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Das Projekt CARE REGIO geht in die zweite Phase

Das Universitätsklinikum Augsburg ist Teil des Verbundprojektes CARE REGIO. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetscheck überreicht Förderbescheide zur Entwicklung digitaler Unterstützung für die Pflege.

Bildunterschrift: Übergabe des Förderbescheids für das Projekt CARE REGIO an Susanne Arnold, Pflegedirektorin des UK Augsburg.

Projektphase 2
Digital unterstützte Pflege von morgen

In Bayerisch Schwaben entsteht mit dem Projekt CARE REGIO eine Leitregion für die digital unterstützte Pflege von morgen. Nach der, im September 2020 abgeschlossenen Phase 1, geht das Projekt nun in die praktische Umsetzung. Die Phase 2 läuft von Oktober 2020 bis September 2024 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit rund 6,1 Millionen Euro gefördert. Am 18. März 2021 überreichte Klaus Holetschek, Staatsminister für Gesundheit und Pflege, in der Hochschule Kempten feierlich die Förderbescheide.

Rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig, mit einem weiteren Anstieg muss in Zukunft gerechnet werden. Der allgemeine Kostendruck im Gesundheitswesen, der Fachkräftemangel und gestiegene Anforderungen belasten die Pflegekräfte. Die COVID-19-Pandemie hat diese Situation noch verschärft. Das (Projekt-) Konsortium, bestehend aus den Hochschulen Augsburg, Kempten und Neu-Ulm, sowie der Universität und dem Universitätsklinikum Augsburg, hat sich sektorenübergreifende, digitale Lösungsstrategien zum Ziel gesetzt.

Mitwirkung in vier von sechs Teilprojekten

Die Stabsstelle „Digitale Vernetzung in der Pflege”, die im vergangenen Jahr von Susanne Arnold, Pflegedirektorin im Klinikum, ins Leben gerufen wurde, wirkt in vier von sechs Teilprojekten aktiv mit. In Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg wird ein „Pflege-Data-Lake“ (Teilprojekt) entwickelt. Diese Sammlung an Pflegedaten soll zukünftig Grundlage für weiter Forschungsvorhaben im Kontext Pflege sein.

» Teilprojekt - Digitalisierung des Pflegeüberleitungsberichtes

Gemeinsam mit der Hochschule Augsburg leitet das Universitätsklinikum das Teilprojekt „Digitalisierung des Pflegeüberleitungsberichtes“. Aktuell werden diese Berichte, in Papierform, zum Zeitpunkt der Überleitung, an die nächsten Einrichtung übermittelt. Das Fachpersonal kann sich daher nicht frühzeitig auf die Pflegebedürftigen vorbereiten und notwendige Hilfsmittel oder Medikamente bereitstellen. Sobald der Bericht vorliegt, müssen die Daten dann von Hand in das jeweilige System eingetragen werden – eine übergreifende digitale und sichere Lösung gibt es bislang nicht. Zukünftig werden pflegerelevante Informationen frühzeitig an Reha- und Pflegeeinrichtungen übermittelt und im Dokumentationssystem hinterlegt. Im umgekehrten Fall stehen diese wichtigen Daten in der Klinik bereits bei der Aufnahme zur Verfügung. Von hoher Relevanz für den Projekterfolg ist eine enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern, deshalb arbeiten die Hochschule Augsburg sowie das Universitätsklinikum u.a. mit der Altenhilfe der Stadt Augsburg, Awonia – Christian-Dierig-Haus und der Sozialstation Augsburg-Göggingen zusammen. „Uns ist es ein Anliegen nutzerfreundliche, integrierte und sichere Lösungen zu entwickeln, die die Pflegenden tatsächlich entlasten“, so Prof. Dr. Alexandra Teynor von der Hochschule Augsburg.

» Teilprojekt - PflegeWiki

Des Weiteren entwickelt das Universitätsklinikum Augsburg zusammen mit der Hochschule Neu-Ulm eine Wissensplattform unter dem Namen „PflegeWiki“. Das Universitätsklinikum stellt sich der Aufgabe hierfür pflegerelevantes Fachwissen, welches u.a. im Rahmen der anderen Teilprojekte gesammelt wird, zielgruppengerecht in digitaler Form zur Verfügung zu stellen. „Dabei ist es wichtig, dass die Inhalte redaktionell aufbereitet sind und als niederschwelliges Angebot, mittels zeitgemäßer Medien, auf Wissensplattform zur Verfügung gestellt werden. Unsere Zielgruppe sind alle pflegenden Personen, d.h. Pflegehelfer, Pflegefachkräfte, Pflege-Azubis, Pflege-Studenten, genauso wie pflegende Familienangehörige“ so Andreas Mahler, Teilprojektleiter am Universitätsklinikum Augsburg.

» Teilprojekt - Assistive Systeme

Im Teilprojekt „Assistive Systeme” steht das Universitätsklinikum Augsburg der Hochschule Kempten als Praxispartner zur Verfügung.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek betonte bei der Übergabe des Förderbescheids: „Wir müssen die Pflege zukunftssicher machen. Das ist eine unserer zentralen Aufgaben. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, die Anforderungen an den Pflegeberuf nehmen zu. Hier brauchen wir innovative, kluge Lösungen – und das Projekt CARE REGIO setzt genau an dieser Stelle an. Ich unterstütze das Projekt deshalb gerne und freue mich, dass sich die geballte Fachkompetenz in der Region zusammentut, um Schwaben als Leitregion für die Pflege Digital zu etablieren und damit auch den Pflegeberuf weiterzuentwickeln.“

Digitale Vernetzung in der Pflege

Die Abteilung „Digitale Vernetzung in der Pflege“ bestehend aus Andreas Mahler, Thorsten Scharm, Lisa Daufratshofer und Sabrina Bethge, beschäftigen sich neben CARE REGIO auch mit weiteren Projekten, wie PeTRA (Patienten-Transfer-Roboter-Assistent), welche die Digitalisierung in Kliniken fördern. Für die Zukunft ist vorgesehen sich weiteren spannenden Projekten am Universitätsklinikum Augsburg anzunehmen.

 

KONTAKT

Sie haben Fragen zu diesem Projekt, die Sie persönlich stellen wollen? Ihr Ansprechpartner ist:

Andreas Mahler
Abteilungsleiter Digitale Vernetzung
Teilprojektleitung CARE REGIO
Telefon: 0821 400-4020
E-Mail: Andreas.Mahler@uk-augsburg.de

Hinweis:

Dies ist eine Pressemitteilung des Universitätsklinikums Augsburg.
Den Kontakt zur Pressestelle finden Sie hier: Presse.

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