Konzeption für den Kindergarten

Trägerhintergrund und Leitbild

Das Universitätsklinikum Augsburg ist ein modernes Krankenhaus der maximalen Versorgungsstufe, dass an insgesamt zwei Standorten und drei Betriebsstätten (Standort: Stenglinstraße - UKA & Kinderklinik Augsburg | Mutter-Kind-Zentrum Schwaben, Standort: Sauerbruchstraße - UKA Süd) rund 1.740 Behandlungsplätze für stationäre Patienten zur Verfügung stellt. Träger ist der Freistaat Bayern. Unsere Kindertagesstätte ist Teil des Universitätsklinikums Augsburg und gehört zum Bereich Personalmanagement. 1980 wurde der Kindergarten für die Kinder der Klinikbeschäftigten gegründet. Die Arbeit im Schichtdienst machte eine individuelle Betreuung erforderlich, die sonst in Augsburg in keinem anderen Kindergarten angeboten wurde. Mit dem Neubau der Kindertagesstätte eröffneten 2010 zusätzlich zu den drei Kindergartengruppen zwei Krippengruppen in unserem Haus. Eltern so zu unterstützen, dass sie Berufstätigkeit und Familie gut vereinbaren können, ist eine unserer Kernaufgaben. Dabei sehen wir uns als frühe Bildungseinrichtung, die Kinder so annimmt, wie sie sind und individuell auf deren Bedürfnisse eingeht.

Unsere Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) und dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG).

Wir sehen unsere Kindertagesstätte als einen Ort der Begegnung und des Lernens. Eine liebevolle Zuwendung und Atmosphäre in der sich die Kinder geborgen fühlen steht für uns im Vordergrund.

Rahmenbedingungen

Sozialraumorientierung

Unsere Kindertagesstätte befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Augsburg im Stadtteil Kriegshaber. Die Einrichtung ist mit dem Bus, ebenso mit der Straßenbahn gut erreichbar. Ein Parkplatz und ein Fahrradabstellplatz stehen für alle zur Verfügung.

Die Veränderungen der Gesellschaft, welche sich in der Betrachtungsweise einer Familie vollziehen,  spiegeln  sich auch in unserer Einrichtung wieder.
Kinder mit unterschiedlichem familiärem Hintergrund sind bei uns willkommen. Kinder von Familien im ursprünglichen Sinn (Vater, Mutter, Kind), Kinder von alleinerziehenden Elternteilen  oder Patchwork-Familien und Kinder gleichgeschlechtlicher Elternpaare werden bei uns in der Einrichtung betreut.
Auch in der Vielfalt der Herkunftsländer und Religionen  der Familien spiegelt unsere Einrichtung eine bunte Gesellschaft wieder. Wir sehen es als unsere Aufgabe, alle in ihrer Lebensform so anzunehmen wie sie sind und sie bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten.
 
Wir betreuen überwiegend Kinder von Klinikbeschäftigten. Hierbei handelt es sich um Kinder aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Wir betreuen Kinder von Eltern aus allen Berufsgruppen des Klinikums,  z. B. Hauswirtschaft, Pflege, dem ärztlichen Bereich oder der Verwaltung.
Unser Einzugsgebiet beschränkt sich daher nicht nur auf das nahe Umfeld des Kindergartens, sondern auch auf die weitere Umgebung, welche das gesamte Stadtgebiet Augsburg und den Landkreis Augsburg miteinschließt.

Durch die Berufstätigkeit der Eltern bzw. der Arbeit im Schichtdienst im Klinikum bietet unser Haus sehr flexible Öffnungszeiten bzw. weite Bring- und Abholzeiträume an. Für die Kinder bedeutet dies, eine lange Betreuung außerhalb ihrer Familie, womit wir als Kindertagesstätte einen hohen Stellenwert und eine große Verantwortung in der Erziehung, Betreuung und Versorgung dieser übertragen bekommen und diese Herausforderung gerne annehmen.

Die Kinder bringen unterschiedliche Vorerfahrungen, wie Betreuung in der Familie, bei der Tagesmutter, oder in einer frühen Bildungseinrichtung (z.B. Krippe), mit, wenn sie zu uns in die Einrichtung kommen. Die meisten von ihnen haben ein oder mehrere Geschwister. Oft besuchen diese auch unsere Einrichtung.

Unser Ziel ist es alle Verschiedenheiten menschlichen Lebens, individuelle Unterschiede der Kinder und Familien sowie ihre soziale und kulturelle Vielfalt anzunehmen und offen damit umzugehen (= Inklusion).
Zusammensetzung der Gruppen

In den 3 Kindergartengruppen bieten wir Platz für jeweils circa 20 - 25 Kinder unterschiedlichen Geschlechts, Herkunft, Kultur, Religion und Entwicklung im Alter von ca.3 Jahren bis zum Schuleintritt.

Bei der Belegung der Plätze achten wir darauf, dass sich die Anzahl von Mädchen und Jungen in etwa die Waage hält.
Wir betrachten Mädchen und Jungen als gleichwertig und gleichberechtigt. In vielen Bereichen entwickeln sie sich ähnlich, in anderen unterscheiden sie sich. Wir behandeln diese Unterschieden mit Wertschätzung und geben den Kindern die Möglichkeit Erfahrungen und Aktivitäten unabhängig von ihrem Geschlecht, sondern nach eigenen Bedürfnissen und Interessen zu machen. So erproben sich auch Mädchen in der Holzwerkstatt und Buben finden sich im Prinzessinnen-Projekt wieder (=Gender).

Des Weiteren ist uns wichtig, dass jedes Kind einige Kinder in der gleichen Alters- bzw. Entwicklungsstufe innerhalb der eigenen Gruppe vorfindet. Kinder, die von der Krippe in den Kindergarten wechseln werden zusammen mit Freunden, die sie bereits gefunden haben, in die neue Gruppe eingeteilt.


Pädagogisches Personal

Die personelle Besetzung errechnet sich aus den Buchungszeiten der Kinder. Jede Kindergartengruppe wird von einer Gruppenleitung (Erzieher/in) geführt. Ihr/ihm stehen eine 2. und 3. Kraft (Erzieher/in und/oder Kinderpfleger/in) zur Seite.
Unsere Springkräfte unterstützen die pädagogische Arbeit der Gruppen.  Außerdem übernehmen sie die Vertretung im Gruppendienst bei Fortbildung, Urlaub und Krankheit.
Verschiedene Praktikanten absolvieren ihre Ausbildung in unserem Haus.

Unser Verständnis von Inklusion spiegelt sich auch in der Auswahl unseres Personals wider. Ein bunt gemischtes Team aus Pädagogen und Pädagoginnen unterschiedlicher Herkunft und Religion, mit unterschiedlichsten persönlichem Werdegang und verschiedenen eigenen Familiensituationen, betreut die Kinder in unserem Haus. Auch hier findet sich unser Verständnis der Genderpädagogik  wieder. Wir leben vor, dass Aufgaben im Team nach Stärken und Interessen und nicht nach Geschlecht vergeben werden. So wird z. B. das Fußball-Projekt von einer Kollegin gestaltet.

Unsere langen Öffnungszeiten und der daraus resultierende Schichtdienst unseres Teams führen dazu, dass im Früh- (6.00 Uhr – 7.30 Uhr) und Spätdienst (14.30 Uhr -17.30 Uhr) die Kinder vom Gesamtteam betreut werden.

 

Öffnungszeiten

Unsere Kindertagesstätte hat täglich von Montag bis Freitag von 6.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Bringzeit:      6.00 Uhr bis 9.00 Uhr

Abholzeit vor dem Mittagessen:  11.45 Uhr bis 12.00 Uhr
Abholzeit nach dem Mittagessen:  12.45 Uhr bis 13.00 Uhr
Abholzeit nach der Mittagsruhe: 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Den Bedürfnissen der Eltern entsprechend kann unter folgenden Buchungszeiten gewählt werden: 3-4 Std. / 4-5 Std. / 5-6 Std. / 6-7 Std. / 7-8 Std. / 8-9 Std. / 9-10 Std. / 10-11,5 Std..
Aktuelle Gebühren können dem Internet unter www.klinikum-kids.de entnommen werden.

Unsere Kindertagesstätte macht keine Ferien - an Brückentagen bieten wir für alle Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, eine Notgruppe an.

Tagesablauf

6.00 Uhr - 7.30 Uhr
o Frühdienst mit gruppenübergreifendem Freispiel

6.00 Uhr - 9.00 Uhr
o flexible Bringzeit der Kinder
o Möglichkeit zum Frühstück
    (Wasser, Tee, Milch und Saftschorle werden vom    
      Haus für alle Kinder zur Verfügung gestellt)
 
  9.00 Uhr – 11.45 Uhr  
o pädagogische Kernzeit (verpflichtende Anwesenheit aller Kinder)
o Angebote, Projekte, Kleingruppenarbeit und Einzelförderung
o Möglichkeit zum Freispiel innerhalb und außerhalb der Gruppe
o Aufenthalt im Freien
11.45 Uhr - 12.00 Uhr  
o Abholzeit vor dem  Mittagessen

12.00 Uhr - 12.45 Uhr
o Mittagessen in der Gruppe
   (Das Essen wird von der Klinikumsküche geliefert)

12.45 Uhr - 13.00 Uhr 
o Abholzeit nach dem Essen 

13.00 Uhr - 14.30 Uhr
o Mittagsruhe im Schlafraum
      oder in der Wachgruppe
o Vorbereitungszeit für das Personal (Elterngespräche, Teamsitzungen, päd. Fall-besprechungen, konzeptionelle Teamarbeit,  schreiben von Beobachtungsbögen, Kooperation mit den  Grundschulen, Aktions- und Festvorbereitung, …)
14.30 Uhr - 17.30 Uhr
o Abholzeit am Nachmittag
Spätdienst mit gruppenübergreifendem Freispiel 


Räume, Außengelände und Spielmaterial

Jede Gruppe verfügt über einen Gruppenraum mit angrenzendem Intensivraum. Diese sind mit Funktionsecken, wie zum Beispiel Bauecke, Puppenecke oder Maltisch eingerichtet. Je nach Interessen  der Kinder, oder Thema der Gruppe, werden die einzelnen Bereiche verändert bzw. neu gestaltet. Diese Veränderungen werden gemeinsam mit den Kindern vollzogen.  In der Kinderkonferenz werden Bedürfnisse und Veränderungswünsche von Kindern und pädagogischem Personal thematisiert, besprochen, geplant und dann gemeinsam vollzogen. Das Einbeziehen und Mitarbeiten aller beteiligten oder auch externen Helfern (z. B. Schreinern des Hauses,…) ist hierbei gefragt.  So entstehen themenzogen z. B. eine Schulecke, ein Forscherlabor oder ein Bereich zum Ausruhen und zur Ruhe kommen.

Der an den Gruppenraum angrenzende Gartenbereich dient den Kindern zusätzlich zum freien Spiel. Auch hier spielt das Mitspracherecht der Kinder eine wesentliche Rolle, was die Gestaltung betrifft, aus diesem Grund gleicht kein Garten dem Anderen. Während eine Gruppe verstärkt an der Bepflanzung arbeitet, baut eine andere gerade die Sandspielfläche aus oder erweitert durch ein Häuschen, was gemeinsam aufgebaut wurde, das Rollenspiel.
Jede Gruppe verfügt über Garderobe, Toiletten und Waschbereich.
Weitere Nutzungsmöglichkeiten für alle Kinder sind der Werkraum, die Gänge, der Turnraum und die Innenhöfe.
In allen Bereichen des Hauses findet sich unser Konzept der Teilöffnung wieder. Es gibt Spielbereiche, wie z. B. das „Bällebad“ oder die Innenhöfe, welche Kinder ohne die Erzieher aufsuchen dürfen. Hierfür hängen sie ihr Foto an der Kinderkonferenztafel an die entsprechenden Bereiche und sind im Rahmen der Aufsichtspflicht ein Stück weit, für sich selbst verantwortlich.

Direkt hinter dem Haus befindet sich unser großer Garten.
Spielmöglichkeiten wie Rutsche, Schaukel, Wackelgang,
oder Kletterturm ermöglichen den Kindern vielfältige
Bewegungserfahrungen. Ein großer Sandkasten und ein
Matschbecken bieten zusätzliche Spielmöglichkeiten.
Durch Fahrzeuge und andere Spielgeräte gestalten wir den
täglichen Gartenaufenthalt abwechslungsreich.

Bei der Auswahl der Spielmaterialien  und der Gestaltung der Spielräume achten wir darauf, dass das Interesse aller Kinder geweckt wird und sie die Vielfalt unserer Gesellschaft im Spiel erleben können. So gibt es z. B. auch „schwarze Puppen“ (Mädchen und Buben) Bausteine mit Glitzer und Fahrzeuge in verschiedenen Farben oder eine Holzwerkstatt in der Autos oder Pferde gebaut werden können. Bei der Anschaffung neuer Spielmaterialien wird auch die Meinung der Kinder berücksichtigt.

Alle Bereiche werden sowohl gleichermaßen von unseren Pädagogen und Pädagoginnen betreut, so dass die Kinder in den Genuss kommen, die unterschiedlichen Arten von Mann und Frau im Spiel zu erleben.

Partizipation spielt für uns im gesamten „Spiel“ eine große Rolle. Die Kinder bestimmen wo, was, wie lange und mit wem sie spielen. Auch das gemeinsame Spiel mit Kindern aus anderen Gruppen ist möglich.

Organisatorisches

Aufnahme
Hauptaufnahme der neuen Kinder ist im September, zu Beginn des neuen Kindertagesstättenjahres.
Falls Plätze in unserem Haus frei sind, können auch zu jeder anderen Zeit Kinder aufgenommen werden.
Aufnahmebögen zur Anmeldung stehen bei uns, im Bereich Personalservice oder im Internet (www.klinikum-kids.de) zur Verfügung.


Kündigung
Die Kündigung des Kindertagesstättenplatzes muss in schriftlicher Form, mit Angabe von Gründen, 2 Monate vor Beendigung der Kindertagesstättenzeit vorliegen. Das Ausscheiden erfolgt zum Monatsende.
Der Träger hat das Recht, ein Kind dauerhaft vom Besuch der Kindertagesstätte auszuschließen. Eine Kündigung kann erfolgen, wenn die Regeln und Bestimmungen der Einrichtung nachhaltig missachtet werden, oder wenn durch den Fortbestand des Kindertagesstättenbesuchs unzumutbare Belastungen für die anderen Kinder und Eltern entstehen.


Versicherung
Die Kinder sind in der Kindertagesstätte gegen Unfälle versichert. Für den direkten Hin- und Nachhauseweg gilt der gleiche Versicherungsschutz, ebenso bei Ausflügen und offiziellen Veranstaltungen der Kindertagesstätte.
Gegen Haftpflichtschäden besteht keine Versicherung.

Aufsichtspflicht
Die Aufsichtspflicht für den Weg zur Einrichtung und nach Hause liegt bei den Erziehungsberechtigten. Die Aufsichtspflicht der Kindertagesstätte beginnt, wenn das Kind von den Erziehungsberechtigten an eine/n pädagogische/n Mitarbeiter/in der Kindertagesstätte übergeben wurde. Sie endet mit der Abholung des Kindes.
Mit der Übernahme der Aufsichtspflicht übernehmen die Betreuungspersonen im Auftrag des Trägers die Personensorge. Die pädagogischen Fachkräfte entscheiden verantwortungsbewusst, welchen Freiraum sie den Kindern gewähren können, immer im Spannungsfeld zwischen Aufsicht und Erziehung zur Selbstständigkeit. Aufsichtspflicht bedeutet nicht, die Kinder zu jeder Zeit zu bewachen und zu kontrollieren, sondern auch, ihnen altersentsprechend und schrittweise Freiräume zuzugestehen.
Bei Veranstaltungen mit Eltern und Kindern, tragen die Erziehungsberechtigten die Aufsichtspflicht für ihre Kinder.


Krankheit
Kranke Kinder können die Einrichtung nicht besuchen und müssen entschuldigt werden. Bei Verdacht auf ansteckende Krankheiten werden Kinder vom Kitabesuch ausgeschlossen.
Nach ansteckenden Krankheiten ist ein ärztliches Attest notwendig, welches bestätigt, dass gegen den Besuch der Kita keine Bedenken mehr bestehen.


Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII
„Allgemeine Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist es, Kinder und Jugendliche davor zu bewahren, dass sie in ihrer Entwicklung durch den Missbrauch elterlicher Rechte oder eine Vernachlässigung Schaden erleiden. Kinder und Jugendliche sind vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen.“

Wir nehmen unseren Schutzauftrag ernst - deshalb:
 Dürfen Kinder der Kindertagesstätte nicht unentschuldigt fern bleiben.
 Fehlt ein Kind länger als einen Tag unentschuldigt, nehmen wir Kontakt auf.


Unsere Pädagogik
Wir sehen uns als frühe Bildungseinrichtung, die Kinder und ihre Familien so annimmt, wie sie sind und individuell auf deren Bedürfnisse eingeht. Eine liebevolle Atmosphäre, in der sich die Kinder geborgen fühlen, steht dabei im Vordergrund. Das Demokratieprinzip prägt das gesamte Bildungsgeschehen in unserer Einrichtung.
Übergang in den Kindergarten
- Wir nehmen uns Zeit für einen gelungenen Einstieg

Übergänge / Transitionen
Darunter versteht man Lebensabschnitte, in denen markante Veränderungen geschehen und die der Einzelne als einschneidend erlebt. Es sind Ereignisse, deren Bewältigung die persönliche Entwicklung voranbringen, aber auch erschweren kann, die Freude und Neugier auf das Neue ebenso hervorbringen kann, wie Verunsicherung oder Angst.
Folgende Ereignisse können auftreten:
o in der Familie (z.B.: Geburt eines Geschwisterkindes, Trennung der Eltern)
o beim Kind selbst (z.B.: schwere Krankheit)
o in der Bildungsbiographie (z.B.: Eintritt in die Kinderkrippe bzw. Kindergarten, Übertritt an die Schule)

Das gestufte Bildungssystem konfrontiert Kinder im Bildungsverlauf mit mehreren Übergängen. Oft findet mit dem Besuch der Kindertagesstätte die erste Ablösung des Kindes von seiner Familie, für eine begrenzte Zeit, statt. Auch für Eltern ist es eine neue Erfahrung, dass nun weitere Personen an der Erziehung ihres Kindes beteiligt sind.
Wichtig ist bei diesem Lebensabschnitt, Kinder und Eltern gut und frühzeitig auf den bevorstehenden Übergang vorzubereiten.

Im Vorfeld bieten wir folgendes an:

o Aufnahmegespräch mit Besichtigung der Kindertagesstätte
o Infoveranstaltung für alle neuen Familien
o Schnupperstunde in der Kindertagesstätte

Im September, zu Beginn des Kindertagesstättenjahres, nehmen wir die neuen Kinder gestaffelt auf. So haben wir genug Zeit zur Integration der hinzukommenden Kinder. Beim täglichen Aufenthalt erhöhen wir die Zeit der Anwesenheit individuell den Bedürfnissen des Kindes entsprechend (zum Beispiel am 1. Tag zwei Stunden, am 2. Tag bis zum Mittagessen,…).
Damit der Start in die Einrichtung gut gelingt, ist es wichtig, dass die Kinder in Ruhe die neue Umgebung kennen lernen, Vertrauen fassen und erste Kontakte knüpfen können.
Auch das Annähern an die pädagogischen Fachkräfte als konstante Bezugspersonen steht mit im Vordergrund. Jedes Kind erhält zu Beginn eine Bezugsperson, welche sich in der ersten Zeit in besonderem Maße um das neue Kind und deren Familie kümmert.
Wir achten auf eine angenehme Atmosphäre, liebevolle Zuwendung und einen geregelten Tagesablauf. Wir geben den Kindern Zeit, um die Räumlichkeiten, die Rituale und Regeln kennen zu lernen.

Die Kinder, die von der Krippe in den Kindergarten wechseln, werden von unserem pädagogischen Personal in den neuen Bereich eingewöhnt. Die Eingewöhnung beginnt meist bereits im August.
Gemeinsam mit dem vertrauten Personal und den anderen Kindern der Gruppe, die in die gleiche Gruppe kommen, besuchen sie ihre neue Gruppe. Auch hier wird der Aufenthalt schrittweise erhöht. Die Kräfte der einzelnen Gruppen arbeiten  untereinander und mit den Eltern eng zusammen, tauschen sich aus und planen gemeinsam das weitere Vorgehen für jedes einzelne Kind.

Die Eingewöhnungszeit wird für das Portfolio der einzelnen Kinder dokumentiert. Abschluss einer jeden Eingewöhnung ist das Reflexionsgespräch mit den Eltern.

Tipps für die Vorbereitung auf den Kindergarten:

• Um eine Trennung aushalten zu können, muss Ihr Kind wissen, dass es sich auf Sie verlassen kann: Das lernt es, wenn Sie Ihre Versprechen halten und es zum vereinbarten Zeitpunkt wieder abholen. Heimlich davonschleichen ist keine gute Lösung.
• Üben Sie mit Ihrem Kind die Trennung, zum Beispiel bei der Oma bleiben oder bei einer Nachbarin warten, bis Sie vom Einkaufen kommen.
• Zeigen Sie Ihrem Kind das Gebäude „Kindergarten“.
• Gespräche über die tollen Spiele und die neuen Freunde können Neugier wecken und Unsicherheiten reduzieren.
• Gegen den Trennungsschmerz können Kuscheltiere von zu Hause Ihr Kind beruhigen und ihm ein hilfreicher Begleiter in der Anfangszeit sein.
• Tränen gehören dazu. Schimpfen Sie deswegen nicht. Wenn Ihr Kind seine Traurigkeit ausdrücken darf, dann ist sie um so schneller wieder verflogen.
• Wenn Sie nach den Erlebnissen fragen, die Ihr Kind in der Kindertagesstätte hatte, betonen Sie seine Eigenständigkeit und die positiven Seiten der Trennung.

Übrigens: Trennungsängste haben nicht nur Kinder. Oft sind es auch die Eltern, denen es beim ersten Loslassen der Kleinen ganz schön mulmig wird. Das ist völlig normal. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Ängste nicht auf das Kind übertragen.
Sehen Sie es positiv: Sie gewinnen neue Freiräume und Ihr Kind neue Erfahrungswelten.

 

Freispiel

„Spiel ist die dem Kind entsprechende Tätigkeit“           Rudolf Steiner

Das Freispiel ist die Basis unserer pädagogischen Arbeit. Wir fördern und fordern die Kinder, ihrer persönlichen Entwicklung entsprechend. Unser Ziel ist es, die Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und kompetenten Menschen zu erziehen.
Hierbei sehen wir uns als Partner ihres Lernens und Entwickelns. Es geht uns nicht darum, Antworten parat zu haben, sondern darum, die Kinder im Spiel zum eigenen Denken und Nachforschen anzuregen und ihre eigenen Schlüsse ziehen zu lassen (=Ko-Konstruktion). Sie sollen lernen sich neugierig und wissbegierig in der Welt zu bewegen.

Diese Partnerschaft erfordert, dass wir die Kinder an Entscheidungen in angemessener Form beteiligen (=Partizipation).  Das Demokratieprinzip prägt in überaus vielen Bereichen unser Bildungsgeschehen.

Dabei haben die Kinder z. B. die Möglichkeit zu wählen:
- was sie spielen wollen  (Tischspiele, Konstruktionsspiele, Rollenspiele,....)
- wo sie spielen wollen  (Puppenecke, Baubereich, Maltisch,...)
- mit wem sie spielen wollen  (alleine, zu zweit oder in der Gruppe)

 

In diesen Spielsituationen, agieren  Kinder untereinander. Sie spielen Erfahrungen ihres Lebens nach (z. B. Mama kocht das Abendessen oder der Hund wird ausgeführt). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse besprechen sie mit anderen Kindern. Somit erfahren sie Ansichten und Erfahrungen anderer Kinder und Überdenken ihre eigenen Erfahrungen      (= Ko-Konstruktion).
Im Freispiel lernen Kinder zudem, sich mit anderen auseinander zu setzten, sich zu behaupten, aber auch zurückzustecken und Kompromisse einzugehen. Dies ist ein wichtiger Teil unserer Demokratie.
Regeln gilt es zu erfahren, zu akzeptieren und umzusetzen (reden statt schlagen, Spielsachen teilen, gemeinsam aufräumen, sich helfen, sich nicht auslachen,…). Auch diese Regeln werden gemeinsam in der Kinderkonferenz erarbeitet.
Ausdauer und Konzentration werden im Spiel verbessert. Die Kinder lernen dadurch mit Erfolgen und Niederlagen umzugehen.


Das Freispiel findet bei uns nicht nur im Gruppenraum, sondern auch außerhalb statt. Nach der Bringzeit können von einzelnen Kindern auch weitere Spielbereiche im Haus z. B. das „Bällebad“ oder der Bewegungsraum, genutzt werden. Dies geschieht immer in Absprache mit dem pädagogischen Personal. Die Kinder aus allen Gruppen können dabei miteinander in Aktion treten, außerdem bietet sich ihnen ein größerer Gestaltungsfreiraum als im Gruppenzimmer an. Wichtig dabei ist, dass sich die Kinder bei uns abmelden, ihr Foto an der Kinderkonferenztafel einhängen und wir uns auf die Einhaltung der dortigen Regeln auch ohne ständige Aufsichtsperson verlassen können. Dieses Vertrauen den Kindern gegenüber fordert von uns, dass wir die Kinder gut kennen und einschätzen können.

 


Auch im Garten haben die Kinder die Möglichkeit zum freien Spiel. Sie können sich mit Freunden aus der Nachbargruppe verabreden und z. B. gemeinsam im kleinen Waldstück spielen. Der Garten regt zu Abenteuerspielen, vielfältigen Körpererfahrungen und umfassender Sinnesschulung an.

 

 


Pädagogische Basiskompetenzen
Unsere gesamte pädagogische Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) und dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Schwerpunkt darin ist die Förderung der Pädagogischen Basiskompetenzen. Darunter versteht man grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die das Kind befähigen, mit anderen Menschen zu interagieren und sich mit den Gegebenheiten seiner Umwelt auseinanderzusetzen.
Personale Kompetenz

Der Mensch hat drei grundlegende psychologische Bedürfnisse: Das Autonomieerleben, das Bedürfnis nach sozialer Eingebunden¬heit und das Bedürfnis
nach Kompetenzerleben.

So fördern wir die Personale Kompetenz

Im Bereich der Selbstwahrnehmung (z. B. Selbstwertgefühl):
• sich und andere wertschätzen
• Andersartigkeit akzeptieren, annehmen, damit umgehen lernen
• eigene Stärken und Schwächen erkennen und akzeptieren

Im Bereich der Motivationalen Kompetenz (z. B. Autonomie, Kompetenzerleben und Selbstregulation):
• seine eigene Meinung einbringen (z. B in der Kinderkonferenz)
• Entscheidungen treffen (z. B. in der Projektarbeit, in der Auswahl der Spielpartner)
• seiner eigenen Meinung „treu bleiben“ (z. B. bei Abstimmungen)
• sich trauen, sich Herausforderungen zu stellen (z. B. etwas in eine andere Gruppe bringen, zwei aufeinanderfolgende Aufgaben erfüllen,...)
• sich selber einschätzen lernen

Im Bereich der Kognitiven Kompetenz (z. B. Gedächtnis und Phantasie und Kreativität):
• den Wissensstand des Gedächtnisses schulen
• Gedächtnis trainieren ( z. B Beschäftigung mit Memory, Farben, Formen, Buchstaben, Symbolen)
• Lernen wesentliches aus Geschichten herauszufiltern, nacherzählen zu können
• sich von der päd. Fachkraft führen lassen
• Phantasiegeschichten erfinden

Im Bereich der Physischen Kompetenz (z. B. Grob- und feinmotorische Kompetenz, Regulierung von körperlicher Anspannung):
• Bewegungsdrang ausleben (z. B. Bewegungsbaustelle, freies Spiel im Garten)
• sich nach Anspannung wieder zur Ruhe bringen (z. B. sich in der Kuschelecke zurückzuziehen)
Kompetenz zum Handeln im sozialen Kontext

Im Bereich der sozialen Kompetenz (z. B. Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösefähigkeit):
• Sich an einer Unterhaltung beteiligen (zuhören, denken, passend antworten, andere aussprechen lassen)
• Mit anderen in Beziehung treten (z. B auf andere zugehen, Bedürfnisse anderer erkennen und akzeptieren, anderen helfen, um Hilfe bitten)
• Konflikte sachlich verbal lösen lernen

In der Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz ( z. B. Sensibilität für und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein, Unvoreingenommenheit):
• Erfahren, dass jedes Kind andere Stärken hat (z. B. Aussprechen und Nutzen in der Projektarbeit)
• Erleben von Festen anderer Kulturen (z. B. gemeinsames Feiern des Zuckerfestes)

In der Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
(z. B. Verantwortung für das eigene Handeln):
• Kinder lernen, dass sie selbst für ihr Verhalten verantwortlich sind (z. B. Einhaltung von Regeln um Außenspielbereiche nutzen zu können)

In der Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Demokratischen Teilhabe
(z. B. Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungs¬regeln):
• Aktive Teilnahme an der Kinderkonferenz (z. B. andere Aussprechen lassen, Abstimmungsergebnisse akzeptieren)

 

 

 

 

 

 

 


Lernmethodische Kompetenz 

 Wissenserwerb
Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und der Grundstein für lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen.
Wissen wird kontinuierlich erweitert, aktualisiert und Überflüssiges herausgefiltert. Um Wissen kompetent nutzen zu können, ist nicht nur das Wissen an sich von Bedeutung, sondern insbesondere die Art und Weise des Wissenserwerbs. Wissen heißt etwas zu verstehen und zu begreifen (vom Greifen zum Be-greifen).
Die Kinder erkennen die Struktur von Lerninhalten, indem sie Teilaspekte zu einem Ganzen zusammenfügen. Sie erkennen zum Beispiel, dass verschiedene Aktivitäten das gleiche Projektthema betreffen (Bilderbuch, Bewegungsparcours, Backen, Gestalten zum Thema „Dschungel“). Durch die Aufschlüsselung eines Ganzen in kleinere Teilbereiche erwerben die Kinder neues Wissen auf ganzheitlicher Basis.

 Wissensanwendung
Neues Wissen knüpft an Vorwissen an und wird im Gehirn auf dieser Grundlage verarbeitet und neu verknüpft. Gemachte Erfahrungen können sich förderlich oder hemmend auf neue Lernprozesse auswirken. Die Kinder stellen Bezüge her zwischen dem Gelernten in der Tageseinrichtung und Situationen, in denen sie das Wissen anwenden können. Ein Wissenstransfer auf verschiedene Bereiche ist wichtig, um Wissen sachgerecht, kreativ, flexibel und sozial verantwortlich einsetzen zu können.

 Meta-Kognitive Kompetenzen
Unter Meta-Kognitiver Kompetenz versteht man die Fähigkeit, eigene Lernprozesse wahrzunehmen, zu steuern und zu regulieren. Das eigene Denken und Lernen wird bewußt gemacht, verschiedene Lernwege kennengelernt und ausprobiert. Die Kinder üben sich darin, ihre Leistungen einzuschätzen, eigenes Lernvorhaben zu planen und Fehler selbst zu entdecken und zu korrigieren.
In der Kindertagesstätte haben die Kinder Gelegenheit mit anderen zu reflektieren, dass sie lernen, was sie lernen und wie sie etwas gelernt haben. Unterschiedliche Lernstrategien und Gedanken werden den Kindern so bewusst.
Die Gegenwart eines Erwachsenen, der sich nicht in das Spiel der Kinder einmischt, aber die Spielsequenz stärkt, wirkt sich positiv auf die Lernqualität aus (zum Beispiel zum Weitermachen animieren, Impulse und Zuspruch geben)

 

Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

So fördern wir die Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
Resilienz ist der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit Veränderungen und Belastungen. Sie zeigt sich dann, wenn kritische Lebensumstände vorliegen und es dem Kind gelingt, besondere Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu erbringen und sie erfolgreich zu meistern. Die sozialen Ressourcen entscheiden maßgeblich, inwieweit es Kindern gelingt, sich zu resilienten Persönlichkeiten zu entwickeln.

Dazu zählen vor allem:
o Sichere Bindungen zu Bezugspersonen
o Positive Rollenmodelle
o Offenes, wertschätzendes Klima
o Demokratischer Erziehungsstil
o Positive Freundschaftsbeziehungen
o Positive Lernerfahrungen
o Konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindertagesstätte und Schule

Resilienz wird im Entwicklungsverlauf erworben und kann sich über Zeit und Situationen hinweg verändern, je nachdem welche Veränderungen und Belastungen das Kind zu bewältigen hat und wie ihm deren Bewältigung gelingt.

 

 

 

 

Förderbereiche nach dem
Bayerischen Bildungs-
und Erziehungsplan (BEP)


Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird nicht erst mit dem Schuleintritt wirksam, denn Kinder lernen von Geburt an. Bildung ist der Schlüssel zum Lebenserfolg. Allen Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen und –chancen zu bieten, zählt zu den Hauptaufgaben der Kindertagesstätte. Forschungen zeigen, dass die Lernprozesse nicht nur früh beginnen, sondern zugleich aufeinander aufbauen und sich gegenseitig beeinflussen. Im Kindesalter gestaltet sich Bildung als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. Die ersten 6 Lebensjahre und die Grundschulzeit erweisen sich als die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre. Je solider und breiter die Basis an Wissen und Können in dieser Zeit ist, desto leichter und erfolgreicher lernt das Kind danach.

Aufbauend auf den Basiskompetenzen gestalten wir vielfältige Lernangebote in Form von Projekten, Gesamtgruppen-. Kleingruppen-, oder Einzelarbeit.
Der BEP gibt uns verschiedene Bildungsbereiche vor, die wir im Tagesablauf mit den Kindern erarbeiten.
Durch das Verzahnen der Bildungsbereiche findet effektives, ganzheitliches Lernen bei uns statt.

 Emotionalität und Soziale Beziehungen

  Sprache

   Motorik

    Ästhetik und Kultur

     Musik

      Naturwissenschaft, Technik u. Umwelt

       Mathematik

        Medien

         Gesundheit

          Werte u. Religion


Emotionalität und soziale Beziehungen

„Kinder sind von Geburt an kontakt- und kommunikationsfähig“

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, damit ein Kind lernen kann, sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Sie sind mit sprachlichen und kognitiven Kompetenzen eng verknüpft.
Wichtig ist dabei der Aufbau positiver Beziehungen und der Umgang mit Gefühlen („Mir geht es gut“, „Ich bin traurig.“ ….).
Konflikte sind Bestandteil menschlicher Kommunikation. Kindern früh zu helfen, konstruktive Konfliktlösestrategien einzuüben, ist ein wichtiges Ziel.


Bildungs- und Erziehungsziele:
- sich der eigenen Gefühle bewusst werden, sie akzeptieren, sie gegenüber anderen beschreiben können
- lernen, dass andere Menschen eigene Gedanken, Wünsche, Gefühle haben
- Meinungen anderer respektieren
- Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen, sich ihnen mitteilen können
- Konflikte konstruktiv aushandeln, Kompromisse schließen
- eigene Wünsche, Bedürfnisse, Meinungen zum Ausdruck bringen und diese selbstbewusst vertreten
- sich nicht unter Druck setzen lassen, Grenzen setzen


So fördern wir die emotionalen und sozialen Kompetenzen ihres Kindes:
Wir legen großen Wert auf das Freispiel. Hier können die Kinder ihre sozialen Kompetenzen trainieren, Konflikte austragen lernen und Kompromisse schließen.
Mit den Kindern stellen wir soziale Regeln für die Gemeinschaft auf (nach dem Spiel aufräumen, aufeinander warten, sich gegenseitig helfen,…).
Wir lassen die Kinder mit ihren Grenzen experimentieren und reflektieren die gesammelten Erfahrungen.
Mit Gemeinschaftsarbeiten fördern wir den Teamgeist und die Kooperation.
Durch Gruppenfeste stärken wir das Gemeinschaftsgefühl (Kennenlernfest am Jahresanfang, Geburtstagsfeier, Feste im Jahreskreis).
(siehe: Besonderheiten  Feste und Feiern)

 

Sprache und medienkompetenter Umgang

Sprache und Literacy

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“

Sprachkompetenz  ist eine wesentliche Vorraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg.
Von Anfang an versucht das Kind mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Sprache entwickelt sich in vielfältigen Situationen. Wichtig dabei sind Bezugspersonen, die dem Kind zuhören und aktiv mit ihm kommunizieren. Auch nonverbale Aspekte, wie Mimik, Gestik oder Tonfall, sind für die Ausbildung der Sprache wichtig. Sie entwickelt sich durch Zuhören, Nachahmung und vor allem durch das aktive Sprechen.

Einige Kinder lernen Deutsch als Zweitsprache. Zur Sprachentwicklung von Migrantenkindern gehört nicht nur „Deutsch lernen“ sondern auch die Wertschätzung der Familiensprache. Mehrsprachigkeit  bietet die Möglichkeit für alle Kinder Interesse an fremden Sprachen zu entwickeln und dies als Bereicherung anzusehen.
Nach dem BayKiBiG haben wir den Auftrag besondere Sprachfördermaßnahmen umzusetzen. Voraussetzung dafür ist die jährliche Sprachstandserhebung in unserer Kindertagesstätte. Wir verwenden dafür den Bogen „Sprachverhalten und Interesse an Sprache in Kindertageseinrichtungen“ (SISMIK, SELDAK). Liegt hier ein erhöhter Sprachförderbedarf vor kann der „Vorkurs - Deutsch“ zur Verbesserung der sprachlichen Kompetenz in Anspruch genommen werden. Der „Vorkurs - Deutsch“ findet während des letzen Kindergartenjahres in Zusammenarbeit mit der Grundschule statt.


Bildungs- und Erziehungsziele:
- Lust an der Sprache und am Dialog fördern
- Wortschatz erweitern
- Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken
- Sprachliche Konfliktlösestrategien entwickeln
- Aktiv zuhören
- Erfahrungen mit Fingerspielen und Reimen
- Begegnung mit Büchern, Geschichten
und Märchen (=Literacy)
-  Inhalte von Gehörtem verstehen und wiedergeben
- Ausdrucksfähigkeit stärken
- Wecken von Interesse an Schriftkultur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So fördern wir die Sprachkompetenz und ihres Kindes:
- Zeit zum aktiven Zuhören nehmen
- Sprachvorbild sein
- kein Verbessern der Aussprache, sondern richtiges Wiederholen
- Kreisspiele, Fingerspiele, Singen und Reimen
- Laut-, Silben- und Sprachspiele
- Nacherzählen von Geschichten und Erlebnissen
- In der Kinderkonferenz (Äußern von eigenen Ideen, Absprachen treffen, Diskutieren von Problemen,…  Siehe Besonderheiten  Kinderkonferenz
- Wertschätzung der Muttersprache des Kindes
- Sprachförderung „Deutsch“  - eingebunden in unseren Kindergartenalltag
- Möglichkeit zum „Vorkurs Deutsch“ für Kinder mit Sprachförderbedarf in den für sie zugehörigen Grundschulen

 


Medienkompetenter Umgang

„Kinder kommen von klein auf mit Medien in Berührung“

In der modernen Gesellschaft sind Informations-, Kommunikationstechnik und Medien maßgebliche Faktoren des öffentlichen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und beruflichen Lebens. Das Spektrum der Medien ist weit. Es wird unterschieden zwischen Printmedien (Bücher, Zeitung, Broschüren...) und technischen Medien (Computer, Fernsehen, Digitalkamera…). Kinder kommen von klein auf mit diesen Medien in Berührung und haben zugleich ein hohes Interesse daran. Alle Medien beinhalten Chancen und Risiken.


Bildungs- und Erziehungsziele:
- Unterstützung der Kinder beim richtigen Umgang mit Medien unter Einbeziehung des Alters und Entwicklungsstandes
- Medien und Techniken begreifen
- selbstbestimmt handhaben und kreativ gestalten edien als Mittel kommunikativen Handelns nutzen
- Medienumgang kritisch reflektieren

So fördern wir die Medienkompetenz ihres Kindes:
- Printmedien stehen in unseren Leseecken frei zur Verfügung
- Gezielte Bilderbuchbetrachtungen
- Selbständige Erfahrungen mit dem Kassettenrekorder, dem CD Spieler oder der Digitalkamera sammeln
- Nutzung des Internets für Recherchen zu verschiedenen Projekten

 

 

 

 

Motorik

„Bewegung ist eine elementare Form des Denkens“              Gerd E. Schäfer

Bewegung zählt zu den grundlegendsten Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern. Sie haben einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen. Zeiten von immer kleiner werdenden Wohnräumen und dem daraus resultierenden Platzmangel, machen diesen Bereich besonders wichtig. Bewegung steigert das Wohlbefinden, stärkt die motorischen Fähigkeiten und ist für eine gesunde Entwicklung von Kindern unbedingt notwendig.


Bildungs- und Erziehungsziele:
- Sammeln vielfältiger Bewegungserfahrungen
- Befriedigung des Bewegungsbedürfnisses
- Verbesserung der Kondition, der Geschicklichkeit
und der Motorik
- Steigerung des Selbstwertgefühls durch
zunehmende Bewegungssicherheit
- Teamgeist, Regelverhalten, Kooperation
und innere Ausgeglichenheit


                          So fördern wir die Motorik ihres Kindes:
- - wenn möglich täglicher Aufenthalt im Freien
- - Angeleitete Turnstunden mit gezielten Übungen und Spielformen (mit/ohne Geräte)
- - Nutzung des Turnraumes für Kleingruppen am
 Vormittag im freien Spiel
- - jede 2. Woche findet in jeder Gruppe der Wald- und Wiesentag statt
(siehe: Besonderheiten Wald- und Wiesentag)

 

- Ein zusätzliches Bewegungsangebot für alle älteren Kinder stellt die 2-wöchentliche Bewegungsstunde mit den Physiotherapieschülern im Klinikum dar.
(siehe: Besonderheiten Bewegungsstunde)

 

Ästhetik und Kultur

„Als Kind ist jeder ein Künstler, die Schwierigkeit besteht darin als Erwachsener einer zu bleiben“          (Pablo Picasso)

Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue Wege zu gehen. Kreativität von Kindern stärken heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Intelligenz zu ermöglichen. Ästhetische Bildung stellt dabei das Arbeiten mit allen Sinnen in den Mittelpunkt. Sie spricht das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit (Kognition, Emotion, Motorik) an. Spaß und Freude am Gestalten sind die Voraussetzungen für kreatives, phantasievolles Spielen, Arbeiten und Lernen.

 

 

 

 

 

 

Bildungs- und Erziehungsziele:
- eigene Gestaltungs- und Ausdruckswege entdecken
- Kennenlernen und Experimentieren mit vielfältigen Materialien, Werkzeugen und Techniken
- künstlerisches Gestalten als Gemeinschaftsprozess erfahren
- Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Kinder durch positive Wertschätzung stärken
- Grundverständnis entwickeln, dass „Schönheit“ nur eine mögliche Form der Wahrnehmung ist und von jedem anders empfunden wird
- Hineinschlüpfen in verschiedene Rollen, unterschiedliche Perspektiven übernehmen


So fördern wir die ästhetische und kulturelle Bildung ihres Kindes:
In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern verschiedene Möglichkeiten an, sich künstlerisch zu entfalten:
- Maltisch mit verschiedenen Materialien zum Gestalten
- Verkleidungskiste und Kasperltheater für das kreative Rollenspiel
- vielfältiges Material zum Bauen und Konstruieren
- Besuch von kulturellen Veranstaltungen außerhalb des Kindergartens (Theater,…)
- Sammeln der Kinderwerke in einer Mappe

Musik

„Es gibt Bereiche der Seele, die nur durch Musik beleuchtet werden“             Zoltán Kodálly

Aktiver Umgang mit Musik fordert und fördert die gesamte Persönlichkeit des Kindes.
Kinder haben von Geburt an Freude daran, Geräuschen, Tönen und Klängen zu lauschen und selbst zu produzieren. Sie setzen diese spontan in Tanz und Bewegung um. Musik regt die Phantasie und Kreativität an.

Bildungs- und Erziehungsziele:
- spielend mit Orff- und Percussioninstrumenten umgehen
- Experimentieren mit Klängen und Sprache
- eigene Sprech- und Singstimme entdecken und weiterentwickeln
- Musik als Ausdrucksmöglichkeit der eigenen Stimmungen und Gefühle erfahren
- akustische und musikalische Reize konzentriert hören u. differenziert wahrnehmen
- zwischen laut-leise, hoch-tief, schnell-langsam unterscheiden können
- sich Texte und Reime merken können
- Stärkung des Körperbewusstseins und der motorischen Kompetenz

 


So fördern wir die musikalische Bildung ihres Kindes:
- regelmäßiges Singen
- Singspiele, Klanggeschichten, Tischsprüche, Fingerspiele und Reime
- Spielen auf Orff- und Percussioninstrumenten
- persönliche Liedermappe zum Sammeln der gelernten Lieder für jedes Kind
- Angebot der musikalische Früherziehung mit einer Musikpädagogin
(siehe: Besonderheiten Kostenpflichtige Zusatzangebote)


Naturwissenschaft, Technik und Umwelt

„Neugier und Forscherdrang ist der Motor kindlicher Persönlichkeitsentwicklung“

Der Stellenwert naturwissenschaftlicher, technischer und umweltbewusster Bildung in frühen Jahren ist hoch. Kinder haben ein natürliches Interesse am Experimentieren und Beobachten. Das kennen wir alle von den vielen „Warum – Fragen“, mit denen die Kinder häufig Naturphänomene hinterfragen.

Bildungs- und Erziehungsziele:
- -Veränderungen in der Natur beobachten
- -Wertschätzender Umgang mit der Natur, im Freizeit- und Konsumverhalten
- - Beobachten, Vergleichen, Beschreiben und Bewerten lernen
- -Verantwortungsvollen, sachgerechten und sinnvollen Umgang mit technischen Geräten
- -Verschiedene Techniken und deren Funktionen kennen lernen

So fördern wir die Bildung im Bereich der Naturwissenschaft, Technik und Umwelt:
- Beobachtungsfähigkeit durch Experimente differenzieren
- Einblick in naturwissenschaftliche und technische Phänomene erhalten
- verschiedene Energieformen kennen lernen z. B. Magnetismus
- Sich in Zeit und Raum orientieren
- Umweltvorgänge beobachten z. B. Licht und Schatten, Thermometer
- Verständnis von Mengen, Gewichten und Materialeigenschaften erfahren
- Bewußte Spaziergänge in der Natur, dabei jahreszeitliche Veränderungen erleben
- Regelmäßige Wald - und Wiesentage (siehe: Besonderheiten Wald- und Wiesentag)
- Technische Geräte erforschen, verschiedene Mechanismen erfahrbar machen
- Bewußter Umgang mit unseren Ressourcen (Wasser, Licht sparen)

 

 

Mathematik

„Mathematisches Denken ist die Basis für lebenslanges Lernen“

In der Zeit vom 2. – 6. Lebensjahr verfügt das Gehirn des Kindes über eine besonders hohe Formbarkeit. Durch ihren natürlichen Entdeckungsdrang und ausgeprägte Neugierde lernen Kinder mit Leichtigkeit und viel Freude. In Alltagssituationen und gezielten Projekten wird mathematisches Wissen und Können vermittelt. Mathematisches Verständnis soll bewusst und ganzheitlich für die Kinder erfahrbar gemacht werden.

Bildungs- und Erziehungsziele:
- Zahlen und Formen benennen
- Mengen erfassen
- Messen und Wiegen Umgang mit Geld
- Gießen, Schütten und Vergleichen
- Umgang mit mathematischen Begriffen

 

 

 


So fördern wir die mathematische Bildung ihres Kindes:
- Kennenlernen verschiedener Mengen, Gewichte, Größen und Formen z.B. beim Backen oder beim Messen der eignen Körpergröße
- Mathematische Inhalte erfassen und sprachlich ausdrücken z.B.: „ Ich ziehe heute einen Pulli und zwei Socken an.“
- Gegensätze, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge erkennen: lang/kurz, oben/unten, rechts/links, vorne/hinten, innen/außen, groß/klein, hoch/höher,…
- Lösungen selber finden, z.B. beim Tischdecken, die richtige Telleranzahl decken
- Umgang mit Geld erlernen z.B. Einkauf von Gemüse auf dem Stadtmarkt

 

 


Gesundheit

„Gesundheit ist mehr als nur das Freisein von Krankheiten“

Gesundheit ist nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden.
Gesundheitsförderung geht somit weit über gesunde Ernährung oder Kariesprophylaxe hinaus und bezieht die Stärkung der individuellen und sozialen Ressourcen des Kindes und sein positives Selbstkonzept mit ein.

 

 

 

 

 

 

Bildungs- und Erziehungsziele:
- Kennenlernen der Bedeutung von gesunder Ernährung
- Verantwortungsbewußtsein für den eigenen Körper und seine Gesundheit übernehmen
- Erlernen von Hygiene und Körperpflege zur Vermeidung von Krankheiten
- Benennen der eigenen Körperteile
- Entwickeln einer positiven Geschlechtsidentität
- Umgang mit Stress, Ängsten und Überforderung
- Erkennen und Einschätzen von Gefahrenquellen


So fördern wir die Gesundheit ihres Kindes:
- Hilfestellung bei alltäglichen Aufgaben zur Gesundheitsförderung, z. B. ausreichendes Trinken, Händewaschen nach dem Toilettengang
- Unterstützung der Sauberkeitserziehung
- Einschätzen des eigenen Hungers
- Gemeinsame Zubereitung eines gesunden Frühstücks einmal im Monat
- Regelmäßiges Backen und Kochen
- Kooperation mit dem Gesundheitsamt Augsburg, z.B. Zahnputzstube, Einschulungsuntersuchung
- Regelmäßiger Aufenthalt im Freien


Werteorientierung und Religiosität

„Kinder erfahren unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber“

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung unterstützen die Kinder in der Auseinandersetzung mit ihren Fragen über Gott und die Welt und stärken sie in der Ausbildung einer eigenen Urteils- und Bewertungsfähigkeit. Religiöse Erfahrungen und das Miterleben von Gemeinschaft, Festen, Ritualen sowie die Begegnung mit verschiedenen Symbolen können helfen, Eigenes und Fremdes zu erschließen.


Bildungs- und Erziehungsziele:
- anderen Religionen offen begegnen
- positive Wertschätzung aller Lebewesen
- Kennenlernen des christlichen Jahreskreis mit seinen Ritualen


So fördern wir Religion und Werteorientierung ihres Kindes:
- jeden Menschen als etwas Einzigartiges und Besonderes wahrnehmen und ihm Achtung und Toleranz entgegenbringen
- Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen zeigen
- Mitverantwortung für die Gestaltung des gemeinsamen Lebensalltags in der Kindertagesstätte tragen
- Mit Schwächen und Grenzen der eigenen und anderen Personen umgehen lernen
- Gestaltung des christlichen Jahreskreises mit den traditionellen Festen
(siehe: Besonderheiten Feste und Feiern)

 

 

 


Besonderheiten


Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den sich verändernden Lebensumfeldern und den daraus entstehenden Bedürfnissen der Kinder. Daher richten wir unsere Pädagogik immer wieder neu darauf aus.

Für unsere Kindertagesstätte typische Besonderheiten, wollen wir im Folgenden genauer beleuchten.

Kinderkonferenz

„Jede Meinung ist uns wichtig“

Es ist wichtig, den Kindern so viel Eigenständigkeit wie möglich zu verschaffen. Oft sind wir Erwachsene zu schnell zur Seite, um für die Kinder zu entscheiden oder etwas zu tun.
In der Kinderkonferenz geben Erwachsene ihre „Macht“ an die Kinder ab. So erhalten sie mehr Selbständigkeit und Selbstkompetenz, zum Beispiel: sich etwas zutrauen, vor der Gruppe sprechen, etwas entscheiden.
Auch Sozialkompetenz ist dabei notwendig, wie zum Beispiel: Toleranz gegenüber anderen und deren Meinung, Frustrationstoleranz und Hilfsbereitschaft.

Einmal in der Woche treffen wir uns innerhalb der Gruppe im Stuhlkreis zur Kinderkonferenz. Gemeinsam reflektieren wir die vergangene Woche und planen die Aktionen der kommenden Woche. Dazu kann jedes Kind Meinungssteine zu den entsprechenden Aktionskärtchen legen. Visuell werden so die verschiedenen Interessen sichtbar.

Folgende Punkte werden in der Kinderkonferenz besprochen bzw. Abgestimmt:
• Situationen innerhalb der Gruppe (z. B. Konflikte, Regeln)
• Wochenplanung (z. B. Aktionen der Woche, Ausflüge)
• Umgestaltung der Räume (z. B. Auswahl des Spielmaterials, neue „Ecken“)

 

 

 


Projektarbeit

„Erkläre mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich.
Laß mich selber tun und ich verstehe.“               Konfuze

Unter Projektarbeit versteht man konkrete Lernerfahrungen, zu einem bestimmten Thema. Die beteiligten Kinder entwerfen aus einer Idee, einem Problem oder einer Frage eine eigene Zielvorstellung, die gemeinsam bearbeitet wird.
Der Wert der Projektarbeit als Arbeitsmethode liegt nicht im Lernen oder Trainieren von Fertigkeiten, z.B. schneiden, sondern in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Die Kinder lernen dabei demokratische Abläufe kennen in denen sie eigene Wünsche äußern, Entscheidungen treffen und vielfältige Informationsquellen nutzen lernen.
Das Projekt ist neben dem Freispiel und dem gezielten Angebot ein zusätzliches Element unserer pädagogischen Arbeit. Die Teilnahme dazu ist freiwillig, das Kind trifft selbst die Entscheidung dazu. Die Projektdauer orientiert sich am Interesse der Kinder und kann sich von einigen Tagen über mehrere Wochen erstrecken.

Ziele
Die Ziele eines Projektes ergeben sich während des Verlaufs. Die Kinder erfahren sich als kompetent und entdecken ihre eignen Stärken. Im Gegensatz zum Angebot werden folgende Dinge besonders gefördert:
o Individuellen Interessen nachgehen
o „Forschergeist“
o Basiskompetenzen
o Selbständigkeit
o Lösungsorientiert
o Mitbestimmung
Das ganzheitliche Lernen steht im Vordergrund. Lebensnähe und Bedürfnisorientierung sind weitere wichtige Ziele.

Organisatorisches / Rahmen
o Außerhalb der Gruppe
o 1 pädagogische Person betreut das Projekt
o Es können mehrere Projekte gleichzeitig laufen

 

 


Aufbau
o Phase 1 Projektfindung
Durch hinhören und beobachten finden wir den Anlass, der zu einem Projekt führen kann. Das mögliche Projektthema wird in der Kinderkonferenz besprochen. Hier bildet sich auch die Projektgruppe.

o Phase 2 Planung
Zeit, Raum, Material werden bedacht, wer macht mit?, wie läuft es ab?,

o Phase 3 Durchführung
Projektbuch führen, Fotografieren, Aushängen, Präsentieren,…

o Phase 4 Abschluss/Reflexion/Dokumentation
Gespräch bzw. Reflexion mit den Kindern, Gestalten eines Plakates etc.

Pädagogische Haltung
o Begleiter sein
o Mitlernen, unterstützen, zurücknehmen
o ermöglichen

o Jede Gruppe bereitet einen Platz für eine Projektwand vor. Hier werden Ergebnisse,… festgehalten

 

 

 

 

 

 

 

Wald und Wiesentag

„Pure Bewegungsfreude im Wald erleben“

 

Je nach Wetter findet in jeder zweiten Woche im Wechsel mit dem Turntag der Wald- und Wiesentag im Klinikumspark statt.
Die Kinder finden im Wald und auf der Wiese einen Lebensraum vor, den sie mit Begeisterung für sich entdecken und erforschen können. Kinder lieben es zu toben, zu klettern  und Körpergrenzen zu erleben. Verstärkte Möglichkeit zu vielfältiger Bewegung gibt Körpersicherheit und ermöglicht den Kindern eine differenzierte Körperwahrnehmung. Viel Bewegung im Vorschulalter schafft die Voraussetzung für eine stabile psychische Entwicklung, in der sich Aggressionen im Körper nicht anstauen, sondern kreativ durch Bewegung abgebaut werden. Kinder, die sich draußen austoben können, finden leichter Zugang zu Ruhe und Konzentration, was insgesamt die emotionale Stabilität stärkt.
Beim Wald- und Wiesentag klettern die Kinder auf Bäume, springen und balancieren über Baumstämme und suchen außergewöhnliche Verstecke. Das sind Turnstunden im Freien, die die Kinder selbst gestalten und sich dabei spielerisch, körperlich, seelisch und geistig weiterentwickeln. Der Aufenthalt im Freien stärkt zudem das Immunsystem der Kinder.

 

Gemeinsames Frühstück

„Essen hält Leib und Seele zusammen“

Einmal im Monat gibt es bei uns ein  Gesundes Frühstück. Aus den Lebensmitteln, die wir dafür von der Klinikumsküche bekommen, bereiten die Kinder zusammen ein Frühstücksbuffet im Eingangsbereich vor. Hier können sie sich mit allen Kindern des Hauses zum gemütlichen Frühstück treffen.

Feste und Feiern

„Man soll die Feste feiern wie sie fallen“

In unserem Kulturkreis finden wir verschiedene Feste, die wir mit den Kindern gemeinsam gestalten. Die Vorfreude darauf, die zahlreichen Vorbereitungen und schließlich das Fest selbst, machen sie zu einem Höhepunkt unseres Alltags. Feste spiegeln unsere Geschichte und unseren Glauben wieder.
Gemeinsam mit den Kindern und Eltern bereiten wir im Jahreskreis verschiedene Feierlichkeiten vor.

 

 

 

 

 

 

 


Ein besonders wichtiges Fest für jedes Kind ist der Geburtstag. Einmal im Monat gestaltet jede Gruppe eine Geburtstagsparty, bei der alle Geburtstagskinder des Monats gefeiert werden. Mit Liedern, Spielen, einem Geschenk und beim gemeinsamen Essen und Trinken an der Geburtstagstafel lassen wir diesen besondern Tag für jedes Kind zu einem Fest werden.
Ausflüge und Exkursionen

„Die Welt rund um die Kindertagesstätte entdecken“

Viele unserer Kinder verbringen einen großen Teil des Tages bei uns in der Einrichtung. Bildung bei uns soll nicht nur isoliert in der Kindertagesstätte statt finden, sondern lebensweltnah sein. Die Kinder sollen Erfahrungen aus der Kindertagesstätte mit ihrem Lebensumfeld verknüpfen können. Dazu gehören verschiedene Ausflüge und Exkursionen.

Zweimal im Monat findet der Wald- und Wiesentag statt. (siehe Besonderheiten  Wald- und Wiesentag)

Ein guter Straßenbahn- und Busanschluss ermöglicht es uns, regelmäßige Ausflüge zu unternehmen.

 

 

 

Das können zum Beispiel folgende Unternehmungen sein:

Besuch des Augsburger Zoos

 

 

 

 

Verkehrserziehung mit der Augsburger Polizei

 


Ausflug auf den Bauernhof


Im Winter zum Augsburger Christkindlesmarkt        

       Im Sommer in die Eisdiele

 

 


Stöbern in der Klinikumsbücherei

Besuch der therapeutischen Pferde
des Bunten Kreises

 

 

Im Augsburger Naturkundemuseum

 

 

 

 

 

 


Fahrt ins Augsburger Puppenkisten-Museum     Das Polizeitheater ist bei uns zu Gast

 


Kita-Ausflug zu Jimmys Fun Park

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besichtigung eines Rettungswagens                             Die Feuerwehr besucht uns


                                                                                              Der Zauberer kommt zu uns


Außerdem stehen das Planetarium, der Stadtmarkt, die Berufsfeuerwehr, das Sea Life Museum in München und vieles mehr mit auf unserer Auswahlliste. Je nach Gruppenthema und –situation wählt jede Gruppe selbst Zeitpunkt, Ort und den passenden Ausflug aus.

 


Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des Klinikums

Die Zugehörigkeit zum Universitätsklinikum Augsburg ermöglicht uns eine Zusammenarbeit mit Institutionen des Hauses. Je nach Interesse der Kinder oder Themen und Projekten innerhalb des Hauses erkunden wie diese. So stehen ein Besuch des Rettungshubschraubers, der Großküche oder der Notaufnahme immer wieder auf unserem Programm.
Die unterschiedlichen Berufe der Eltern,  ermöglichen uns, Einblick in die Berufswelt zu geben. (z. B. Besuch eines Elternteiles als Arzt in unserer Einrichtung, um den Kindern ärztliche Instrumente zu erklären)

Bewegungsstunde mit den Physiotherapie-Schülern

„Grundlegende Ausdrucksform von Kindern ist die Bewegung“

Alle zwei Wochen bieten die Schüler der Physiotherapieschule für die älteren Kinder jeder Gruppe eine Bewegungsstunde im Klinikum an.
Die Kinder erhalten dadurch ein zusätzliches Bewegungsangebot und die Schüler sammeln praktische Erfahrungen in der Arbeit mit den Kindern.

 

 

 


Mit unterschiedlichsten Materialien (Pezzibälle, Fallschirm, Wackelbretter,…)
gestalten die Schüler abwechslungsreiche Bewegungsstunden (Aufbau eines Bewegungsparcours, Spiele, …). Der Umgang mit wechselnden Bezugspersonen
und das große Angebot an vielfältigem Material bereichert die Erfahrungswelt der Kinder.

Zusammenarbeit mit der Logopädieschule
In regelmäßigen Abständen halten Schüler der Logopädieschule einen Elternabend zur Sprachentwicklung und Sprachförderung in unserer Einrichtung.
Kostenpflichtige Zusatzangebote

Auf Wunsch der Eltern können die Kinder an verschiednen Angeboten zusätzlich teilnehmen. Die Kosten dafür sind von den Eltern selbst zu tragen:


Musikalische Früherziehung
Eine Musikpädagogin  bietet einmal in der Woche bei uns im Haus Musikunterricht für Kinder ab 4 Jahren an. Dieses Angebot ist eine private Vereinbarung zwischen den Eltern und der Musikschule.

 


1-Hilfe-Kurs für Vorschulkinder
Der Malteser-Hilfsdienst arbeitet an 5 Vormittagen bei uns mit den angemeldeten Vorschulkindern. Die Kinder erlernen schnell Hilfe zu holen und ohne Panik sachgerecht Hilfe zu leisten.
Dieses Angebot ist eine
private Vereinbarung
zwischen den Eltern und
dem Malteser-Hilfsdienst.

 

 


Selbstbehauptungstraining für Vorschulkinder
Im Kurs „Starke Menschen“  lernen Kinder
spielerisch sich selbst zu behaupten,
sich zu schützen,  „nein“ zu sagen,
Gefahren zu erkennen und Zivilcourage zu zeigen.
Das Angebot ist eine private Vereinbarung
zwischen den Eltern und dem Trainer des Kurses.

 


Beobachtung und Dokumentation


Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage für das pädagogische Handeln. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und in die Entwicklung der Kinder. Sie helfen die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiter zu entwickeln.


Ziel von Beobachtung und Dokumentation ist es:
o das einzelne Kind in seinem Verhalten besser zu verstehen
o Einblicke in die Entwicklungs- und Bildungsprozesse des Kindes zu gewinnen
o mit den Kindern Lernergebnisse zu reflektieren und neue Ziele zu setzen
o Lernangebote auf ihre pädagogische Wirkung zu prüfen
o Grundlagen für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern zu schaffen
o eine Kooperation mit Schulen und Fachdiensten zu ermöglichen
o sich fachlich fundiert im Kollegium auszutauschen
o Qualität und Professionalität unserer pädagogischen Arbeit sichtbar zu machen

So beobachten und dokumentieren wir:
o freie Beobachtung im Tagesverlauf, zum Beispiel während des Freispiels oder bei verschiedenen Angeboten
o strukturierte Beobachtung durch einen umfassenden Beobachtungsbogen, der speziell für unsere konzeptionellen Ziele erstellt wurde
o Perik-Bogen zur Beobachtung von emotionaler und sozialer Kompetenz
o Seldak-Bogen zur Sprachstandserhebung der Kinder
o Sismik-Bogen zur Sprachstandserhebung bei Kindern mit Migrationshintergrund
o Kreativmappe mit Zeichnungen, Klebe- und Faltarbeiten
o Portfolio über die gesamte Kindergartenzeit
o Beobachtung nach § 8A und § 47 

 

 

 

 

Grundsätze für Beobachtung und Dokumentation sind:
o sie werden zielgerichtet für jedes Kind durchgeführt
o sie erfolgen regelmäßig und nicht erst anlaßbezogen bei Auffälligkeit des Kindes
o sie weisen einen Bezug zu unseren Zielen und dem Kompetenz- und Bildungsbereich des BEP auf


Vorkurs Deutsch

Fällt das Ergebnis der Sprachstandserhebung (Sismik und Seldak) so aus, dass ein Förderbedarf besteht, hat jedes Kind die Möglichkeit am „Vorkurs Deutsch“ teilzunehmen.
Die Ergebnisse der Bögen werden von uns an die zuständige, zukünftige Schule des einzelnen Kindes übermittelt. In Absprache mit den Eltern findet die Anmeldung zum Vorkurs statt. Der Vorkurs findet im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung statt.


Qualitätssicherung im pädagogischen Team

Die Qualität unserer Einrichtung ständig zu erhalten und zu verbessern ist eines unserer Ziele. Die gesetzten Ziele unserer pädagogischen Arbeit werden von uns in festgelegten Abständen überprüft, weiterentwickelt oder neu gesteckt. Des Weiteren wird die Zufriedenheit der Eltern in der jährlichen, umfassenden  Elternbefragung und nach Festen und besonderen Aktionen abgefragt.

Um eine bestmögliche pädagogische Arbeit zu gewährleisten, legen wir auf eine konstruktive, vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit im Team großen Wert. Teamarbeit ist kein statischer Zustand, sondern ein lebendiger Prozess. Wir sind ein Team, das sich stets nach vorne orientiert. Mit den vorhandenen Ressourcen innerhalb des Teams arbeiten wir gemeinsam nach unserer Konzeption und entwickeln unsere Arbeit ständig weiter.

 

So sieht Teamarbeit bei uns aus:
o enge Kooperation aller Mitarbeiter aufgrund unseres Schichtdienstes
o ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch
o Diskussion und Reflexion über die pädagogische Arbeit
o Kollegiale Beratung
o Verantwortung für bestimmte Zuständigkeitsbereiche
o Selbständiges, flexibles und verantwortungsvolles Arbeiten
o wöchentliche Teamsitzungen
o Austausch über Fortbildungen
o Qualitätssicherung und -weiterentwicklung
o Konzeptionsarbeit
o Vorbereitung von Aktivitäten und Festen
o Anleitung von Praktikanten / Praktikantinnen verschiedener Herkunftsschulen


Fortbildungen:
Fortbildung stärkt die Professionalität. Neue Kenntnisse können dabei erworben, bestehendes Fachwissen vertieft und aktualisiert werden. Für alle Mitarbeiterinnen besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig fortzubilden. Das geschieht in Form von internen Teamfortbildungen oder Einzelfortbildung bei verschiedenen Organisationen.
Fachliteratur und das Abonnement verschiedener Fachzeitschriften ermöglicht uns zusätzliche Wissenserweiterung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Inklusion

Unser Ziel ist es alle Verschiedenheiten menschlichen Lebens, individuelle Unterschiede der Kinder und Familien sowie ihre soziale und kulturelle Vielfalt anzunehmen und offen damit umzugehen (= Inklusion). In unserer Einrichtung sind Familien in allen Lebensformen willkommen. In unserer täglichen, pädagogischen Arbeit binden wir die Verschiedenheiten einzelner ein, hebt diese aber nicht besonders hervor.

So ist es für die Kinder unserer Einrichtung selbstverständlich, dass ein Junge täglich mit dem Bus abgeholt und in eine Fördereinrichtung gebracht wird, oder dass ein Kind zwei Mamas hat.


Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen
Zeigen unsere regelmäßigen Beobachtungen Auffälligkeiten, haben wir die Möglichkeit, in Kooperation mit den Eltern, die mobile Sonderpädagogische Hilfe (mSH) zur Beratung hinzuzuziehen. Die mSH kann ein Screening des Kindes bei uns im Hause durchführen, um so die Entwicklung des Kindes einzuschätzen. In gemeinsamer Absprache von Eltern, pädagogischen Mitarbeitern und der mSH werden anschließend mögliche Wege erarbeitet, die dem Kind bestmöglich weiter helfen können.
Anhand des Entwicklungsstands werden individuelle Methoden und Ziele festlegt, die genau auf das jeweilige Kind zugeschnitten sind.

Das Bayerische Kinder- Bildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) ermöglicht die gemeinsame Betreuung und Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung. Damit ist die Grundlage für die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in unserer Einrichtung gegeben.

Inklusion und Integration in unserem Alltag

 Innerhalb der Gruppe
Wichtig für ein gelungenes Zusammenleben  ist eine Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz und Zusammengehörigkeit. Dies ist eine entscheidende Grundlage für die Eingliederung und Teilhabe der Kinder in den Alltag der Kindertagesstätte entsprechend ihren Möglichkeiten. Dabei orientieren wir uns an den Stärken und Fähigkeiten der einzelnen Kinder. Kinder mit Behinderungen, oder solche die von Behinderung bedroht sind, werden zusätzliche individuell von unserem pädagogischen Fachpersonal gefördert.

 Teamarbeit
Damit Inklusion und Integration gut gelingen kann, sind ein kontinuierlicher Informationsaustausch, eine enge Kooperation und regelmäßige Fortbildungen unseres Teams von großer Bedeutung. In Fallbesprechungen tauschen wir uns über unsere Arbeit aus und beraten uns in fachlichen Fragen.

Übergang in die Schule
Schulvorbereitung von Anfang an

Kinder sind in der Regel hoch motiviert, sich auf die Schule einzulassen.
Wenn Kinder auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Zeit in der Kindertagesstätte zurückgreifen können, sind die Chancen hoch, dass Sie dem neuen Lebensabschnitt mit Stolz, Zuversicht und Gelassenheit entgegensehen.

Eine immer wiederkehrende Frage der Eltern stellt sich uns:
„Wie werden die Kinder erfolgreich auf die Schule vorbereitet?“

Wir sehen die Schulvorbereitung als laufenden Prozess, der für uns mit Eintritt in die Kindertagesstätte beginnt. Alle Bildungsangebote und Lernhilfen dienen zur Vorbereitung auf die Schule. Wir möchten das Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes, seines Alters und im Rahmen seiner Möglichkeiten fördern.
Daraus bedingt sich auch ein höherer Anspruch an die älteren Kinder in den Bereichen: Selbständigkeit, Konzentration, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Neugierde und Verantwortung für sich und andere.

Die Schulvorbereitung im Jahr vor der Einschulung wird in unserem Kindergarten intensiviert durch folgende Angebote:

o Kooperation mit den Grundschulen (siehe Zusammenarbeit und Vernetzung)
o Besuch der Verkehrsschule Augsburg
o Möglichkeit zur Teilnahme am 1. Hilfe-Kurs für Kinder des Malteser Hilfsdienstes (siehe Besonderheiten: kostenpflichtige Zusatzangebote)
o Möglichkeit zur Teilnahme am Selbstbehauptungskurs „Starke Kids“ (siehe Besonderheiten: kostenpflichtige Zusatzangebote)
o Abschiedsfest mit allen zukünftigen Schulkindern
o Abschiedsfeier in der Gruppe. Die Kinder erhalten dabei ihre Kreativmappe, in der wir ihre eigenen Werke während ihrer Kindergartenzeit gesammelt haben, ihr Portfolio und ein kleines Abschiedsgeschenk

 

Kooperationen in und um unsere Kindertagesstätte

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Zum Wohl des Kindes ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von großer Bedeutung. Grundlage für ein gelingendes Miteinander ist eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Eltern und unser pädagogisches Team als Partner in der Erziehung sehen. Familienunterstützendes Arbeiten heißt für uns, Hilfestellung und Beratung bei der Erziehung zu geben.

Regelmäßige Elterngespräche
o Tür- und Angelgespräche
o Jährliche Entwicklungsgespräche
o Vermittlung von Beratungs- und Fachdiensten


Themenbezogene Elternabende
o Zu unterschiedlichen pädagogischen Fachthemen
o Vorabinformationsabend - für „neue" Eltern
o Informationselternabend zur Einschulung
o Kreatives Gestalten, zum Beispiel Schultüten basteln

Vielfältige Elternaktionen
o Elternbücherei
o Mitwirkung im Elternbeirat
o Gemeinsame Feste
o Eltern-Weihnachts-Cafè

Einblicke in unsere Arbeit
o Tägliche Dokumentation unserer Aktivitäten
o Aushang von Projekten und Gruppenthemen
o Hospitationstage für Eltern
o Informationen im Internet (www.klinikum-kids.de)

Zusammenarbeit und Vernetzung


Wir sehen unseren Kindergarten nicht als Insel, sondern als lebendigen Teil in unserem Umfeld. Austausch und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

 Kooperation mit den Abteilungen des Universitätsklinikums Augsburg
Da wir Teil des Universitätsklinikum Augsburg sind, bieten sich hier für uns vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Wir arbeiten eng mit den Mitarbeitern der Küche, der Technischen Abteilung, der Gärtnerei, der Schreinerei, der Reinigung, der Wäscherei, der Näherei, der Druckerei und vor allem natürlich mit dem Personalbereich zusammen.

 

 

 

 

 


 Kooperation mit den umliegenden Kindertagesstätten
Wir tauschen uns regelmäßig mit den Kindertagesstätten unseres Stadtteiles aus, über pädagogische Schwerpunkte der Einrichtungen, aktuelle Projekte, Buchungszahlen, Anmeldungen oder Gesetzesänderungen.


 Kooperation mit dem Gesundheitsamt Augsburg
Regelmäßig ist die Zahnputzstube
der Stadt Augsburg bei uns im Haus.
Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes
und Zahnärzte erklären den Kindern
den richtigen Umgang bei der Zahnpflege.

Jährlich führt das Gesundheitsamtes Augsburg
in unserem Kindergarten einen Seh- und Hörtest
mit allen Kindern durch.

Für die Kinder aus dem Landkreis Augsburg findet die Einschulungsuntersuchung gemeinsam mit den Eltern bei uns in der Kindertagesstätte statt

 Kooperation mit anderen Hilfesystemen
Die integrative Arbeit ist umfassend und vielfältig. Sie läßt sich nicht von einer einzelnen Person oder Institution abdecken. Im Sinn einer optimalen Unterstützung der betroffenen Kinder sind alle Beteiligten aufgefordert, eng miteinander zu kooperieren.
Wir haben uns dazu ein tragfähiges Netzwerk aufgebaut.
Dazu zählen:
o eine Heilpädagogin des mobilen sonderpädagogischen Dienstes
o eine Heilpädagogin aus dem Bereich der Frühförderung im
      Josefinum Augsburg
o die Elternberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge
o der Allgemeine Sozialdienst der Stadt Augsburg (ASD)
o das Förderzentrum für Kinder der Hessing-Stiftung Augsburg
o die Schulvorbereitenden  Einrichtungen (SVE) unserer Region
o die Kinderärzte der Kinder unserer Einrichtung
o verschiedene Praxen für Ergo-, Logo- und Physiotherapie

 Kooperation mit den Grundschulen
Wichtiger Anknüpfungspunkt an den
Kindergarten sind die Grundschulen.
Eine gute Zusammenarbeit erleichtert
den Kindern den Übergang und baut
Ängste ab. Besonders intensiv ist die
Zusammenarbeit mit der Grundschule
Kriegshaber. Wir veranstalten gemeinsame
Elternabende, die Lehrer besuchen die
Vorschulkinder in unserem Haus und
führen mit uns gemeinsam den Einschulungstest durch. Bei einem Schnuppertag in der Grundschule bekommen die Kinder einen ersten Eindruck vom Schulalltag.
Zu allen anderen Grundschulen, die Kinder unserer Einrichtung aufnehmen, findet mit Einverständnis der Eltern ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrern und Erziehern statt.


 Kooperation mit Ausbildungsschulen
Wir geben Schülern die Möglichkeit ein Praktikum in unserer Einrichtung zu absolvieren. Ein regelmäßiger Austausch mit den verschiedenen Ausbildungsschulen (Fachakademie für Sozialpädagogik, Kinderpflegeschule, Fachoberschule,…) ist für eine gelungene Ausbildung sehr wichtig.

Sie haben weitere Fragen?

Dann kontaktieren Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte.

Kontakt

Katrin Fesl
Leitung

Sekretariat

Telefon: 0821 400-2694
Fax: 0821 400-2592
E-Mail: kita-klinikum-kids@uk-augsburg.de

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