Tiergestützte Intervention (TGI)

Die tiergestützte Therapie am Universitätsklinikum Augsburg fördert die Patientinnen und Patienten der Palliativstation 2.3 auf emotionaler, kognitiver sowie sozialer Ebene. 

Der Kontakt zu den Tieren wirkt dabei oft unbewusst, erzielt jedoch gezielt und effektiv positive Veränderungen.  Die Therapie trägt insbesondere zur Entspannung der Patientinnen und Patienten bei, erleichtert die Kommunikation und hilft, das Schmerz- und Angstempfinden zu verringern. Darüber hinaus motiviert sie zur körperlichen Aktivität und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Lernen Sie Percy kennen – unseren vierbeinigen Kollegen in der tiergestützten Therapie auf der Palliativstation 2.3.

Percy wurde am 03.08.2022 geboren und begleitet seit 2024 einmal pro Woche seine Hundeführerin Conny Lindenmeir auf die Palliativstation 2.3. Hier schenkt er den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen besondere Momente der Nähe und Leichtigkeit.

Percy ist ein aktiver und verspielter Hund mit einem starkem Wunsch, dem Menschen nah zu sein. Er ist freundlich, kinderlieb und aufgeschlossen. Der kleine Aussiedoodle (Australien Shepherd x Standardpudel-Mischling) findet schnell zur Ruhe, ob Zuhause oder im Patientenzimmer. Dort kann er ruhig liegen, sich streicheln lassen und Nähe zulassen – ganz so, wie es sich die Patientinnen und Patienten wünschen. 

Die Idee, mit Percy auf der Palliativstation zu arbeiten, entstand aus den persönlichen Erfahrungen seiner Hundeführerin. Hunde können Trost spenden, Freude schenken und in schweren Lebenssituationen Halt geben – ohne Erwartungen, ohne Bewertung.

»Für schwerstkranke Menschen ist diese Erfahrung mit Percy sehr wertvoll. In den Momenten mit ihm wird das Leben etwas leichter.«
Conny Lindenmeir

Percys „Aufgaben" richten sich immer nach den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten. Manchmal darf er mit ins Bett, manchmal geht er, wenn möglich, mit ihnen auf die Terrasse. Oft genießen auch Angehörige seine ruhige Art, etwa wenn Kinder mit ihm spazieren gehen. Und manchmal ist seine wichtigste Tätigkeit einfach, da zu sein.

Percys Einsatz ist dabei klar strukturiert und auf sein Wohlbefinden abgestimmt. Jeden Freitag besucht er maximal zwei Patientinnen oder Patienten. Zwischen den einzelnen Begegnungen bekommt er ausreichend Ruhepausen von rund zwei Stunden. Ein typischer Tag beginnt mit einem gemütlichen Ankommen. Zwischendurch gibt es Zeit für Bewegung an der frischen Luft und ebenso viel Zeit zur Erholung. So bleibt Percy entspannt, ausgeglichen und mit Freude bei seiner Arbeit.

Percy arbeitet nicht viel – aber er wirkt viel. Und genau das macht ihn zu einem so besonderen Teil des Palliativteams.