Konzeption für die Krippe

Trägerhintergrund und Leitbild

Das Universitätsklinikum Augsburg ist ein modernes Krankenhaus der maximalen Versorgungsstufe, dass an insgesamt zwei Standorten und drei Betriebsstätten (Standort: Stenglinstraße - UKA & Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben, Standort: Sauerbruchstraße - UKA Süd) rund 1.740 Behandlungsplätze für stationäre Patienten zur Verfügung stellt. Träger ist der Freistaat Bayern. Unsere Kindertagesstätte ist Teil des Universitätsklinikums Augsburg und gehört zum Bereich Personalmanagement. 1980 wurde der Kindergarten für die Kinder der Klinikbeschäftigten gegründet. Die Arbeit im Schichtdienst machte eine individuelle Betreuung erforderlich, die sonst in Augsburg in keinem anderen Kindergarten angeboten wurde. Mit dem Neubau der Kindertagesstätte eröffneten 2010 zusätzlich zu den drei Kindergartengruppen zwei Krippengruppen in unserem Haus. Eltern so zu unterstützen, dass sie Berufstätigkeit und Familie gut vereinbaren können, ist eine unserer Kernaufgaben. Dabei sehen wir uns als frühe Bildungseinrichtung, die Kinder so annimmt, wie sie sind und individuell auf deren Bedürfnisse eingeht.

Unsere Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) und dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG).

Wir sehen unsere Kindertagesstätte als einen Ort der Begegnung und des Lernens. Eine liebevolle Zuwendung und Atmosphäre in der sich die Kinder geborgen fühlen steht für uns im Vordergrund.

 

Rahmenbedingungen

Sozialraumorientierung

Unsere Kindertagesstätte befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Augsburg im Stadtteil Kriegshaber. Die Einrichtung ist mit dem Bus, ebenso mit der Straßenbahn gut erreichbar. Ein Parkplatz und ein Fahrradabstellplatz stehen für alle zur Verfügung.

Die Veränderungen der Gesellschaft, welche sich in der Betrachtungsweise einer Familie vollziehen, spiegeln sich auch in unserer Einrichtung wieder.
Kinder mit unterschiedlichem familiärem Hintergrund sind bei uns willkommen. Kinder von Familien im ursprünglichen Sinn (Vater, Mutter, Kind), Kinder von alleinerziehenden Elternteilen  oder Patchwork-Familien und Kinder gleichgeschlechtlicher Elternpaare werden bei uns in der Einrichtung betreut.
Auch in der Vielfalt der Herkunftsländer und Religionen der Familien spiegelt unsere Einrichtung eine bunte Gesellschaft wieder. Wir sehen es als unsere Aufgabe, alle in ihrer Lebensform so anzunehmen wie sie sind und sie bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten.

Wir betreuen überwiegend Kinder von Klinikbeschäftigten. Hierbei handelt es sich um Kinder aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Wir betreuen Kinder von Eltern aus allen Berufsgruppen des Klinikums, z. B. Hauswirtschaft, Pflege, dem ärztlichen Bereich oder der Verwaltung.
Unser Einzugsgebiet beschränkt sich daher nicht nur auf das nahe Umfeld des Kindergartens, sondern auch auf die weitere Umgebung, welche das gesamte Stadtgebiet Augsburg und den Landkreis Augsburg miteinschließt.

Durch die Berufstätigkeit der Eltern bzw. der Arbeit im Schichtdienst im Klinikum bietet unser Haus sehr flexible Öffnungszeiten bzw. weite Bring- und Abholzeiträume an. Für die Kinder bedeutet dies, eine lange Betreuung außerhalb ihrer Familie, womit wir als Kindertagesstätte einen hohen Stellenwert und eine große Verantwortung in der Erziehung, Betreuung und Versorgung dieser übertragen bekommen und diese Herausforderung gerne annehmen.

Die Kinder bringen unterschiedliche Vorerfahrungen, wie Betreuung in der Familie oder bei der Tagesmutter mit, wenn sie zu uns in die Einrichtung kommen. Die meisten von ihnen haben ein oder mehrere Geschwister. Oft besuchen diese auch unsere Einrichtung.

Unser Ziel ist es alle Verschiedenheiten menschlichen Lebens, individuelle Unterschiede der Kinder und Familien sowie ihre soziale und kulturelle Vielfalt anzunehmen und offen damit umzugehen (= Inklusion).
Zusammensetzung der Gruppen

In den beiden Krippengruppen bieten wir Platz für jeweils maximal 15 Kinder. Sie sind unterschiedlichen Geschlechts, Herkunft, Kultur, Religion und Entwicklung im Alter von 1 Jahr bis zum Eintritt in den Kindergarten. .

Bei der Belegung der Plätze achten wir darauf, dass sich die Anzahl von Mädchen und Jungen in etwa die Waage hält.
Wir betrachten Mädchen und Jungen als gleichwertig und gleichberechtigt. In vielen Bereichen entwickeln sie sich ähnlich, in anderen unterscheiden sie sich. Wir behandeln diese Unterschiede mit Wertschätzung und geben den Kindern die Möglichkeit Erfahrungen und Aktivitäten unabhängig von ihrem Geschlecht, sondern nach eigenen Bedürfnissen und Interessen zu machen. So spielen bei uns auch Mädchen mit dem Parkhaus und Buben verkleiden sich mit Tüchern als Prinzessinnen (=Gender).

Des Weiteren ist uns wichtig, dass jedes Kind einige Kinder in der gleichen Alters- bzw. Entwicklungsstufe innerhalb der eigenen Gruppe vorfindet.

 
Pädagogisches Personal

Die personelle Besetzung errechnet sich aus den Buchungszeiten der Kinder. Jede Krippengruppe wird von einer Gruppenleitung (Erzieher/in) geführt. Ihr/ihm stehen eine 2., 3. und 4. Kraft (Erzieher/in und/oder Kinderpfleger/in) zur Seite.
Unsere Springkräfte unterstützen die pädagogische Arbeit der Gruppen. Außerdem übernehmen sie die Vertretung im Gruppendienst bei Fortbildung, Urlaub und Krankheit.
Ein/e Praktikant/in in der Ausbildung zum/r Erzieher/in absolviert das
5. Ausbildungsjahr in unserer Einrichtung.

Unser Verständnis von Inklusion spiegelt sich auch in der Auswahl unseres Personals wider. Ein bunt gemischtes Team aus Pädagogen und Pädagoginnen unterschiedlicher Herkunft und Religion, mit unterschiedlichsten persönlichem Werdegang und verschiedenen eigenen Familiensituationen, betreut die Kinder in unserem Haus. Auch hier findet sich unser Verständnis der Genderpädagogik wieder. Wir leben vor, dass Aufgaben im Team nach Stärken und Interessen und nicht nach Geschlecht vergeben werden.

Unsere langen Öffnungszeiten und der daraus resultierende Schichtdienst unseres Teams führen dazu, dass im Früh- (6.00 Uhr – 7.30 Uhr) und Spätdienst (14.30 Uhr -17.30 Uhr) die Kinder vom Gesamtteam betreut werden.

Öffnungszeiten

Unsere Kindertagesstätte hat täglich von Montag bis Freitag von 6.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Bringzeit:      6.00 Uhr bis 9.00 Uhr

Abholzeit vor dem Mittagessen:  11.45 Uhr bis 12.00 Uhr
Abholzeit nach dem Mittagessen:  12.45 Uhr bis 13.00 Uhr
Abholzeit nach der Mittagsruhe: 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Den Bedürfnissen der Eltern entsprechend kann unter folgenden Buchungszeiten gewählt werden: 3-4 Std. / 4-5 Std. / 5-6 Std. / 6-7 Std. / 7-8 Std. / 8-9 Std. / 9-10 Std. / 10-11,5 Std..
Aktuelle Gebühren können dem Internet unter www.klinikum-kids.de entnommen werden.

Unsere Kindertagesstätte macht keine Ferien - an Brückentagen bieten wir für alle Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, eine Notgruppe an. Es gibt lediglich einen Schließtag im Kalenderjahr, an dem das pädagogische Personal an der Fortschreibung der Konzeption arbeitet. Dieser wird am Anfang des Kita-Jahres bekannt gegeben.

Tagesablauf

6.00 Uhr - 7.30 Uhr
o Frühdienst mit gruppenübergreifendem Freispiel

6.00 Uhr - 9.00 Uhr
o flexible Bringzeit der Kinder
o Möglichkeit zum Frühstück

9.00 Uhr – 10.30 Uhr
o pädagogische Kernzeit (verpflichtende Anwesenheit aller Kinder)
o Angebote, Projekte, Kleingruppenarbeit und Einzelförderung
o Aufenthalt im Freien

10.45 Uhr
o Wickeln, vorbereiten für das Mittagessen

11.00 Uhr
o Abholzeit vor dem Mittagessen
o Mittagessen

11.45 Uhr
o Abholzeit nach dem Mittagessen

Ab 12.00 Uhr
o Mittagsruhe
o Vorbereitungszeit für das Personal

Ab 13.00 Uhr
o gleitende Abholzeit nach dem Mittagsschlaf

Ab 14.30 Uhr
o Gruppenübergreifender Spätdienst
o Freispielzeit in der Gruppe oder im Garten

 

 

Räume, Außengelände und Spielmaterial

Jede Gruppe verfügt über zwei aneinandergrenzende Gruppenräume. Der größere Raum ist mit Funktionsecken, wie zum Beispiel einer Bauecke oder Puppenecke eingerichtet. Je nach Interesse und Bedürfnissen der Kinder, welche die Kollegen beobachten, werden diese in regelmäßigen Abständen verändert. Das Spielmaterial wird ansprechend und für alle Kinder erreichbar präsentiert. Alle Altersstufen werden bekanntes Material finden, aber auch zu neuen Erfahrungen und dem Spiel mit unbekannten Materialien angeregt. Uns ist es wichtig, dass alle Sinne mit dem Angebot unserer Räume und Materialien angesprochen werden. In diesem Raum findet auch das Mittagessen für die Kinder statt.

Die Entwicklung der Motorik ist im Alter von 1 bis 3 Jahren von großer Bedeutung. Aus diesem Grund ist der zweite Raum als Bewegungsraum eingerichtet. Hier werden Bewegungsformen wie Kriechen, Krabbeln, Klettern, Hüpfen z. B. auch auf unterschiedlichen Untergründen,… angesprochen.
Wir legen großen Wert darauf allen Bedürfnissen der Kinder gleichermaßen Bedeutung zukommen zu lassen. Das Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe ist für uns genauso wichtig, wie nach Bewegung.
Veränderungen in den Gruppen werden oft gemeinsam mit den Kindern vollzogen. So werden gemeinsam die Spielsachen ausgetauscht und mit Hilfe aller Möbel verrückt.

Neben den Gruppenräumen hat jede Gruppe eine eigene Garderobe. Damit alle Kinder sich zu Recht finden hat jedes Kind ein Foto an seinem Platz.
Das gemeinsame Bad wird nicht nur zum Wickeln, bzw. dem Toilettengang genutzt, sondern dient mit einer Wasserrinne und einem großen Duschbecken auch zum erweiterten Freispielbereich. Hier wird z. B. geplantscht oder es werden Boote schwimmen gelassen.

Der an die Gruppenräume angrenzende Gartenbereich dient den Kindern zusätzlich zum freien Spiel. Durch verschiedene Spielgeräte wie Rutsche oder Schaukel, aber auch einen „kleinen Wald“, einen Sandkasten mit Matschbereich, wird der Bewegungsdrang der Kinder gestillt und vielfältige Sinneserfahrungen angeregt.

Auf dem großen Gang zwischen den Gruppen finden regelmäßig Bewegungsangebote statt. Hieraus wird z. B. eine „Bobbycarstrecke“, oder ein „Kletterparcour“ mit unterschiedlichen Podesten.

Bei der Auswahl der Spielmaterialien und der Gestaltung der Spielräume achten wir darauf, dass das Interesse aller Kinder geweckt wird und sie die Vielfalt unserer Gesellschaft im Spiel erleben können. So gibt es z. B. auch „schwarze Puppen“ (Mädchen und Buben) Bausteine mit Glitzer und Fahrzeuge in verschiedenen Farben.

Alle Bereiche werden sowohl gleichermaßen von unseren Pädagogen und Pädagoginnen betreut, so dass die Kinder in den Genuss kommen, die unterschiedlichen Arten von Mann und Frau im Spiel zu erleben.

Partizipation spielt für uns im gesamten „Spiel“ eine große Rolle. Die Kinder bestimmen wo, was, wie lange und mit wem sie spielen. Auch das gemeinsame Spiel mit Kindern aus anderen Gruppen ist möglich.

Organisatorisches

Aufnahme
Hauptaufnahme der neuen Kinder ist im September, zu Beginn des neuen Kindertagesstättenjahres.
Falls Plätze in unserem Haus frei sind, können auch zu jeder anderen Zeit Kinder aufgenommen werden.
Aufnahmebögen zur Anmeldung stehen bei uns, im Bereich Personalservice oder im Internet (www.klinikum-kids.de) zur Verfügung.


Kündigung
Die Kündigung des Kindertagesstättenplatzes muss in schriftlicher Form, mit Angabe von Gründen, 2 Monate vor Beendigung der Kindertagesstättenzeit vorliegen. Das Ausscheiden erfolgt zum Monatsende.
Der Träger hat das Recht, ein Kind dauerhaft vom Besuch der Kindertagesstätte auszuschließen. Eine Kündigung kann erfolgen, wenn die Regeln und Bestimmungen der Einrichtung nachhaltig missachtet werden, oder wenn durch den Fortbestand des Kindertagesstättenbesuchs unzumutbare Belastungen für die anderen Kinder und Eltern entstehen.


Versicherung
Die Kinder sind in der Kindertagesstätte gegen Unfälle versichert. Für den direkten Hin- und Nachhauseweg gilt der gleiche Versicherungsschutz, ebenso bei Ausflügen und offiziellen Veranstaltungen der Kindertagesstätte.
Gegen Haftpflichtschäden besteht keine Versicherung.


Aufsichtspflicht
Die Aufsichtspflicht für den Weg zur Einrichtung und nach Hause liegt bei den Erziehungsberechtigten. Die Aufsichtspflicht der Kindertagesstätte beginnt, wenn das Kind von den Erziehungsberechtigten an eine/n pädagogische/n Mitarbeiter/in der Kindertagesstätte übergeben wurde. Sie endet mit der Abholung des Kindes.
Mit der Übernahme der Aufsichtspflicht übernehmen die Betreuungspersonen im Auftrag des Trägers die Personensorge. Die pädagogischen Fachkräfte entscheiden verantwortungsbewusst, welchen Freiraum sie den Kindern gewähren können, immer im Spannungsfeld zwischen Aufsicht und Erziehung zur Selbstständigkeit. Aufsichtspflicht bedeutet nicht, die Kinder zu jeder Zeit zu bewachen und zu kontrollieren, sondern auch, ihnen altersentsprechend und schrittweise Freiräume zuzugestehen.
Bei Veranstaltungen mit Eltern und Kindern, tragen die Erziehungsberechtigten die Aufsichtspflicht für ihre Kinder.


Krankheit
Kranke Kinder können die Einrichtung nicht besuchen und müssen entschuldigt werden. Bei Verdacht auf ansteckende Krankheiten werden Kinder vom Kitabesuch ausgeschlossen.
Nach ansteckenden Krankheiten ist ein ärztliches Attest notwendig, welches bestätigt, dass gegen den Besuch der Kita keine Bedenken mehr bestehen.


Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII
„Allgemeine Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist es, Kinder und Jugendliche davor zu bewahren, dass sie in ihrer Entwicklung durch den Missbrauch elterlicher Rechte oder eine Vernachlässigung Schaden erleiden. Kinder und Jugendliche sind vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen.“

Wir nehmen unseren Schutzauftrag ernst - deshalb:
 Dürfen Kinder der Kindertagesstätte nicht unentschuldigt fern bleiben.
 Fehlt ein Kind länger als einen Tag unentschuldigt, nehmen wir Kontakt auf.

Bildung von 1 bis 3 im Sinne der Philosophie des bay. BEP

Grundbedürfnisse des Kindes
Jedes Kind hat ein natürliches Grundbedürfnis nach Hunger, Durst, körperlicher Hygiene, Schutz vor Kälte oder Hitze, die sogenannten „physische Grundbedürfnisse“. Diese Bedürfnisse müssen erfüllt werden, um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten.

In unserer Einrichtung wird gezielt diesen Bedürfnissen nachgekommen. Wir tragen Sorge für alle physischen und gesundheitlichen Belange des Kindes und sehen uns auch hier als familienunterstützende Kraft. Durch z. B unser warmes Mittagessen oder die Mittagsruhe und flexible Ruhezeiten während des Vormittags  erfüllen  wir diese Grundbedürfnisse.

Zusätzlich zu den „physischen Grundbedürfnissen“  haben alle Kinder die sogenannten „psychischen Grundbedürfnisse“, welche das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit, Autonomieerleben und Kompetenzerleben beinalten.

Die Kinder in unserer Einrichtung erfahren das Grundbedürfnis nach sozialer Eingebundenheit. Sie erleben sich als Teil einer Gruppe und identifizieren sich z. B. anhand des Gruppensymbols (Frosch oder Spatz) damit. Außerdem erleben sie sich z. B. beim gemeinsamen Singen mit allen Kindern des Hauses auch als Teil einer großen Kindergemeinschaft.
Durch unser Konzept bekommen sie täglich die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen z. B. freie Wahl der Spielräume, möchte ich mit zum Turnen gehen oder wo möchte ich beim Mittagessen sitzen. Dies stärkt das Streben nach Autonomie und Selbstwirksamkeit.
Durch unseren Umgang mit Konflikten, den wir als Team vorleben und zu dem wir Kinder anregen, lernen sie diese soweit es ihnen möglich ist selber zu lösen oder sich hierbei Hilfe zu holen.
Unser Bild vom Kind
Wir sehen das Kind als aktiv und kompetent. Wir sehen uns als frühe Bildungseinrichtung, die Kinder und ihre Familien so annimmt, wie sie sind und individuell auf deren Bedürfnisse eingeht. Eine liebevolle Atmosphäre, in der sich die Kinder geborgen fühlen, steht dabei im Vordergrund. Wir bieten dem Kind dem Entwicklungsstand entsprechend Lernfelder in denen es sich erproben und weiterentwickeln kann.
Ko-Konstruktion
Dem Prinzip der Ko-konstruktion kommt in unserem täglichen Zusammenleben eine große Bedeutung zu z. B. in dem Kinder untereinander die sozialen Gruppenregeln aushandeln. Zudem erleben wir uns in der Arbeit mit den Kindern als Ko-Konstrukteur. Das pädagogische Personal gibt Kindern die Möglichkeit, sich mit einzubringen. Zum einen in Form von Zeit, um über Dinge nachzudenken und selber Lösungen zu finden und zu anderen im Respektieren von anderen Ansichten. In unserer Einrichtung geht es um ein miteinander lernen als Partner auf Augenhöhe.


Basiskompetenzen stärken
So fördern wir die Basiskompetenzen

Im Bereich der Selbstwahrnehmung (z. B. Selbstwertgefühl):
• Andersartigkeit akzeptieren, annehmen, damit umgehen lernen

Im Bereich der Motivationalen Kompetenz (z. B. Autonomie, Kompetenzerleben und Selbstregulation):
• sich trauen, sich Herausforderungen zu stellen (z. B. etwas in eine andere Gruppe bringen)

Im Bereich der Kognitiven Kompetenz (z. B. Gedächtnis und Phantasie und Kreativität):
• Denk und Problemlösefähigkeit (z. B. schrittweise erlernen Konflikte verbal zu lösen)

Im Bereich der Physischen Kompetenz (z. B. Grob- und feinmotorische Kompetenz, Regulierung von körperlicher Anspannung):
• Bewegungsdrang ausleben (z. B. Bewegungsbaustelle, freies Spiel im Garten)
• sich nach Anspannung wieder zur Ruhe bringen (z. B. sich in der Kuschelecke zurückzuziehen)

Im Bereich der sozialen Kompetenz (z. B. Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösefähigkeit):
• Mit anderen in Beziehung treten (z. B auf andere zugehen, Bedürfnisse anderer erkennen und akzeptieren, anderen helfen, um Hilfe bitten)

In der Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz ( z. B. Sensibilität für und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein, Unvoreingenommenheit):
• Erfahren, dass jedes Kind andere Stärken hat

In der Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
(z. B. Verantwortung für das eigene Handeln):
• Hilfsbereitschaft untereinander z. B. ältere Kinder helfen jüngeren Kindern beim Anziehen

In der Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Demokratischen Teilhabe
(z. B. Akzeptieren und Einhalten von Gesprächsregeln):
• andere Aussprechen lassen

Lernmethodische Kompetenz 
Sie ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und der Grundstein für lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen. Wissen heißt etwas zu verstehen und zu begreifen (vom Greifen zum Begreifen). In Form von Projektarbeit geben wir den Kindern die Möglichkeit sich hier zu entwickeln.


So fördern wir die Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
Resilienz ist der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit Veränderungen und Belastungen. Sie zeigt sich dann, wenn kritische Lebensumstände vorliegen und es dem Kind gelingt, besondere Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu erbringen und sie erfolgreich zu meistern. Die sozialen Ressourcen entscheiden maßgeblich, inwieweit es Kindern gelingt, sich zu resilienten Persönlichkeiten zu entwickeln. Wir fördern Kinder z. B. darin sichere Bindungen zu Bezugspersonen aufzubauen, Positive Rollenmodelle zu erleben und in einem offenen und wertschätzenden Klima betreut zu werden.

Unsere Pädagogik
Das Freispiel ist die Basis unserer pädagogischen Arbeit. Wir fördern und fordern die Kinder, ihrer persönlichen Entwicklung entsprechend. Unser Ziel ist es, die Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und kompetenten Menschen zu erziehen.
Hierbei sehen wir uns als Partner ihres Lernens und Entwickelns. Es geht uns nicht darum, Antworten parat zu haben, sondern darum, die Kinder im Spiel zum eigenen Denken und Nachforschen anzuregen und ihre eigenen Schlüsse ziehen zu lassen (=Ko-Konstruktion). Sie sollen lernen sich neugierig und wissbegierig in der Welt zu bewegen.

Kinder spielen Erfahrungen ihres Lebens nach (z. B. Mama kocht das Abendessen oder der Hund wird ausgeführt). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse besprechen sie mit anderen Kindern. Somit erfahren sie Ansichten und Erfahrungen anderer Kinder und Überdenken ihre eigenen Erfahrungen (= Ko-Konstruktion).
Diese Partnerschaft erfordert, dass wir die Kinder an Entscheidungen in angemessener Form beteiligen (=Partizipation). Das Demokratieprinzip prägt in vielen Bereichen unser Bildungsgeschehen.

Im Freispiel lernen Kinder zudem, sich mit anderen auseinander zu setzten, sich zu behaupten, aber auch zurückzustecken und Kompromisse einzugehen. Dies ist ein wichtiger Teil unserer Demokratie.

Hierbei sehen wir die Bildungsbereiche nicht als einzelne Fächer, sondern als Bereiche die ineinander greifen und vernetzt sind z. B. werden beim Spiel im Garten Bewegungsdrang, Naturerfahrungen, Sinneserfahrungen und Wissenserwerb angeregt. In all unseren Bildungsangeboten ist uns eine ganzheitliche Bildung mit allen Sinnen wichtig.

Das Kind und seine Kompetenzen im Mittelpunkt

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird nicht erst mit dem Schuleintritt wirksam, denn Kinder lernen von Geburt an. Bildung ist der Schlüssel zum Lebenserfolg. Allen Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen und – chancen zu bieten, zählt zu den Hauptaufgaben der Kindertagesstätte. Forschungen zeigen, dass die Lernprozesse nicht nur früh beginnen, sondern zugleich aufeinander aufbauen und sich gegenseitig beeinflussen. Im Kindesalter gestaltet sich Bildung als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. Die ersten 6 Lebensjahre und die Grundschulzeit erweisen sich als die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre. Je solider und breiter die Basis an Wissen und Können in dieser Zeit ist, desto leichter und erfolgreicher lernt das Kind danach.

Aufbauend auf den Basiskompetenzen gestalten wir vielfältige Lernangebote in Form von Projekten, Gesamtgruppen-. Kleingruppen-, oder Einzelarbeit.
Der BEP gibt uns verschiedene Bildungsbereiche vor, die wir im Tagesablauf mit den Kindern erarbeiten.
Durch das Verzahnen der Bildungsbereiche findet effektives, ganzheitliches Lernen bei uns statt.

Wir stärken Kinder darin Bindung und Beziehung einzugehen, zu gestalten und aufrecht zu erhalten z. B. indem die Pädagogen  als „sicherer Hafen“ die Kinder dazu ermutigen, neue Erfahrungen zu machen.

Wir stärken Kinder in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen z. B. indem wir sie dabei unterstützen, den Umgang mit anderen Kindern zu erlernen, soziale Regeln einhalten und in der Lösung von Konflikten gestärkt werden.

Wir stärken die kommunikative Kompetenz der Kinder z. B. durch Gespräche, Singen, Fingerspiele.

Wir stärken die körperbezogene Kompetenz der Kinder z. B. indem wir Bewegungsbedürfnisse von Kindern wahrnehmen und diesen Raum bieten oder indem wir ihnen die Möglichkeit geben, beim Mittagessen zu entscheiden, was und wie viel sie essen möchten.

Wir stärken die kognitive und lernmethodische Kompetenz z. B. indem wir die Kinder in kreativen Angeboten dazu ermutigen eigene Ideen umzusetzen (freies Malen mit Fingerfarben, Kneten)

Wir stärken das positive Selbstkonzept der Kinder
Ein positives Selbstkonzept kann man nur im Zusammenspiel der eben beschriebenen Kompetenzen erlangen. Wir unterstützen Kinder darin ihre Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und ermöglichen ihnen Fehler zu nutzen, um daraus zu lernen.

Schlüsselprozesse guter Bildung


Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern
Zum Wohl des Kindes ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von großer Bedeutung. Grundlage für ein gelingendes Miteinander ist eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Eltern und unser pädagogisches Team als Partner in der Erziehung sehen. Familienunterstützendes Arbeiten heißt für uns, Hilfestellung und Beratung bei der Erziehung zu geben.

Regelmäßige Elterngespräche
o Tür- und Angelgespräche
o Halbjährliche Entwicklungsgespräche
o Vermittlung von Beratungs- und Fachdiensten

Einblicke in unsere Arbeit
o Tägliche Dokumentation unserer Aktivitäten
o Aushang von Projekten und Gruppenthemen
o Informationen im Internet

Themenbezogene Elternabende
o Zu unterschiedlichen pädagogischen Fachthemen
o Vorabinformationsabend - für „neue" Eltern
o Kreatives Gestalten, z. B. Laternen basteln

Vielfältige Elternaktionen
o Elternbücherei
o Mitwirkung im Elternbeirat
o Gemeinsame Feste
o Eltern-Weihnachts-Cafè

Übergang in die Krippe
- Wir nehmen uns Zeit für einen gelungenen Einstieg -

Das gestufte Bildungssystem konfrontiert Kinder im Bildungsverlauf mit mehreren Übergängen. Oft findet mit dem Besuch der Kindertagesstätte die erste Ablösung des Kindes von seiner Familie, für eine begrenzte Zeit, statt. Auch für Eltern ist es eine neue Erfahrung, dass nun weitere Personen an der Erziehung ihres Kindes beteiligt sind.
Wichtig ist bei diesem Lebensabschnitt, Kinder und Eltern gut und frühzeitig auf den bevorstehenden Übergang vorzubereiten.

Im Vorfeld bieten wir folgendes an:

o Aufnahmegespräch mit Besichtigung der Kindertagesstätte
o Info-Elternabend für alle neuen Familien
o Stufenweise Eingewöhnung im Beisein der Eltern

Im September, zu Beginn des Kindertagesstättenjahres, nehmen wir die neuen Kinder gestaffelt auf. So haben wir genug Zeit zur Integration der hinzukommenden Kinder. Beim täglichen Aufenthalt erhöhen wir die Zeit der Anwesenheit individuell den Bedürfnissen des Kindes entsprechend
Damit der Start in die Einrichtung gut gelingt, ist es wichtig, dass die Kinder in Ruhe die neue Umgebung kennen lernen, Vertrauen fassen und erste Kontakte knüpfen können.
Auch das Annähern an die pädagogischen Fachkräfte als konstante Bezugspersonen steht mit im Vordergrund. Eine angenehme Atmosphäre, liebevolle Zuwendung und ein geregelter Tagesablauf erleichtern den Kindern den Einstieg. Wir geben den Kindern Zeit, um die Räumlichkeiten, die Rituale und Regeln kennen zu lernen.

Die Eingewöhnung ist für Kinder Eltern und Pädagogen eine wichtige Phase.

In der Regel erstreckt sich die Eingewöhnung auf ca. 4 bis 6 Wochen. Um das Kind dabei zu unterstützen, sich in der neuen Situation schnell zurechtzufinden und sich wohl zu fühlen, ist eine schrittweise Eingewöhnung, in einem das Tempo des Kindes berücksichtigt wird, unbedingt notwendig.

Beispiel einer Eingewöhnung (angelehnt ans Berliner Eingewöhnungsmodel) in unserer Einrichtung:
Am 1. Tag kommt die Mutter mit dem Kind zum vereinbarten Zeitpunkt in die Krippe.

 Die Mutter vermittelt dem Kind, dass sie sich freut, dass es zukünftig die Krippe besucht
 Gemeinsam gehen sie in die Garderobe und ziehen sich um
 Im Gruppenraum werden die beiden von den pädagogischen Kräften, speziell von der Bezugserzieherin begrüßt
 Die Mutter setzt ihr Kind ab und setzt sich auf den für sie vorbereiteten Platz. Dort ist sie für das Kind erreichbar aber trotzdem nicht innerhalb des Gruppengeschehens. Sie versucht sich beobachtend und „unsichtbar“ zu verhalten
 Wichtig ist, dass sie nicht beginnt mit anderen Kindern zu spielen, da Ihr Kind mit Eifersucht darauf reagieren könnte und dies die Situation erschwert. Ebenso sollte sie es vermeiden, mit dem eigenen Kind zu spielen. Die Bezugserzieherin wird mit dem Kind Kontakt aufnehmen und als Spielpartner präsent sein.
 Nach einer Stunde verabschieden sich die beiden.
Am 2. Tag wird die Verweildauer in der Einrichtung auf 1 ½ Stunden erhöht.
 Es ist wichtig, dass das Kind ab jetzt Abläufe erkennt, die bereits am Vortag so geschehen sind. Die Mutter sollte deshalb das Kind am selben Ort absetzen wie am Tag zuvor und selbst den gleichen Platz wie am ersten Tag einnehmen.

Am 3. Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Einige Minuten nachdem die beiden in der Gruppe angekommen sind, verabschiedet sich die Mutter und geht für rund 15 Minuten aus dem Raum. Gerne kann ein Verabschiedungsritual eingeführt werden. Es ist jedoch wichtig, sich zügig zu verabschieden. Für die Mutter steht nun ein Raum bereit, in dem sie die Zeit verbringen kann.
Nach der Trennungszeit verbleiben die beiden gemeinsam noch in der Gruppe, um den Alltag kennenzulernen.

In den nächsten 6 Tagen weiten wir die Trennungszeit immer weiter aus. Wir richten uns dabei nach dem Tempo des Kindes.

Abschluss einer jeden Eingewöhnung ist das Elterngespräch. Hier wird gemeinsam die Eingewöhnung reflektiert. Erste Beobachtungen der Pädagogen werden mitgeteilt, die Eltern berichten über die Situation zu Hause. Außerdem werden erste kleine Ziele fürs Kind gesteckt.

Übergang in den Kindergarten

Die Kinder, die von der Krippe in den Kindergarten wechseln, werden von unserem pädagogischen Personal in den neuen Bereich eingewöhnt. Die Eingewöhnung beginnt meist bereits im August.
Gemeinsam mit dem vertrauten Personal und den anderen Kindern der Gruppe, die in die gleiche Gruppe kommen, besuchen sie ihre neue Gruppe. Auch hier wird der Aufenthalt schrittweise erhöht. Die Kräfte der einzelnen Gruppen arbeiten  untereinander und mit den Eltern eng zusammen, tauschen sich aus und planen gemeinsam das weitere Vorgehen für jedes einzelne Kind.

Die Eingewöhnungszeit wird für das Portfolio der einzelnen Kinder dokumentiert. Abschluss einer jeden Eingewöhnung ist das Reflexionsgespräch mit den Eltern.

Bildungsprozesse organisieren und moderieren
Das Gestalten der Lernumgebung, das Spiel der Kinder bestmöglich für Lernprozesse zu nutzen, Hilfestellung in der Entwicklung geben, Arbeiten in Projekten usw. All dies sind Aufgaben, die wir in unserer Arbeit als Pädagogen täglich erfüllen. Hauptinstrument, diese Dinge erfüllen zu können, ist für uns die Beobachtung des einzelnen Kindes in seiner Entwicklung und das Zusammenspiel aller im Gruppenverbund.

In unserer Einrichtung wird im Gestalten der Bildungsprozesse  auf Qualität, nicht auf Quantität gesetzt. Dies beginnt z. B. mit dem Angebot an Spielmaterial. Wir legen Wert auf vielseitige Materialen, die Spielraum für Phantasie und Kreativität lassen (siehe auch Räume und Spielmaterial).

Es ist uns ein großes Anliegen, Zeit für die Kinder zu haben. Aktives Zuhören, sich Zeit für Gespräche zu nehmen, Mitspielender oder Beobachter zu sein, gemeinsam zu lernen und neue Stufen der Entwicklung zu erreichen, sind Ziele unserer Arbeit. Ebenso legen wir Wert darauf, den Tag der Kinder nicht mit einer Vielzahl an neuen Angeboten zu überfrachten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, in Ruhe und mit Ausdauer zu erkunden. Ein Wichtiges Instrument hierbei ist für uns die Wiederholung.

All diese Dinge ermöglichen uns die Kinder in all ihren Facetten kennenzulernen und mit unsere Pädagogik an deren Bedürfnissen anzusetzen.

 

Lern- und Entwicklungsprozesse beobachten und dokumentieren

Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage für das pädagogische Handeln. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und in die Entwicklung der Kinder. Sie helfen die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiter zu entwickeln.

Ziel von Beobachtung und Dokumentation ist es:
o das einzelne Kind in seinem Verhalten besser zu verstehen
o Einblicke in die Entwicklungs- und Bildungsprozesse des Kindes zu gewinnen
o mit den Kindern Lernergebnisse zu reflektieren und neue Ziele zu setzen
o Lernangebote auf ihre pädagogische Wirkung zu prüfen
o Grundlagen für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern zu schaffen
o eine Kooperation mit Fachdiensten zu ermöglichen
o sich fachlich fundiert im Kollegium auszutauschen
o Qualität und Professionalität unserer pädagogischen Arbeit sichtbar zu machen

So beobachten und dokumentieren wir:
o freie Beobachtung im Tagesverlauf, zum Beispiel während des Freispiels oder bei verschiedenen Angeboten
o strukturierte Beobachtung durch einen umfassenden Beobachtungsbogen, der speziell für unsere konzeptionellen Ziele erstellt wurde
o „Ressourcen-Sonne“
o Kreativmappe mit Zeichnungen, Klebe- und Faltarbeiten
o Portfolio über die gesamte Krippenzeit
o „Sprechende Wände“ zur Präsentation der Gruppengeschehnisse
o Beobachtung nach § A8 und § 47

Unsere Besonderheiten

Gemeinsames Frühstück

Einmal im Monat gibt es bei uns ein  Gesundes Frühstück. Aus den Lebensmitteln, die wir dafür von der Klinikumsküche bekommen, bereiten die Kinder zusammen ein Frühstücksbuffet im Eingangsbereich vor. Hier können sie sich mit allen Kindern des Hauses zum gemütlichen Frühstück treffen.

Feste und Feiern

In unserem Kulturkreis finden wir verschiedene Feste, die wir mit den Kindern gemeinsam gestalten. Die Vorfreude darauf, die zahlreichen Vorbereitungen und schließlich das Fest selbst, machen sie zu einem Höhepunkt unseres Alltags. Feste spiegeln unsere Geschichte und unseren Glauben wieder.
Gemeinsam mit den Kindern und Eltern bereiten wir im Jahreskreis verschiedene Feierlichkeiten vor.

Ein besonders wichtiges Fest für jedes Kind ist der Geburtstag. Einmal im Monat gestaltet jede Gruppe eine Geburtstagsparty, bei der alle Geburtstagskinder des Monats gefeiert werden. Mit Liedern, Spielen und beim gemeinsamen Essen und Trinken an der Geburtstagstafel lassen wir diesen besondern Tag für jedes Kind zu einem Fest werden.
Ausflüge und Exkursionen

Viele unserer Kinder verbringen einen großen Teil des Tages bei uns in der Einrichtung. Bildung bei uns soll nicht nur isoliert in der Kindertagesstätte stattfinden, sondern lebensweltnah sein. Die Kinder sollen Erfahrungen aus der Kindertagesstätte mit ihrem Lebensumfeld verknüpfen können. Dazu gehören verschiedene Ausflüge und Exkursionen.

Ein guter Straßenbahn- und Busanschluss ermöglicht es uns, regelmäßige Ausflüge zu unternehmen.


Das können zum Beispiel folgende Unternehmungen sein:

Besuch des Botanischen Gartens

Ausflug auf den Bauernhof

Im Sommer in die Eisdiele

Stöbern in der Bücherei des Klinikums

Spielplätze in der Umgebung

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des Klinikums

Die Zugehörigkeit zum Universitätsklinikum Augsburg ermöglicht uns eine Zusammenarbeit mit Institutionen des Hauses. Je nach Interesse der Kinder oder Themen und Projekten innerhalb des Hauses erkunden wir diese. So stehen ein Besuch des Rettungshubschraubers, der Großküche oder der Notaufnahme immer wieder auf unserem Programm.
Die unterschiedlichen Berufe der Eltern,  ermöglichen uns, Einblick in die Berufswelt zu geben. (z. B. Besuch eines Elternteiles als Arzt in unserer Einrichtung, um den Kindern ärztliche Instrumente zu erklären)

Qualitätssicherung im pädagogischen Team

Die Qualität unserer Einrichtung ständig zu erhalten und zu verbessern ist eines unserer Ziele. Die gesetzten Ziele unserer pädagogischen Arbeit werden von uns in festgelegten Abständen überprüft, weiterentwickelt oder neu gesteckt. Des Weiteren wird die Zufriedenheit der Eltern in der jährlichen, umfassenden  Elternbefragung und nach Festen und besonderen Aktionen abgefragt.

Um eine bestmögliche pädagogische Arbeit zu gewährleisten, legen wir auf eine konstruktive, vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit im Team großen Wert. Teamarbeit ist kein statischer Zustand, sondern ein lebendiger Prozess. Wir sind ein Team, das sich stets nach vorne orientiert. Mit den vorhandenen Ressourcen innerhalb des Teams arbeiten wir gemeinsam nach unserer Konzeption und entwickeln unsere Arbeit ständig weiter.

So sieht Teamarbeit bei uns aus:
o enge Kooperation aller Mitarbeiter aufgrund unseres Schichtdienstes
o ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch
o Diskussion und Reflexion über die pädagogische Arbeit
o Kollegiale Beratung
o Verantwortung für bestimmte Zuständigkeitsbereiche
o Selbständiges, flexibles und verantwortungsvolles Arbeiten
o wöchentliche Teamsitzungen
o Austausch über Fortbildungen
o Qualitätssicherung und -weiterentwicklung
o Konzeptionsarbeit
o Vorbereitung von Aktivitäten und Festen
o Anleitung von Praktikanten / Praktikantinnen verschiedener Herkunftsschulen

Fortbildungen:
Fortbildung stärkt die Professionalität. Neue Kenntnisse können dabei erworben, bestehendes Fachwissen vertieft und aktualisiert werden. Für alle Mitarbeiterinnen besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig fortzubilden. Das geschieht in Form von internen Teamfortbildungen oder Einzelfortbildung bei verschiedenen Organisationen.
Fachliteratur und das Abonnement verschiedener Fachzeitschriften ermöglicht uns zusätzliche Wissenserweiterung.

Inklusion

Unser Ziel ist es alle Verschiedenheiten menschlichen Lebens, individuelle Unterschiede der Kinder und Familien sowie ihre soziale und kulturelle Vielfalt anzunehmen und offen damit umzugehen (= Inklusion). In unserer Einrichtung sind Familien in allen Lebensformen willkommen. In unserer täglichen, pädagogischen Arbeit binden wir die Verschiedenheiten einzelner ein, hebt diese aber nicht besonders hervor.

So ist es für die Kinder unserer Einrichtung selbstverständlich, dass ein Junge täglich mit dem Bus abgeholt und in eine Fördereinrichtung gebracht wird, oder dass ein Kind zwei Mamas hat.

Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen
Zeigen unsere regelmäßigen Beobachtungen Auffälligkeiten, haben wir die Möglichkeit, in Kooperation mit den Eltern, die mobile Sonderpädagogische Hilfe (mSH) zur Beratung hinzuzuziehen. Die mSH kann ein Screening des Kindes bei uns im Hause durchführen, um so die Entwicklung des Kindes einzuschätzen. In gemeinsamer Absprache von Eltern, pädagogischen Mitarbeitern und der mSH werden anschließend mögliche Wege erarbeitet, die dem Kind bestmöglich weiter helfen können.
Anhand des Entwicklungsstands werden individuelle Methoden und Ziele festlegt, die genau auf das jeweilige Kind zugeschnitten sind.

Das Bayerische Kinder- Bildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) ermöglicht die gemeinsame Betreuung und Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung. Damit ist die Grundlage für die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in unserer Einrichtung gegeben.

Inklusion und Integration in unserem Alltag

 Innerhalb der Gruppe
Wichtig für ein gelungenes Zusammenleben  ist eine Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz und Zusammengehörigkeit. Dies ist eine entscheidende Grundlage für die Eingliederung und Teilhabe der Kinder in den Alltag der Kindertagesstätte entsprechend ihren Möglichkeiten. Dabei orientieren wir uns an den Stärken und Fähigkeiten der einzelnen Kinder. Kinder mit Behinderungen, oder solche die von Behinderung bedroht sind, werden zusätzliche individuell von unserem pädagogischen Fachpersonal gefördert.

 Teamarbeit
Damit Inklusion und Integration gut gelingen kann, sind ein kontinuierlicher Informationsaustausch, eine enge Kooperation und regelmäßige Fortbildungen unseres Teams von großer Bedeutung. In Fallbesprechungen tauschen wir uns über unsere Arbeit aus und beraten uns in fachlichen Fragen.

Kooperationen in und um unsere Kindertagesstätte

Wir sehen unseren Kindergarten nicht als Insel, sondern als lebendigen Teil in unserem Umfeld. Austausch und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

 Kooperation mit den Abteilungen des Universitätsklinikums Augsburg
Da wir Teil des Universitätsklinikum Augsburg sind, bieten sich hier für uns vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Wir arbeiten eng mit den Mitarbeitern der Küche, der Technischen Abteilung, der Gärtnerei, der Schreinerei, der Reinigung, der Wäscherei, der Näherei, der Druckerei und vor allem natürlich mit dem Personalbereich zusammen.

 Kooperation mit den umliegenden Kindertagesstätten
Wir tauschen uns regelmäßig mit den Kindertagesstätten unseres Stadtteiles aus, über pädagogische Schwerpunkte der Einrichtungen, aktuelle Projekte, Buchungszahlen, Anmeldungen oder Gesetzesänderungen.


 Kooperation mit dem Gesundheitsamt Augsburg
Regelmäßig ist die Zahnputzstube
der Stadt Augsburg bei uns im Haus.
Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes
und Zahnärzte erklären den Kindern
den richtigen Umgang bei der Zahnpflege.

 Kooperation mit anderen Hilfesystemen
Die integrative Arbeit ist umfassend und vielfältig. Sie läßt sich nicht von einer einzelnen Person oder Institution abdecken. Im Sinn einer optimalen Unterstützung der betroffenen Kinder sind alle Beteiligten aufgefordert, eng miteinander zu kooperieren.

Wir haben uns dazu ein tragfähiges Netzwerk aufgebaut.

Dazu zählen:
o eine Heilpädagogin des mobilen sonderpädagogischen Dienstes
o eine Heilpädagogin aus dem Bereich der Frühförderung im
      Josefinum Augsburg
o die Elternberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge
o der Allgemeine Sozialdienst der Stadt Augsburg (ASD)
o das Förderzentrum für Kinder der Hessing-Stiftung Augsburg
o die Kinderärzte der Kinder unserer Einrichtung
o verschiedene Praxen für Ergo-, Logo- und Physiotherapie

 Kooperation mit Ausbildungsschulen
Wir geben Schülern die Möglichkeit ein Praktikum in unserer Einrichtung zu absolvieren. Ein regelmäßiger Austausch mit den verschiedenen Ausbildungsschulen (Fachakademie für Sozialpädagogik, Kinderpflegeschule, Fachoberschule,…) ist für eine gelungene Ausbildung sehr wichtig.

Sie haben weitere Fragen?

Dann kontaktieren Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte.

Kontakt

Katrin Fesl
Leitung

Sekretariat

Telefon: 0821 400-2694
Fax: 0821 400-2592
E-Mail: kita-klinikum-kids@uk-augsburg.de

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