Hochmoderne Bildgebung bei Verdacht auf Brustkrebs

Medizintechnik - Am Klinikum Augsburg hochmoderne Mammographie-Anlage in Betrieb genommen. Tumor besser erkennbar bei deutlich geringerer Strahlendosis

Augsburg (ilm) – Acht bis zehn Prozent aller Frauen erkranken in ihrem Leben wenigstens einmal an Brustkrebs. Bei entsprechender Vorsorge ist diese Tumorerkrankung aber inzwischen sehr gut heilbar und die Sterberate deutlich geringer als noch vor einigen Jahren. Mit dazu beigetragen hat auch die Medizintechnik, mit der die diagnostische Genauigkeit immer weiter verbessert werden konnte. Am Klinikum Augsburg wurde nun eine Mammographie-Anlage in Betrieb genommen, die zu den modernsten Geräten momentan auf dem Weltmarkt zählt. Durch die äußerst großzügige Unterstützung der Fördergesellschaft des Klinikums mit ihrem Präsidenten Max Strehle konnte sie angeschafft werden. Die Fördergesellschaft hatte die Erbschaft einer inzwischen verstorbenen Patientin erhalten, die ihr Erbe zweckgebunden für die Brusttumordiagnostik verwendet wissen wollte.

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Kröncke von der Klinik für Diagnostische Radiologie und Interventionelle Radiologie erläuterte die Wirkungsweise des Gerätes, das durch die innovative Technologie die Dosis der Röntgenstrahlung um bis zu 30 Prozent verringere. „Das ist umso wichtiger, da viele Frauen im Laufe ihres Lebens mehrere Mammographie-Untersuchungen bekommen. Die Mehrschicht-Aufnahmen machen es den Radiologen sogar in schwierigen, komplexen Fällen – etwa bei einem sehr dichten Brustgewebe – möglich, den Tumor wesentlich früher und besser zu erkennen“, so Kröncke, der sich explizit bei Strehle und der Fördergesellschaft für deren Unterstützung bedankte. Das alte Mammographie-Gerät hatte vor kurzem seinen Dienst aufgegeben.

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