginnen unkontrolliert zu wachsen und sich zu vermehren. Auch wenn bei einem Lymphom meist die Lymphknoten anschwellen, kann es – unabhängig von einem Lymphknoten – überall im Körper auftreten.
Innerhalb der malignen Lymphome gibt es drei große Gruppen:
- Hodgkin-Lymphome >> Das ist eine eigenständige Lymphomart.
- Non-Hodgkin-Lymphome >> Das sind alle Lymphomarten, die nicht als Hodgkin-Lymphom gelten. Auch wenn man den Begriff in der Praxis noch häufig hört, verwenden Expertinnen und Experten diesen nicht mehr, da die WHO die Lymphome mittlerweile nach der Lymphozytenart unterscheidet, von der die Erkrankung ausgeht.
- Multiple Myelome >> Hier spricht man von Knochenmarkkrebs. Dieser gehört ebenfalls zu den malignen Lymphomen, da sie von reifen B-Lymphozyten, den sogenannten Plasmazellen ausgehen. Diese siedeln sich fehlerhaft im Knochenmark an und vermehren sich dort.
Ein typisches Symptom für ein Lymphom sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen. Die Lymphknoten sind meist über einen längeren Zeitraum geschwollen (2 – 4 Wochen). Allerdings können Lymphome auch zu allgemeinen, unspezifischen Beschwerden führen, die auch bei anderen Krankheitsbildern auftauchen. Diese sogenannten B-Symptome können z.B. Fieber über 38 Grad Celsius ohne andere erkennbare Ursache, sehr starker Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust sein.
Je nachdem ob sich in einem Organ oder Gewebe Lymphomzellen finden lassen, können weitere Beschwerden wie z.B. Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, Husten, Atembeschwerden oder Knochen- sowie Gelenkschmerzen auftreten.
Bei manchen Patientinnen und Patienten mit einem langsam wachsenden (niedrig malignen) Lymphom kann erst einmal abgewartet und beobachtet (watch-and-wait) werden. Hierbei müssen die Patientinnen und Patienten regelmäßig für Kontrolltermine zu einer Ärztin oder zu einem Arzt. Die Ärztin bzw. der Arzt kontrolliert die Blutwerte und führt, je nachdem welches Lymphom vorliegt, weitere Untersuchungen durch. Wenn ein Lymphom behandelt werden muss setzen Ärztinnen und Ärzte am häufigsten eine Chemotherapie ein. Oft wird diese mit einer Antikörpertherapie kombiniert. Man spricht hier auch von einer Immun-Chemotherapie. Einige Patientinnen und Patienten erhalten auch nur die Antikörpertherapie ohne eine Chemotherapie. Für wenige Lymphom-Patienten kommt eine alleinige örtliche Strahlentherapie infrage. Diese wird beispielsweise dann eingesetzt, wenn das Lymphom langsam wächst und örtlich begrenzt ist. In Kombination mit einer Chemotherapie oder Chemo-Immuntherapie kommt eine Strahlentherapie auch für andere Erkrankungssituationen in Betracht. Eine reine Operation des Lymphoms ist meist keine geeignete Therapiemöglichkeit., da Lymphome meist den ganzen Körper betreffen. Selbst wenn die entarteten Lymphozyten nur an einer oder wenigen Stellen im Körper direkt nachweisbar sind, werden diese selten nur operativ behandelt.
Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
In der Strahlenklinik Augsburg wird bald eine klinische Studie für die Behandlung eines Hodgkin-Lymphoms beginnen, welche Ihnen nachfolgend genauer erklärt wird. Sollten Sie bzgl. einer Studie Interesse habe, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Phase-II-Studie zur individualisierten Immuntherapie bei einem Early – Stage Unfavorable Classical Hodgkin Lymphoma
Phase II
Hypothese:
Es soll untersucht werden ob, eine individualisierten First-Line-Therapie mit Checkpoint Hemmung für ein “early stage unfavorable classical Hodgkin lymphoma”, die wirksam und gut verträglich ist, etabliert werden kann.
Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit der individualisierten Behandlungsstrategie zu zeigen. Sekundäre Ziele sind die weitere Bewertung von Wirksamkeit, Sicherheit, Durchführbarkeit und Lebensqualität. In einer weiteren, explorativen Kohorte wird die individualisierte Behandlungsstrategie bei älteren Patienten angewendet und auf Wirksamkeit, Sicherheit und Durchführbarkeit analysiert. In beiden Kohorten werden explorative wissenschaftliche Korrelationsstudien an Tumor- und Blutproben durchgeführt.
Metastasiertes Mammakarzinom
Man spricht von einem metastasierten Mammakarzinom, wenn der Brustkrebs Metastasen gebildet hat und sich der Krebs nun über die Lymphe oder die Blutbahn im Körper ausbreitet.
Im Vordergrund stehen lokale Symptome der Brust wie z.B. tastbarer Knoten, Hautveränderung oberhalb des Tumors einschl. der sog. Orangenhaut, Einziehung der Haut, Veränderung der Kontur, Asymmetrie der Brust, Einziehung der Brustwarze, Sekretion oder Blutung aus der Brustwarze auf der betroffenen Seite, Rötung und Überwärmung bei inflammatorischem Mammakarzinom. Weitere lokale Symptome sind tastbar vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle oder der Schlüsselbeingegend. In fortgeschrittenen Stadien kann es beispielsweise zu Gewichtsabnahme und Leistungsminderung kommen. Symptome aufgrund von Metastasen sind Schwellung des Arms durch Lymphödem bei Lymphknotenmetastasen der Achselhöhle, Knochenschmerzen bei Skelettmetastasen, Husten und Kurzatmigkeit/Atemnot bei pulmonaler (die Lunge betreffend) und/oder pleuraler (das Brustfell betreffend) Metastasierung, Ikterus (Gelbfärbung der Haut, Schleimhäute oder inneren Organe) und Leberinsuffizienz bei fortgeschrittener Lebermetastasierung oder neurologische Symptome bei zerebraler Metastasierung.
Therapieoptionen beim Mammakarzinom umfassen die Operation, die Bestrahlung sowie medikamentöse Tumortherapie.
Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
Die Strahlenklinik Augsburg ist ebenfalls Teil einer klinischen Studie. Diese wird Ihnen nachfolgend genauer erklärt. Sollten Sie bzgl. einer Studie Interesse habe, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Randomisierte, multinationale, multizentrische Prüfung der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer lokalen Strahlentherapie von Metastasen als Ergänzung zur Standardtherapie bei Patientinnen mit oligometastasiertem Mammakarzinom.
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob das medianen progressionsfreie Überleben von 12 Monaten (Kontrollarm) auf 16 Monate (exp. Arm) bei Erhalt der Lebensqualität (Abfall um maximal 5 Prozentpunkte (0.25 SD) im QLQ-C30-Summen-Score verbessert werden kann.
Prostatakarzinom
Bei einem Prostatakarzinom (Prostatakrebs) verändern sich Zellen in der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) krankhaft. Sie beginnen, sich unkontrolliert zu teilen, bis schließlich viele Millionen Zellen eine Geschwulst bilden. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, können Tumorzellen auch in benachbarte Gewebe und Organe wandern und dort Metastasen bilden.
Zu Beginn verursacht Prostatakrebs keine Beschwerden. Diese treten erst später auf, wenn der Tumor eine bestimmte Größe überschritten hat oder Metastasen in Lymphknoten oder Knochen gestreut hat. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei bestimmten Prostatakrebs-Symptomen frühzeitig zu Ihrem Arzt gehen. Er kann untersuchen, woran es liegt – und die nächsten Schritte einleiten. Eine Früherkennungsuntersuchung ist bei Prostatakrebs besonders wichtig, da dieser in seinem Anfangsstadium eben keine Beschwerden verursacht.
Im fortgeschrittenen Stadium stellen beispielsweise Symptome wie Schmerzen in der Prostata, Beeinträchtigung der Blasen- oder Darmentleerung, Blutbeimengung im Urin oder „Ischias“-Schmerzen, die durch Knochenmetastasen hervorgerufen werden, ein.
Für die Prostatakrebs Behandlung stehen eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung. Welche der folgenden Therapien die passende ist, hängt u.a. davon ab, wie weit fortgeschritten bzw. aggressiv der Prostatakrebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits ist und wie hoch das Alter bzw. die Lebenserwartung des Betroffenen ist. Bei manchen Patientinnen und Patienten mit einem Prostatakarzinom kann erst einmal abgewartet und beobachtet (watch-and-wait) werden. Hierbei müssen die Patientinnen und Patienten regelmäßig für Kontrolltermine zu einer Ärztin oder zu einem Arzt. Weitere Therapiemöglichkeiten sind z.B. die Strahlentherapie, die Chemotherapie oder eine hormonelle Behandlung.
Auch die Teilnahme an einer klinischen Studie unter bestimmten Voraussetzungen ist möglich. Hierbei erhalten Sie unter anderem eine einzigartige Chance, den Zugang zu neuen, vielversprechenden Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten. In der Strahlenklinik Augsburg wird bald eine klinische Studie beginnen, welche Ihnen nachfolgend genauer erklärt wird. Sollten Sie bzgl. einer Studie Interesse habe, können Sie hier unser Studienteam sehr gerne kontaktieren.
Bildgeführte fokale Dosiseskalation bei behandelten Patienten mit primärem Prostatakrebs mit primärer externer hypofraktionierter stereotaktischer Strahlentherapie (HypoFocal-SBRT) – eine prospektive, multizentrische, randomisierte Phase-III-Studie
Phase III
Hypothese:
Es soll untersucht werden, ob die Individualisierung der Strahlentherapie (RT) auf Basis moderner medizinischer Bildgebung in Bezug auf die Eskalation der fokalen Strahlendosis auf intraprostatische Tumoren mit Stereotaktische Körperbestrahlung (SBRT) das rezidivfreie Überleben (RFS) bei Patienten mit primärem Prostatakrebs (PCa) im Vergleich zu mittelschwer Hypofraktionierte Strahlentherapie (MHRT) erhöhen kann. Des Weiteren soll die Verkürzung der Behandlungszeit (5 vs 20 RT-Fraktionen) den Patientenkomfort weiter steigern kann.