Sozialer Beratungsdienst: Unterstützung und Beratung für alle Patienten

Neben der körperlichen und der seelischen Belastung sehen sich Krebspatienten häufig Problemen ausgesetzt, die dazu führen, dass sie und ihre Familie ihren Alltag neu organisieren müssen. Dies kann sowohl die Dauer des Krankenhausaufenthalts betreffen als auch die Zeit nach Therapie und Reha. Hier setzt die soziale Beratung ein. Neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung bildet sie eine weitere wichtige Säule der Krankenversorgung. Ein Sozialer Beratungsdienst berät und unterstützt Patienten und ihre Angehörigen bei der Bewältigung von persönlichen und sozialen Problemen, die mit ihrer Erkrankung zusammenhängen oder während ihres Klinikaufenthalts auftreten. Auch Angehörige, die sich mit der Versorgung des Patienten überfordert sehen oder zusätzliche Unterstützung brauchen, können sich an den Sozialen Beratungsdienst wenden.

So viel Neues, so viel Unbekanntes: Der Soziale Beratungsdienst bietet tätige Hilfe

Patienten mit einer Krebserkrankung sehen sich oftmals komplexen Problemstellungen gegenüber. Die Krankheit selbst ist eine große Herausforderung, doch das Leben außerhalb des Krankenhauses geht weiter, der Alltag muss organisiert werden. Dabei scheint vieles, was vor der Erkrankung selbstverständlich und einfach war, schwierig.

Sich Unterstützung zu suchen, fällt Betroffenen häufig schwer – auch wenn es um Sozialleistungen geht, die ihnen rechtlich zustehen. Andere wiederum wissen gar nicht, dass sie einen Anspruch auf solche Leistungen haben. Ein Sozialer Beratungsdienst kann hier wertvolle Unterstützung leisten. Sie reicht vom Kontakt mit Ämtern und Behörden über konkrete Hilfe, etwa bei Antragstellungen, bis hin zur Beratung bei der Bewältigung von krankheitsbedingten psychosozialen Belastungen für Patienten und ihre Angehörigen. Alle Maßnahmen der Beratung und Vermittlung unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Der richtige Zeitpunkt, den Sozialen Beratungsdienst zu konsultieren, ist abhängig von der individuellen Verfassung jedes einzelnen Patienten. Eine alleinerziehende Mutter mit kleinen Kindern etwa wird oftmals bereits zu Beginn ihrer Erkrankung Beratung über finanzielle Hilfen und Unterstützung in Form einer Haushaltshilfe benötigen. Ebenso sind Patienten, die keine oder pflegebedürftige Angehörige haben, häufig frühzeitig auf Unterstützung angewiesen.

Leistungen des Sozialen Beratungsdiensts für Krebspatienten

Beratung und Unterstützung zu Verfügungen und Vollmachten

Der Soziale Beratungsdienst berät bei allen Fragen zu Patienten- und Betreuungsverfügungen und unterstützt bei der Erstellung solcher Verfügungen. Auch bei Anliegen zu Vorsorgevollmachten sowie im Bedarfsfall auch bei der Einleitung einer gesetzlichen Betreuung ist der Soziale Beratungsdienst kompetenter Ansprechpartner.

Beratung und Unterstützung zur Inanspruchnahme von sozialrechtlichen Leistungen

Krebspatienten sind durch ihre Erkrankung, lang andauernde stationäre Aufenthalte und anschließende Rehabilitationsmaßnahmen häufig in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt. Sie haben daher in vielen Fällen Anspruch auf sozialrechtliche Leistungen wie Krankengeld, Erwerbsminderungsrente oder sonstige monetäre Leistungen. Der Soziale Beratungsdienst informiert Patienten, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen und wie sie diese beantragen können.

Die Beratung umfasst sozialrechtliche, wirtschaftliche und persönliche Aspekte. Dazu gehören vor allem Informationen über Nachsorgeangebote wie Rehabilitationsmaßnahmen oder ambulante Weiterversorgung.

Beratung und Unterstützung zu Rehabilitationsmaßnahmen und Übergangszeit

Noch während des Krankenhausaufenthalts berät und unterstützt der Soziale Beratungsdienst im Hinblick auf Möglichkeiten zur Rehabilitation, die für den jeweiligen Patienten infrage kommen. Es werden beispielsweise Fragen zu medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussheilbehandlungen oder Übergangsgeld beantwortet.

Beratung und Unterstützung für die Zeit nach der Entlassung

Nach einer Krebsbehandlung benötigen Patienten manchmal auch Unterstützung in ihrem Alltag, wenn sie bereits wieder zu Hause sind. Der Soziale Beratungsdienst berät und informiert umfänglich zu Angeboten, die Patienten in Anspruch nehmen können, und unterstützt bei der Organisation. Die Optionen umfassen dabei Angebote wie Kurzzeitpflege, Tagespflege, „Essen auf Rädern“, Hausnotruf oder andere Hilfsmittel. Der Soziale Beratungsdienst informiert auch über und vermittelt Kontakt zu Selbsthilfegruppen und zu Einrichtungen der ambulanten und spezialisierten Palliativversorgung, im gegebenen Fall auch zu einem stationären Hospiz.

Sozialer Beratungsdienst am ICCA

Der Soziale Beratungsdienst ist ein enger Kooperationspartner des Interdisziplinären Cancer Centers Augsburg (ICCA). Gerade bei sozial- und gesundheitsrechtlichen Fragestellungen können Patienten und Angehörige dadurch Beratung und Unterstützung unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen erhalten.

Patienten oder Angehörige, die sich eine Beratung wünschen, können sich an die Mitarbeiter der Station oder an ihren behandelnden Arzt wenden. Ein Mitarbeiter des Sozialen Beratungsdienstes wird sich dann aktiv mit den Patienten oder Angehörigen in Verbindung setzen und sie nach Terminvereinbarung entweder in den Büros des Sozialen Beratungsdienstes oder auf der Station beraten.

Aufgrund der guten Vernetzung mit internen und externen Dienstleistern kann der soziale Beratungsdienst auch in komplexen Versorgungssituationen behilflich sein. Die individuelle Beratung steht Patienten und Angehörigen auch nach Abschluss der onkologischen Behandlung für weitere Fragen zur Verfügung.

Kontakt und Flyerdownload (PDF)

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Neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2),
dass die Lungenerkrankung COVID-19 auslöst

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