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Schlaganfallexperte an die Universität Augsburg berufen

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Prof. Dr. Ansgar Berlis ist seit 2008 Chefarzt für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Universitätsklinikum Augsburg

Augsburg/ARS – Prof. Dr. Ansgar Berlis wurde auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg berufen. Er ist unter anderem Experte für die Behandlung von Schlaganfällen und Gehirnaneurysmen und forscht darüber hinaus zu Tumoren des Zentralen Nervensystems und Kontrastmitteln, die bei bildgebenden Verfahren zum Einsatz kommen. An seiner Klinik wird das gesamte Spektrum von Gefäßerkrankungen in den Bereichen Kopf, Hals und Wirbelsäule behandelt.

„Mit Herrn Prof. Berlis konnten wir einen höchst versierten Kliniker und Wissenschaftler für unsere Fakultät gewinnen“, freut sich die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Martina Kadmon, über die Berufung. Der Neuroradiologe leiste zum Beispiel wichtige Beiträge zur Versorgungssituation in Deutschland im Hinblick auf die mechanische Thrombektomie beim akuten Schlaganfall: Verstopft das Blutgerinnsel eine große Hirnarterie, kann es mechanisch mittels eines Katheters minimal-invasiv entfernt und die Durchblutung wiederhergestellt werden.

Das menschliche Gehirn verstehen

„Die Neuroradiologie ist durch die rasanten technischen Fortschritte bei den bildgebenden Verfahren ein wichtiger Bestandteil der Neurowissenschaften und trägt zum Verständnis von Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns bei“, erklärt Berlis. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten zu entwickeln und Nebenwirkungen bildgebend zu überprüfen. „Mein Schwerpunkt liegt unter anderem im Bereich der Interventionellen Neuroradiologie: Ich behandle auf minimalinvasivem Weg Gehirnaneurysmen, fehlerhafte Verbindungen von Venen und Arterien im Gehirn sowie ischämische Schlaganfälle, bei denen das Gehirn plötzlich zu wenig durchblutet wird, häufig durch Blutgerinnsel oder Verengungen der Blutgefäße.“ Darüber hinaus forscht der Neuberufene zu neuen Behandlungsformen und Schnittbilddiagnostik akuter Schlaganfälle, Tumoren des Zentralen Nervensystems und Kontrastmitteln, die bei bildgebenden Verfahren eingesetzt werden.

Neuroradiologie als Vernetzungsfach in der studentischen Ausbildung

„Wir sehen uns in der Neuroradiologie als Vernetzer zwischen den anderen Kopfdisziplinen, aber auch als Verbindungselement zu den übrigen konservativen und operativen, diagnostischen und therapeutischen Fachbereichen, für die wir die anspruchsvolle Funktion des Nervensystems in greifbare Sprache bringen“, beschreibt der Neuroradiologe seine Fachdisziplin. Diese wichtige Rolle der Bildgebung spiegelt sich in der modernen Studierendenausbildung wider: Anatomische, physiologische, aber auch klinische Zusammenhänge werden wie im klinischen Alltag durch jederzeit verfügbare Bildgebung illustriert und dienen als Katalysator für das Verständnis von Krankheiten. Berlis betont: „Dabei ist die Neuroradiologie nicht mehr das optionale Orchideenfach des letzten Studienjahres, sondern vom Präparierkurs in der Anatomie über den Untersuchungskurs bis zu den klinischen-praktischen Veranstaltungen überall eingebunden.“ In der Zukunft möchte der Neuroradiologe sich mit den bestehenden Fakultäten der Universität Augsburg vernetzen, vor allem im Hinblick auf Fragen der künstlichen Intelligenz und Machine learning.

Zur Person

Prof. Dr. med. Ansgar Berlis studierte Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br., wo er 1990 promoviert wurde. Es folgten berufliche Stationen am Universitätsklinikum Freiburg und am Universitätsklinikum Bonn. Im Jahr 2000 erwarb Berlis den Facharzt für Diagnostische Radiologie und 2006 den Schwerpunkt Neuroradiologie, 2007 erfolgte die Habilitation. 2008 wurde Berlis als Chefarzt für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie an das Universitätsklinikum Augsburg berufen. Seit dem 15.10.2021 ist er Lehrstuhlinhaber für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. Der Neuroradiologe ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und hat mehrere Preise erhalten, darunter den Wachsmann-Innovationspreis 2019, verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Radiologie.

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Die Augsburger Universitätsmedizin

…umfasst die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg, das Universitätsklinikum Augsburg sowie – als Kooperationspartner – das Bezirkskrankenhaus Augsburg – Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg. Die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät liegen in den Bereichen Medizinische Informatik sowie Umwelt und Gesundheit. Rund 100 Professorinnen und Professoren werden im Endausbau in der bio- und humanmedizinischen Forschung und Lehre tätig sein. Seit dem Wintersemester 2019/20 bietet die Medizinische Fakultät einen humanmedizinischen Modellstudiengang an, der vorklinische und klinische Inhalte integriert und besonderen Wert auf eine wissenschaftliche Ausbildung der im Endausbau 1.500 Studierenden legt.

Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA), seit 2019 in der Trägerschaft des Freistaates Bayern, bietet unter anderem durch seine Einbindung in universitäre medizinische Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg der Bevölkerung der Stadt und der Region eine optimale medizinische Versorgung. Die tagesklinischen Betten mitgezählt, stehen am UKA 1.740 Betten zur Verfügung. 24 Kliniken, drei Institute und 19 Zentren garantieren in allen medizinischen Fachdisziplinen Diagnose und Therapie auf höchstem Niveau. Jährlich werden über 250.000 ambulante und stationäre Patientinnen und Patienten versorgt. Mit zirka 80.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr ist die Notaufnahme des UKA die zweitgrößte der Bundesrepublik. Jährlich erblicken am UKA mehr als 2.450 Kinder das Licht der Welt. Mit 560 Ausbildungsplätzen ist die an das UKA angeschlossene Akademie für Gesundheitsberufe einer der größten Ausbildungsträger der Region.

Hinweis:

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Universität und des Universitätsklinikums Augsburg.

Den Kontakt zur Pressestelle der Universität Augsburg finden Sie hier: Presse.
Den Kontakt zur Pressestelle des Univesitätsklinikums Augsburg finden Sie hier: Presse.

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