Digitales PET/CT der neuesten Generation

An der Klinik für Nuklearmedizin steht seit kurzem ein technologisch neu entwickeltes PET/CT, das selbst kleinste Tumorherde erkennen kann. Es ist deutschlandweit das bisher einzige dieser Bauart – das Universitätsklinikum Augsburg damit auch Referenzstelle für diese Innovation.

Augsburg (ilm) – GE Healthcare, ein amerikanischer Global Player für medizintechnische Bildgebung, wird sich schon etwas dabei gedacht haben: Deutschlandweit der erste digitale PET-Scanner mit vier Ringen steht am Universitätsklinikum Augsburg (UKA). Wo immer eine Klinik oder Großpraxis sich mit dem Gedanken trägt, ein solches Hochleistungs-PET/CT anzuschaffen (Anschaffungskosten rund 2,5 Millionen Euro), verweist GE Healthcare auf das prosperierende Augsburg in Germany. Aus guten Gründen hat sich der Hersteller für eine der großen nuklearmedizinischen Kliniken im Süden der Republik entschieden und große Anstrengungen unternommen, diesen Zuschlag zu erhalten. Denn die Klinik für Nuklearmedizin am UKA gilt als einer der „big player“ in der nuklearmedizinischen Bildgebung und ist somit auch als Referenzstelle gut geeignet. Der discovery MI, so heißt das neue PET/CT, ist das Referenzgerät, das Prof. Dr. Joachim Sciuk, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, interessierten Ärzten vorführt und erläutert – und dies auch den Medien gegenüber getan hat.

PET steht für Positronen-Emissions-Tomographie, CT für Computer-Tomographie. Beide Modalitäten sind in einem Hybridgerät, dem PET/CT, aneinander gekoppelt und potenzieren sich mit ihren jeweiligen Bildgebungsinformationen zu einem Gesamtbild: Die CT mit anatomisch-strukturellen Informationen und die PET mit der Abbildung des Stoffwechsels. Neben neurologischen, kardiologischen oder entzündlichen Fragestellungen liegt das Haupteinsatzgebiet der PET/CT in der Tumordiagnostik. In der modernen Hochleistungsmedizin ist diese Methode zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Detektion, der Klassifizierung und der Therapieplanung von Krebserkrankungen geworden.

Mit dem neuen PET/CT sind noch kleinere Tumorherde als bisher zu erkennen, da die neue, digitale Technologie eine bessere Ortsauflösung des PET mit sich bringt. Abhängig von der Intensität des Tumorstoffwechsels können so auch Läsionen mit einer Größe von nur wenigen Millimetern erkannt werden. Die besondere Konfiguration des Augsburger PET/CT mit einem sogenannten Vierfach-Ring erhöht die Sensitivität und Geschwindigkeit der Untersuchung. Je größer der Detektionsring, desto schneller ist auch der Durchlauf des Patienten. „Mit dieser speziellen Bauart sind wir bisher die Einzigen in Deutschland“, so Sciuk.

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Prof. Dr. Joachim Sciuk, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, und Medizinisch-technische Radiologieassistentin Madlen Richter mit einer Patientin am PET/CT.

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