So soll die Ausbildung in der Pflege attraktiver werden

Pflegeausbildung Kranken- und Altenpflege gehen künftig Hand in Hand. Universitätsklinikum Augsburg und AWO Augsburg schließen Kooperationsvertrag

Mit dem am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Gesetz über die Pflegeberufe wurde die Pflegeausbildung neu geregelt. Es gibt fortan eine gemeinsame Ausbildung für die Pflege; Krankenpflege und Altenpflege sind nicht mehr getrennt. Für die Auszubildenden bedeutet dies, dass sie sowohl im Krankenhaus wie in den Pflegeeinrichtungen ihre praktische Ausbildung machen müssen. Die ganze Ausbildung muss deswegen neu organisiert werden, und es kommt sehr darauf an, dass sich die Praxisstellen und Pflegeschulen sehr gut aufeinander abstimmen und miteinander kooperieren.

Die beiden großen Ausbildungsträger, Universitätsklinikum Augsburg (UKA) und AWO Augsburg, haben deswegen den ersten Kooperationsvertrag für die neue Ausbildung geschlossen. „Wir sind sehr daran interessiert, zuverlässige und erfahrene Praxisstellen in der stationären Langzeitpflege und ambulanten Pflege für unsere Auszubildenden zu haben“, sagt Susanne Arnold, Pflegedirektorin am Universitätsklinikum. Der Leiter der Akademie für Gesundheitsberufe am UKA, Jochen Geisenberger, betont: „Wir bieten jedes Jahr mehr als 100 Interessierten die Möglichkeit einer hochwertigen Pflegeausbildung und sind froh, mit der AWO Augsburg einen starken Partner zu haben, der einen relevanten Teil diese Plätze mit zur Verfügung stellen kann.“

Für beide Partner stellt es eine große Herausforderung dar, die neue, stark vernetzte Pflegeausbildung umzusetzen und sich in einem Terrain zu bewegen, dass dem jeweils anderen bisher noch relativ unbekannt ist. „Wir sind aber sehr zuversichtlich und freuen uns sehr auf diese neue Kooperation mit dem Universitätsklinikum“, erklärt Eckard Rasehorn, Geschäftsführer bei der AWO Augsburg. „Wir hoffen sehr, dass die Ausbildung in der Pflege damit attraktiver wird und viele junge Menschen sich entschließen, sich auf den Weg in einen neuen Pflegeberuf zu machen.“

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