Bürgertelefon „Bayern gegen Krebs“

Das neu gegründete Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) ist mit einem kostenfreien Bürgertelefon und einer neuen Internetseite an den Start gegangen. Krebspatienten und deren Angehörige erhalten telefonisch und online alle wichtigen Informationen zu individuellen Anliegen und Fragen rundum das Thema Krebs – und das ohne Zeitdruck. Betroffene werden bei Bedarf an einen der sechs bayerischen Standorte des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung in Augsburg, Erlangen, München (2x), Regensburg oder Würzburg weitervermittelt.

Gemeinsam im Kampf gegen Krebs – diesem Ziel verschreiben sich die sechs bayerischen Universitätsklinika (Augsburg, Erlangen, LMU München, TU München, Regensburg und Würzburg), die sich zum Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) zusammengeschlossen haben.  Die neue Hotline „Bayern gegen Krebs“ erreichen Patienten, Angehörige und andere interessierte Bürger unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80. Patienten werden bei Bedarf sofort telefonisch an ein heimatnahes spezialisiertes, universitäres Zentrum des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung vermittelt. Die Zuständigkeit für die Region Augsburg übernimmt das ICCA – das Interdisziplinäre Cancer Center Augsburg am Universitätsklinikum Augsburg. Das ICCA ist ein Zusammenschluss von 29 Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums, um Spitzenmedizin rund um die Krebserkrankung für Betroffene vorzuhalten. In Zusammenarbeit mit dem BZKF-Bürgertelefon steht der ICCA-Krebsinformationsdienst Patienten, Angehörigen, Ärzten und Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. ► www.icca.de.

Über vier Millionen Euro, um die Krebssterblichkeit in Bayern zu senken

Für die Aufbauphase des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung stellt der Freistaat Bayern über vier Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Mittel sollen stufenweise über mehrere Jahre bereitgestellt werden. „Mit dem neuen Zentrum läuten wir ein neues Zeitalter für die Behandlung von Krebspatienten ein“, betont Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, mit Blick auf die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen den bayerischen Universitätsklinika im November 2019. „Die Anwendung neuester Forschungsergebnisse in der klinischen Praxis und der direkte Informationszugang der Bevölkerung können Krebs verhindern und die Früherkennung verbessern. Wir erhoffen uns davon, die Krebssterblichkeit in Bayern zu senken.“

Neue Internetseite: www.bzkf.de

Ziel des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung ist es, Krebspatienten im Freistaat einen wohnortnahen Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin zu ermöglichen und ihnen die bestmögliche Behandlung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft anzubieten. Hierzu ist es essenziell, dass Patienten genau die Informationen erhalten, die für sie persönlich relevant und hilfreich sind. Denn: Fundiertes Wissen verbessert die Chancen auf eine optimale Therapie. Detailliertes Material, Kontakte und aktuelle Meldungen sind deshalb auch auf der neuen Internetseite des Zentrums unter www.bzkf.de zusammengestellt. Patienten finden hier unter anderem umfangreiche Informationen zu Forschung, Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation bei Krebserkrankungen, ebenso wie laufende Studien an den sechs Standorten des Beyerischen Zentrums für Krebsforschung sowie aktuelle Informationsveranstaltungen.

Über das Bayerische Zentrum für Krebsforschung – kurz das BZKF

Das BZKF wird von einer Geschäftsstelle am Universitätsklinikum Erlangen koordiniert. Professor Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF und Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Erlangen, sagt: „Krebspatienten in Bayern sollen ab sofort über das BZKF im Rahmen von gemeinsamen klinischen Studien Zugang zu den neuesten Krebstherapien erhalten – unabhängig von ihrem Wohnort.“ Dazu bauen die einzelnen Standorte des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung, in enger Abstimmung miteinander, ihre spezialisierten und international sichtbaren Forschungsinfrastrukturen zu unterschiedlichen Fragestellungen in der Krebsbehandlung noch weiter aus. Die Expertise des jeweiligen Standorts können auch alle anderen Partner jederzeit nutzen. Diese Vernetzung erhöht etwa bei seltenen Krebsarten die Chancen auf eine schnelle und erfolgreiche Therapie. Aktuelle Erkenntnisse der Grundlagenforschung kommen in Form von innovativen Diagnose- und Therapieoptionen direkt allen Patienten in ganz Bayern zugute – unabhängig davon, wo sie leben.

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